Tag 3 – Dein Lieblingsbuch

Och nöööö. Das ewige Problem mit diesen Bücher- und sonstigen Umfragen. Ich kann Lieblingsdingse nicht leiden, ich habe auch kein Lieblingsessen. Mal muss es Sushi sein, mal Schokolade, dann wieder Gemüseeintopf. Dass ich gern Tim und Struppi lese, tut meiner Begeisterung für David Grossman ja keinen Abbruch.
Die Autoren, die mich in den letzten paar Jahren am nachhaltigsten beeindruckt haben, sind wahrscheinlich Wolf Haas, Tilman Rammstedt, Jenny Erpenbeck, Anette Pehnt, Gerbrand Bakker. Oh, und Alan Bennett. Und die nenne ich deswegen, weil ich von ihnen mindestens zwei Bücher gelesen habe. Wenn ich die dazunehme, von denen ich nur eins, ach, lest doch am besten gleich hier.

Oder um es mit Frau Sopran zu sagen: „Lieblingsbuch“ ist so 1985. Ihr dürft mir aber gern erzählen, was Euer Lieblingsbuch ist. Wenn Ihr eins habt.

[Zur kompletten Bücherfragenliste.]

Mario Vargas Llosa

… bekommt den Literatur-Nobelpreis 2010. Ich habe dazu keine Meinung, weil ich nichts von ihm gelesen habe. Allerdings hätte ich möglicherweise auch keine Meinung, wenn ich etwas gelesen hätte – Nobelpreis ist mir irgendwie eine Nummer zu groß für eine Meinung. In sofern bin ich immer froh, wenn ihn jemand bekommt, zu dem ich gar keine Meinung haben kann. Hätte zum Beispiel Philip Roth ihn bekommen, dann hätte ich eine Meinung haben müssen, weil ich was von ihm gelesen habe. Neenee, das ist schon besser so.
Herzlichen Glückwunsch, Señor! Was soll ich denn mal lesen?

Der kurioseste Buchtitel des Jahres

Und noch ein Preis: der offiziell kurioseste Buchtitel des Jahres ist Zehn Tipps, das Morden zu beenden und den Abwasch zu beginnen von Hallgrímur Helgason (Kristof Magnusson). Aus der Begründung der Jury (Luzia Braun, Bodo Mrozek und Eckart von Hirschhausen): „Der Titel nimmt die Diktion eines erfolgreichen Genres, des Ratgebers, auf, verknüpft dann aber auf gänzlich überraschende Weise die Themen Haushalt und Pazifismus und steckt gewissermaßen eine sprachliche Prilblume in die Pistolenmündung. Schwerter zu Abwaschbürsten!“

Ich mag den Titel auch gern, habe über das Buch ansonsten aber noch gar nichts gehört. Kennt es jemand? Soll ich es wunschzetteln?

Stefan Beuse …

… ist für ein paar Wochen im Prager Literaturhaus, als Ehren-Autor oder künstlerischer Vertreter der Stadt Hamburg oder Writer in Residence oder irgendwas in die Richtung. So ein Autoren-Aufenthaltsdingsbums halt. Jedenfalls bloggt er darüber, nämlich hier. Kann man gut lesen.

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