Fotos

Wenn man dann plötzlich Autorin ist, so richtig, dann braucht man auch so richtig professionelle Fotos. Meine hat Smilla Dankert gemacht, was quasi die Erfüllung eines Kindheitstraums war. Smillas Blog Anders anziehen lese ich, seit ich Blogs lese, also ungefähr seit es Blogs gibt, weil ich ihren liebevollen Blick auf die Menschen so mag. Getroffen hatten wir uns nie, komischerweise, das muss ein Versehen des Universums gewesen sein. Aber jetzt hat sie mich fotografiert! Mit einer unglaublichen Mühe, sie ist vorher mit mir in den Lieblingsladen gegangen und hat nach Kleidern geguckt, hat erstmal ein paar Probebilder gemacht, damit wir uns aneinander gewöhnen, dann hat sie eine Location gesucht, bzw. mehrere, ist extra nach Hamburg gekommen, und so weiter. Und die Bilder sind so toll geworden! Die „offiziellen“ Fotos zeige ich, wenn die Vorschau rauskommt, das ist bald. Aber hier sind schon mal zwei vom Rande des Geschehens. Ob wir Spaß hatten? Och.

Isabel Bogdan 2015 ©Smilla Dankert

Isabel Bogdan 2015 ©Smilla Dankert

Flow Pank

Boah, Medienpräsenz, ey! Ich bin gerade in gleich zwei Zeitschriften. Zusammen mit meinem Patenkind Johann Buddenbohm in der „Eltern“, und zwar in meiner Eigenschaft als Pank: „Professional aunt, no kids“. Und zum Anderen in der Flow, in der ich fünf Lieblingsbücher vorstelle, auf gleich drei Seiten.
Ich erwarte dann Ruhm und Reichtum in drei … zwei …

SAMSUNG CAMERA PICTURES

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Liebes Tagebuch,

mimimimi! Das war’s dann mit der lockeren Jahresplanung. „Locker“ heißt in dem Fall, dass ich neulich ins Blog schrieb: „Der Ausblick auf 2015 macht mich ein bisschen schwindelig, das Jahr ist nämlich quasi schon durchgeplant.“
Allerdings war es so durchgeplant, dass ich bis zu den Sommerferien ordentlich zu tun habe, und dann wollte ich in den Sommerferien Sommerferien haben, danach den zweiten Band der Trilogie übersetzen, vielleicht so ab Mitte August, September, Oktober, November, schön entspannt. Und dann vor Weihnachten ein bisschen Ruhe, es ein bisschen langsamer gehen lassen, nett Weihnachtsgeschenke einkaufen und mich mit Freunden zum Glühwein treffen, statt, wie sonst immer, eine Buchabgabe vor Weihnachten zu haben und zu gar nichts zu kommen. Das war der Plan, ich hatte fest vor, sowohl Sommerferien als auch eine Vorweihnachtszeit zu haben.

Tja.

Dann kam ein Anruf aus dem Verlag, sie fänden den ersten Band der Trilogie alle so super, dass sie die Bände zwei und drei jetzt doch nicht im Jahresrhythmus veröffentlichen wollen, sondern alle halbe Jahr einen. Was bedeutet, ich muss dieses Jahr nicht noch einen Band übersetzen, sondern beide. Das ging einher mit einem dicken Lob für die Übersetzung des ersten Bandes, das mich wahnsinnig freut. Und „muss“ ist natürlich auch übertrieben, sie haben gefragt, ob ich das hinkriege. Hey, es ist Hanser Berlin, es ist Jane Gardam, sie wollen was draus machen, der Vertrieb liebt es, ich auch. Da sage ich natürlich nicht „Och nee, lasst ma, ich will im Dezember Glühwein trinken.“ Sondern, „Ja, kriege ich hin.“
Es ändert nichts dran, dass bis zum Sommer gar nichts geht. Und dann also: Arbeit mit in die Sommerferien nehmen und dann durcharbeiten bis Mitte Januar. Sechseinhalb Monate für 600 Seiten, klar geht das, aber dann ist nicht viel Entspannung zwischendrin. Dafür die Buchmesse. Und vermutlich kommt ja auch noch das ein oder andere dazwischen. Kleinere Arbeiten, das Leben, sowas halt.
Also Abgabe im Januar, und im Februar 2016 erscheint dann mein eigener Roman. Ich hoffe natürlich auf eine kleine Lesereise. Vielleicht könnte man noch irgendwo ein-zwei Monate einschieben? Vielleicht einen zwischen August und September, und dann nochmal einen zwischen Januar und Februar, damit ich dann wieder halbwegs frisch bin?

Neue Jahreslosung also: Nichts mehr annehmen, nichts mehr aufhalsen, zu nichts mehr überreden lassen, nicht noch mehr machen.
Ich fahre nicht zur Mitgliederversammlung des VdÜ in Freiburg. Ich fahre nicht auf die Leipziger Buchmesse. Wir machen in den Märzferien keine kleine Städtereise, sondern vielleicht ein paar Tage an der Ostsee. Vielleicht Wellness oder Ferienhaus mit W-LAN (und Arbeit). Ich fahre durchaus zur Übersetzertagung nach Wolfenbüttel, weil ich einen Workshop zugesagt habe. Alle weiteren Anfragen, die womöglich noch kommen, werde ich absagen. Also, fast alle. Je nachdem. Logisch.
Es gibt keine Tirili-Lesung, und wir organisieren keine Bloggerreise. Das kann auch alles mal jemand anders machen, aber wenn ich das sage, werde ich nur groß angeguckt.
Wasmachendieda geht natürlich weiter, das finden wir selbst immer noch super. Morgen!

Nächste Woche geht’s los mit dem Pfau-Lektorat. Sehr aufregend! Ich freu mich!

*krempelt die Ärmel hoch*

Wasserstandsmeldung

Uff.

Wie so ’ne Anfängerin: Ich habe mich bei der aktuellen Übersetzung total verschätzt. Sowohl mit der Länge als auch mit dem Schwierigkeitsgrad. Vereinbarter Abgabetermin war Weihnachten, das wäre auch eigentlich zu schaffen gewesen, wenn ich früher angefangen hätte, aber dann war im September doch mehr Klimperkram als gedacht, und im Oktober außer der Buchmesse spontan noch eine Woche Urlaub, und wie es eben so ist, jedenfalls habe ich erst im November so richtig angefangen. Und die Abgabe schon vor ein paar Wochen auf Mitte Januar verschoben, weil es dann doch nicht mehr zu schaffen war. Jetzt habe ich gestern den ersten Teil abgegeben, 166 Buchseiten, 245 Normseiten, und in den Tagen davor habe ich so viel gearbeitet, dass ich jetzt wirklich komplett erschöpft bin und den ganzen Tag schlafen könnte. Immer wieder faszinierend, wie sehr man auch körperlich erschöpft ist, wenn man doch nur mit dem Kopf arbeitet.
Aber jetzt ist der erste Teil weg, das Gefühl ist eindeutig „uff“ und (noch) nicht „hurra“, für „hurra“ habe ich gar keine Kraft, und der zweite Teil sind halt auch noch mal 90 Buchseiten, die jetzt bis Mitte Januar fertig sein müssen, das ist also noch mal viel. Mannmann. Ein paar wenige Tage mache ich jetzt mal nichts – also, „nichts“ im Sinne von: weitere 14 Weihnachtsgeschenke besorgen, Weihnachtsbaum kaufen, Plätzchenbacken fällt mal wieder komplett aus, noch vor Weihnachten auf eine Beerdigung nach Berlin, Weihnachten dann teils in Münster, teils in Köln. Drei Städte in fünf Tagen, und danach geht es gleich wieder weiter mit der Arbeit.

Aber heute ziehe ich mir einfach die Decke übern Kopf und mache: Nichts. Woah! Und an Heilig Abend sind der lustige Mann und ich allein zu Hause, darauf freue ich mich. Sehr.

Ab Mitte Januar wird dann alles besser und entspannter. Wie immer. Und nächstes Jahr vereinbare ich keinen Abgabetermin mehr vor Weihnachten, also auch wie immer. Wenn ich mir allerdings den Plan für das nächste Jahr so angucke … sollte auch nur noch eine einzige interessante Anfrage reinkommen, dann wird das schon wieder nichts. Hihi.

Manchmal kriege ich Dinge zu hören wie „was Du alles machst“. Normalerweise denke ich dann „wieso, ich mache doch gar nicht viel“. So langsam kriege ich den Eindruck, das stimmt gar nicht, und Ihr habt womöglich recht.

Twitter