Geburtstag

Wow. Seit Ewigkeiten bin ich zum ersten Mal an meinem Geburtstag nicht zu Hause. Ich habe ihn immer gefeiert, immer alle eingeladen, nachmittags kamen meistens die Freunde mit Kindern, abends die ohne, ich habe es immer sehr genossen, die Bude voll zu haben, das liebe ich. Diesmal also das Gegenprogramm, abgelegenes Tal in Schottland, unsere Freunde hier sind unterwegs, wir haben quasi das ganze Anwesen für uns. Klingt erstmal ein bisschen einsam, ist aber trotzdem super – die Sonne scheint, es ist richtig warm, wir sitzen mit einem Glas Sekt in der Hollywoodschaukel und gucken über die riesige Rasenfläche (Pfauen!) ins Grün. Ich habe sogar etwas gearbeitet! Zwischendurch kochen wir Tee und essen Shortbread dazu, ich hüpfe ein bisschen auf dem großen Trampolin herum, das hier draußen steht, und dann gucke ich nochmal kurz ins Internet, wo mir schon wieder X Leute gratuliert haben und fühle mich kein bisschen allein.
Das waren deutlich über 200 Glückwünsche auf Facebook, Twitter, Xing, im Blog, per E-Mail und SMS. So wahnsinnig viel Nettes, das ist ein ganz schön tolles Gefühl – danke Euch allen dafür. Ich möchte fast wetten, dass ich ein paar verpasst habe, das tut mir sehr leid. Dummerweise ist hier das Internet limitiert, deswegen habe ich auf noch fast nichts reagiert, aber ich hab Euch alle lieb. Ehrlich! Danke! Sehr!

Work in Progress

So ganz glaube ich es selbst immer noch nicht, aber ich bin tatsächlich dabei, einen Roman zu schreiben. Das ist, stellt sich heraus, verblüffend viel Arbeit. Wer hätte das gedacht!

Ein Gedicht ist rasch gemacht
Schnell auch reimt ein Lied sich.
Aber so ein Zeitroman –
Mein lieber Mann, das zieht sich!

Na gut, Robert Gernhardt hätte das also gedacht, und schätzungsweise auch sonst der ein oder andere. (Aus dem Gedächtnis zitiert, keine Garantie für den exakten Wortlaut.) Dabei ist es ja nicht mal ein Zeitroman, was ich da schreibe. Was dann? Leute fragen mich nach dem Genre – keine Ahnung. Muss immer alles in eine Schublade passen? Ich erzähle halt eine Geschichte. Und wie diese viele Arbeit aussieht, die das macht, weiß ich auch noch nicht wirklich, es ist jedenfalls sehr, sehr anders als das Übersetzen. Ich starre quasi auf den leeren Platz neben dem Monitor, wo sonst der Buchständer mit dem Original steht, und da ist nichts, das muss ich mir da selbst hindenken – die Geschichte, die Charaktere, Recherchen, Erzählperspektiven, ich weiß noch gar nicht so richtig, wie das alles geht.
Recherche ist plötzlich viel weniger zielgerichtet – beim Übersetzen muss ich normalerweise irgendeine Gegebenheit verifizieren, verstehen und dann vor allem: das eine Wort finden, das ich in der Übersetzung gerade brauche. Jetzt heißt Recherche: ein bisschen drumherumlesen und hoffen, dass mich etwas anspringt, das ich gebrauchen kann, das irgendwie in meine Geschichte passt. Oder ganz anders – es muss nicht mal Lesen sein, es kann auch Bildersurfen im Internet sein oder ein Spaziergang im Wald oder ein Telefonat mit einer Kollegin oder Pfauenfotografieren und mal gucken, was die so machen.
Und natürlich die Allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Schreiben, das habe ich ja beim Übersetzen auch nicht, dass ich erst bei der Arbeit merke, was ich da eigentlich mache. Beim Übersetzen geht es immer in erster Linie um die sprachliche Gestaltung, und um die mache ich mir jetzt bei meinem eigenen Roman am wenigsten Sorgen, der Ton der Geschichte war von Anfang an so klar und eindeutig, da gab es keine Sekunde drüber nachzudenken.
Schwieriger ist sowas wie die Erzählperspektive, ich habe einen allwissenden Erzähler (falls man das so nennt, ich kenne mich da nicht aus), der weiß auch, was die Leute so denken, aber ich möchte trotzdem nicht, dass er zu sehr zwischen den Gehirnen hin- und herspringt, oder vielleicht doch, ich weiß es nicht. Ich glaube, ich habe eine Lösung gefunden, und die muss ich jetzt nicht nur fürderhin anwenden, sondern auch die bisherigen 50 Seiten nochmal durchgehen und entsprechend anpassen.
So ähnlich geht es auch mit den Figuren, die mir langsam immer klarer werden, und die von einer diffusen „Gruppe“ nach und nach zu eindeutigen Charakteren heranwachsen. Fange ich jetzt wieder von vorne an und füge Charakterzüge ein, wo nenne ich sie zum ersten Mal beim Namen, oder mache ich erstmal hinten weiter mit der Geschichte und fange erst dann wieder von vorn an, wenn ich schon deutlich weiter bin als jetzt?
Überhaupt, die Geschichte selbst, das bin ich ja am allerwenigsten gewohnt, selbst eine Geschichte zu erzählen, mir etwas auszudenken, und ich habe immer noch die Befürchtung, dass mir nichts einfällt, was wahrscheinlich totaler Quatsch ist, um jetzt noch Thomas Mann zu zitieren:

Fantasie bedeutet nicht, dass man sich etwas ausdenkt, sondern dass man sich aus dem Vorhandenen etwas macht.

(Ebenfalls aus dem Gedächtnis zitiert und ohne Gewähr.) Bei den wenigen literarischen, also: fiktionalen Texten, die ich bislang geschrieben habe, habe ich immer die Erfahrung gemacht, dass die Geschichte dann schon von selbst kommt, wenn man nur erstmal anfängt, aber mir fehlt noch ein bisschen das Vertrauen, dass das auch weiterhin so funktionieren wird. Im Moment weiß ich, was den Plot angeht, nur die nächsten Schritte und eine ungefähre Richtung, aber noch nicht, wo es hingeht.

Zusammenfassend lässt sich sagen: ich komme tatsächlich voran, aber es geht ganz schön langsam. Was wohl total normal ist. Und ich muss mich noch daran gewöhnen, dass ein Großteil der Arbeit nicht aus Tippen besteht, sondern aus Denken, Ideenhaben, Verwerfen, Löschen, Neuanfangen. Wobei, gelöscht habe ich bisher wenig. Aber ich kann auch nicht dauernd stolz neu geschaffte Seitenzahlen verkünden wie beim Übersetzen. Dafür sehe ich insgesamt schon ein bisschen klarer als vor zehn Tagen, als wir hier ankamen und erstmal mit anderen Dingen als Arbeit beschäftigt waren. Eigentlich bin ich ganz zufrieden. Es geht langsam, aber es geht voran, ich bin guter Dinge. Beharrlichkeit ist vermutlich das Stichwort. Und um jetzt auch noch mit einem Zitat abzuschließen, ich habe leider vergessen, von wem:

Writing is five percent inspiration and ninety-five percent transpiration.

Heute habe ich Geburtstag. Und ich schenke mir diesen Satz: Jawohl, ich schreibe einen Roman. Puh. Crazy.

Authors and Translators

Anscheinend sind hier gerade Interviewwochen – ich habe schon wieder Fragen beantwortet, diesmal für das wunder-wunderbare Blog Authors and Translators. Ich bin wirklich stolz, dort dabeizusein, denn das ist ein Blog, das Übersetzerinnen stolz macht: was uns da an geballter Wertschätzung entgegenschlägt, haben wir sonst nie. Und es stammt von denen, von denen wir es am nötigsten brauchen, von den Autoren.
Hier geht’s zu meinem Interview.

This is how I work

Jetzt hat es mich auch noch erwischt – Adelhaid hat mich gebeten, diese Fragen zu beantworten, die alle anderen schon beantwortet haben.

Bloggerinnen-Typ:

Verblüffend konstant. Seit acht Jahren mit quasi keiner einzigen Pause – Anfangs habe ich im Urlaub nicht gebloggt, inzwischen klappt selbst das meistens, es gibt ja dann doch meist überall Internet. Ich glaube nicht, dass ich jemals länger als zwei Wochen nichts geschrieben habe.
Inhaltlich: Übersetzen, Vermischtes, Bücher, Privates, im Moment gerade Konsumverhalten.

Gerätschaften digital:

Kleines MacBook, schon einige Jahre alt. iPhone 3.
Das ist jetzt ein bisschen peinlich, aber: ich habe auch noch einen großen Mac für aufm Schreibtisch. Der ist seit Jahren quasi unbenutzt, aus dem einfachen Grund, dass ich keine Ahnung habe, wie man synchron auf zwei Rechnern arbeiten soll, ohne dass es im Chaos endet, weil das eine hier und das andere dort liegt und das eine aber nochmal überarbeitet wurde, das andere aber nicht, und das dritte sowieso noch nie dawar. Da wäre ruckzuck alles durcheinander, und ich hätte am Ende keinen Schimmer, was wo ist, und vor allem: was ich nun mit einem eventuellen neuen Rechner synchronisieren sollte.
Solange das Synchronisieren nicht mal mit dem iPhone funktioniert, kann ich halt nicht mit zwei Rechnern arbeiten. Und jetzt kommt mir nicht mit Dropbox. (Ich ahne, dass Ihr einen Haufen Vorschläge habt, von denen ich mit Mühe ein Drittel verstehen werde, und ich hab gerade sowas von keine Zeit.)

Gerätschaften analog:

Zum Bloggen jetzt? Äh, keine? Schreibtisch, Stuhl. Der blöde Stuhl (IKEA) ist schief geworden, also die Sitzfläche, ich brauche dringend einen neuen. Tipps nehme ich gerne. Darf hübsch aussehen und für Rückengeschädigte irgendwie gut sein.

Arbeitsweise:

Prokrastinatös.

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?

WordPress, Google, Browser.

Wo sammelst du deine Blogideen? 

In demselben Word-Dokument, in dem ich die längeren Texte vorschreibe, und das ich auch als Sicherheitskopie ansehe. Das wird natürlich immer länger, und wenn es ein paar hundert Seiten lang ist, fange ich ein neues an. Mir scheint, das ist alles eher primitiv, wie ich das so mache. Kürzere Sachen und Krimskrams schreibe ich direkt in WordPress.

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?

Self control – ein kleines Programm, das einen für eine bestimmte Zeit nicht auf bestimmte Webseiten lässt. Man kann seine eigene Blacklist anlegen, beispielsweise Facebook und Twitter und die anderen Zeitfresser draufsetzen, und dann nützt auch Rebooten nichts, da kommt man dann halt nicht rein. Für eine Viertelstunde oder fünf Stunden oder wie lange auch immer man es einstellt.
Oder sogar Freedom, das sperrt einen für eine ebenfalls selbstgewählte Zeit gleich komplett aus dem Internet aus. (Kostet dummerweise inzwischen stolze 10,- $. Als ich es runtergeladen habe, war es noch kostenlos.)

Benutzt du eine To-Do List-App? Welche? 

Teuxdeux. Finde ich hübsch. Allerdings wird das demnächst kostenpflichtig, was ich irgendwie einsehe, einerseits, andererseits habe ich aber keine Lust, das zu bezahlen. Werde dann wohl einfach wieder zu einer Worddatei zurückkehren. Oder zu Zetteln, da macht das Durchstreichen mehr Spaß.
Auf den Fragebögen anderer Leute habe ich noch ein paar Empfehlungen gesehen, habe aber gerade überhaupt keine Zeit, mir das alles anzugucken. Neulich kurz „remember the milk“ angeguckt, das fand ich nicht so schön.

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?

Waschmaschine. Telefon ist mir, wie all den anderen, einigermaßen egal. (Okay, ich sehe ein, dass es manchmal ganz praktisch ist. Aber ich bin kein Fan davon.)

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?

Schlafen.

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?

Immer: Element of Crime. Aktuell dazugekommen: Once, Glen Hansard, Torpus and the Art Directors, Elbow. Aber meistens höre ich eher gar nichts, jedenfalls nicht, wenn ich tatsächlich Texte schreibe oder arbeite.

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Nachtigall?

Ja, eindeutig. Solange ich nicht morgens irgendwas machen muss (aufstehen oder so), ist mir alles recht. Abends kann ich gut arbeiten, bis in die Nacht.

Eher introvertiert oder extrovertiert?

Extro. Ich rede dauernd, muss alles sofort irgendwem erzählen und bin generell eher eine Rampensau. (Wobei ich auch sehr gut die Klappe halten kann, wenn es sein muss.)

Der beste Rat, den du je bekommen hast? 

„Mach doch.“

Noch irgendwas Wichtiges?

Read my blog.

***

Hier ist die Sammlung der bisherigen Antworten bei Isabella Donnerhall, die überhaupt mit diesem Stöckchen angefangen hat.

The Next Big Thing Blog Hop

Keine Ahnung, wieso die guten, alten Stöckchen jetzt „blog hop“ heißen, ist aber auch egal: ich habe ein Stöckchen bekommen! Das ist sie, die Renaissance der Blogkultur! Zugeworfen hat es mir Pia Ziefle, deren Roman Suna für mich das Buch des Jahres 2012 war. Wer das noch nicht gelesen hat, der hole das bitte nach, inzwischen ist es auch als Taschenbuch erschienen (mit hübschem, aber irreführendem Cover, finde ich. Es ist überhaupt kein romantisch-weichgezeichnetes Frauen-Wohlfühlbuch).
Das Stöckchen richtet sich an Autoren, und es geht um das nächste Buch, das man schreibt. Ich hätte jetzt auch einfach schön das Buch nehmen können, das ich gerade übersetze. Ich bin auch immer noch unsicher, ob ich wirklich ein Buch schreibe. Behauptet habe ich es schon vor ziemlich genau einem Jahr, und zwar genau deswegen, damit ich es auch wirklich tue, aber nun ja. Ist noch nicht viel bei rausgekommen. Ich brauche Druck, ich brauche eigentlich einen Abgabetermin, um zu funktionieren, um mich hinzusetzen und zu schreiben, aber natürlich habe ich keinen Abgabetermin, denn kein Verlag kauft ein Buch von einer unbekannten Autorin, das noch nicht mal geschrieben ist. Teufelskreis! Aber nehmen wir mal an, ich würde weiterschreiben.

Was ist der Arbeitstitel Ihres Buchs?
Der Pfau.

Woher kam die Idee für das Buch?
Die Kerngeschichte ist wahr, sie ist bei unseren Freunden in Schottland passiert. Und sie ist so abgedreht, dass ich sie erzählen wollte (natürlich habe ich um Erlaubnis gefragt). Und dann wurde sie während des Schreibens noch ein bisschen abgedrehter, und als die Kurzgeschichte fertig war, stellte ich fest: die Geschichte ist da ja noch gar nicht zu Ende. Da wird ja danach noch alles mögliche passieren, das muss weitererzählt werden.

Unter welches Genre fällt Ihr Buch?
Wenn es jemals ein Buch wird, dann wird es ein Roman.

Wie lautet die Einsatzzusammenfassung Ihres Buches?
„Einer der Pfauen war verrückt geworden.“ Das ist der erste Satz, und darum geht es. Um einen verrücktgewordenen Pfau.

Welche Schauspieler sollten Ihre Charaktere in einer Filmumsetzung spielen?
Charlotte Rampling als Lady, Alan Rickman als Lord, der sehr junge Colin Firth als David, Colm Meaney als Jim, John Hannah als Andrew, vielleicht Gwyneth Paltrow als Chefin? Ich kenne zu wenig Schauspielerinnen, als dass mir jetzt einfallen würde, wer die Köchin und wer die Psychologin spielen soll. Zumal ich sie am liebsten alle britisch hätte. Da ist Gwyneth Paltrow eigentlich schon wieder raus; nicht nur deswegen. Passt auch sonst nicht so recht, glaube ich. Die anderen Frauen, die mir einfallen, sind alle zu hübsch und zu elfenhaft und so. Keira Knightley? Kate Blanchett? Scarlett Johannson? Die gehen alle nicht. Ich kriege aber gerade den Eindruck, dass es ganz hilfreich ist, Schauspieler für die Rollen zu suchen; es hilft, die Konturen der Figuren zu schärfen. Ich werde das im Hinterkopf behalten, für wenn ich mir Notizen über mein Romanpersonal mache: Wer soll die Rolle spielen? Gute Idee.

Werden Sie Ihr Buch selbst verlegen oder wird es vertreten durch einen Agenten?
Selbst verlegen bestimmt nicht; ich hoffe sehr, dass es ein Verlag verlegen wird. Allerdings müsste ich es dazu erstmal schreiben. Ob ich es den Verlagen selbst anbiete oder mich von einem Agenten vertreten lasse, ist noch offen. Gegenüber anderen Autoren habe ich natürlich einen nicht zu unterschätzenden Startvorteil: ich kenne genügend Leute in Verlagen, mein Manuskript würde vermutlich eher gelesen als das von gänzlich unbekannten Autoren. Ich glaube aber, dass ein Agent besser verhandeln kann als ich selbst. Schaumermal, das liegt ja eh alles in ferner Zukunft. Wenn überhaupt.

Wie lange haben Sie gebraucht, um den ersten Entwurf Ihres Manuskripts zu schreiben?
Das kann ich nicht beantworten. Ich habe die erste Geschichte, die Kerngeschichte, relativ schnell geschrieben – eine Woche oder so. Dann kam ein halbes Jahr später genauso schnell das zweite Kapitel. Dann passierte lange nichts, dann bekam ich den Preis, dann passierte wieder lange nichts, und jetzt im Winter habe ich ein bisschen weitergemacht. Aktueller Stand sind 45 Seiten und 5 Seiten Notizen. Der „erste Entwurf“ ist also noch lange, lange nicht fertig. Und wenn ich in dem Tempo weitermache … schönes Wetter heute.

Welche anderen Bücher würden Sie mit Ihrem Genre vergleichen?
In der Laudatio wurde mein Text mit denen von Alan Bennett verglichen. Das ist natürlich umwerfend und schmeichelhaft und ein ziemlich großes Paar Schuhe, aber: ja, das wäre toll, wenn es so toll würde wie Alan Bennett, den mag ich nämlich sehr. Ich bin aber keineswegs mit der Absicht angetreten, wie er zu schreiben (oder wie Ingo Herzke, von dem die meisten Bennett-Übersetzungen stammen). Katja Lange-Müller hat mal gesagt, der Inhalt suche sich die Flasche aus, in die er gefüllt werden will. Genau so war es auch: diese Geschichte kann nur in diesem Ton erzählt werden, das geht gar nicht anders. Ich habe nicht darüber nachgedacht, es war kein Beschluss, sondern einfach selbstverständlich. Das muss so klingen, wie es eben klingen muss.

Was sonst über Ihr Buch könnte das Interesse des Lesers wecken?
Keine Ahnung. Ich hoffe, es wird lustig. Und dann hätte ich gern, dass es im Hardcover erscheint und ein Lesebändchen bekommt und wunderschön aussieht. Ha.

Möchten Sie andere Autoren für das Interview nominieren?
Na klar: ich wüsste gern, worum genau es in Percantas Buch und in Frau Meikes Buch geht, ob Anke neue Pläne hat und wie weit Moni und Scott sind. Und wenn ich mir noch was wünschen dürfte, dann hätte ich sehr, sehr gerne, dass Hotelmama ein Buch schreibt.

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