das ist ja auch irgendwie auf der Strecke geblieben, das Tagebuchbloggen, die Wochenrückblicke, die ich zugegebenermaßen von Anfang an nicht so irre konstant geschrieben habe, aber jetzt zuletzt ja gar nicht mehr.
Es gibt auch nicht so viel zu erzählen, denn ich bin mal wieder am Schreibtisch festgekettet. Ich lese keine Bücher und kaum Blogs, ich habe X Mails nicht beantwortet, ich habe schon gar keine Zeit, auszugehen oder Filme zu gucken, und ich komme mit dem nächsten Autorinneninterview überhaupt nicht weiter (sorry, Lisa!), ich bin, kann man zusammenfassend sagen, mal wieder ein unfassbar armes Häschen.
Jaja, schon gut. Ich übersetze ein absolut großartiges Buch, das ich sehr gerne mag und auf das ich mich schon freue. Also, darauf, dass es erscheint. Nur muss ich es dafür erstmal fertigmachen, und zwar, weil ich es so mag, besonders gründlich, und bin wie immer kurz vor Abgabe ein klitzekleines Bisschen dings. Außerdem gebe ich nämlich nächste Woche noch ein fünftägiges Seminar, das auch vorbereitet sein will. Danach weiter mit dem Buch, Abgabe Mitte Juni, dann gepflegter Zusammenbruch, dann irgendwann Schottland.
Wozu ich ebenfalls gar nicht komme, ist die Rubrik „anderswo“ – da liegt seit Wochen ein Entwurf mit soundsovielen Links in meinem Entwürfeordner, aber zum Teil habe ich die Artikel selbst noch gar nicht gelesen. Vielleicht sollte ich es einfach so raushauen, dann habt Ihr wenigstens anderswo was zu lesen, denn hier bleibt es jetzt möglicherweise noch ein paar Tage etwas stiller.
Natürlich habe ich mal wieder große Pläne für „danach“, wenn das Seminar vorbei und das Buch abgegeben ist, was ich dann alles schaffe! Die Besser ist das-Reihe weiterschreiben, tolle Sachen kochen, die Wohnung auf Vordermann bringen, jaja, in dieser Phase der Arbeit freue ich mich tatsächlich immer aufs Putzen, und dann soll außerdem Sommer sein, und ich will raus und dies und das und alles. Hach. Das wird schön! Aber erstmal:
Anscheinend sind hier gerade Interviewwochen – ich habe schon wieder Fragen beantwortet, diesmal für das wunder-wunderbare Blog Authors and Translators. Ich bin wirklich stolz, dort dabeizusein, denn das ist ein Blog, das Übersetzerinnen stolz macht: was uns da an geballter Wertschätzung entgegenschlägt, haben wir sonst nie. Und es stammt von denen, von denen wir es am nötigsten brauchen, von den Autoren. Hier geht’s zu meinem Interview.
Seit heute 2. Mai sind neue 5-Euro-Scheine im Umlauf. Wusste quasi kein Schwein, entsprechend gab es die ersten Unfälle – Kassierer haben sie nicht angenommen, und so weiter, kann man alles im Internet nachlesen. Damit sowas mit den neuen Geldautomaten nicht auch wieder passiert, führen Sascha Grammel und Josie hier mal vor, wie der neue interaktive Geldautomat funktioniert.
Oh, wie toll – ich habe Post bekommen! Mit gleich zwei Wortgeschenken von Frau Eimerchen.
Eimerchen hat nämlich neulich von ihrem Opa ein Wort geschenkt bekommen, beziehungsweise ein Wortpaar, oberschlächtig und unterschlächtig, das hat mir sehr gefallen. Als sie ihm ein Wort zurückschenken wollte, schlug ich ihr den Kleiekotzer vor, der mir neulich bei meiner spontanen Begeisterung für das Mehlsackmuseum begegnete. Andere Leser haben noch weitere Wörter beigesteuert. Dem Opa hat es gefallen, und vor lauter Wortgeschenkesuchen wollte Eimerchen dann ein paar Wörter an Leserinnen zurückschenken. Ich hatte Glück bei der Verlosung, und so habe ich heute eine sehr schöne Karte bekommen, mit einem selbstfotografierten Bild drauf und fehlerfrei in einer schönen Handschrift beschrieben (ich platze vor Neid, ich könnte im Leben nicht mehr so viel Text so schön schreiben, ohne mich dauernd zu verkrickeln). Ganz herzlichen Dank, Eimerchen, ich freu mich sehr!
Die beiden Wörter, die ich geschenkt bekommen habe, sind zwei schöne deutsche Wörter, die ins Hebräische ausgewandert sind, und die beide irgendwie gut zu mir passen:
Jetzt hat es mich auch noch erwischt – Adelhaid hat mich gebeten, diese Fragen zu beantworten, die alle anderen schon beantwortet haben.
Bloggerinnen-Typ:
Verblüffend konstant. Seit acht Jahren mit quasi keiner einzigen Pause – Anfangs habe ich im Urlaub nicht gebloggt, inzwischen klappt selbst das meistens, es gibt ja dann doch meist überall Internet. Ich glaube nicht, dass ich jemals länger als zwei Wochen nichts geschrieben habe.
Inhaltlich: Übersetzen, Vermischtes, Bücher, Privates, im Moment gerade Konsumverhalten.
Gerätschaften digital:
Kleines MacBook, schon einige Jahre alt. iPhone 3.
Das ist jetzt ein bisschen peinlich, aber: ich habe auch noch einen großen Mac für aufm Schreibtisch. Der ist seit Jahren quasi unbenutzt, aus dem einfachen Grund, dass ich keine Ahnung habe, wie man synchron auf zwei Rechnern arbeiten soll, ohne dass es im Chaos endet, weil das eine hier und das andere dort liegt und das eine aber nochmal überarbeitet wurde, das andere aber nicht, und das dritte sowieso noch nie dawar. Da wäre ruckzuck alles durcheinander, und ich hätte am Ende keinen Schimmer, was wo ist, und vor allem: was ich nun mit einem eventuellen neuen Rechner synchronisieren sollte.
Solange das Synchronisieren nicht mal mit dem iPhone funktioniert, kann ich halt nicht mit zwei Rechnern arbeiten. Und jetzt kommt mir nicht mit Dropbox. (Ich ahne, dass Ihr einen Haufen Vorschläge habt, von denen ich mit Mühe ein Drittel verstehen werde, und ich hab gerade sowas von keine Zeit.)
Gerätschaften analog:
Zum Bloggen jetzt? Äh, keine? Schreibtisch, Stuhl. Der blöde Stuhl (IKEA) ist schief geworden, also die Sitzfläche, ich brauche dringend einen neuen. Tipps nehme ich gerne. Darf hübsch aussehen und für Rückengeschädigte irgendwie gut sein.
Arbeitsweise:
Prokrastinatös.
Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?
WordPress, Google, Browser.
Wo sammelst du deine Blogideen?
In demselben Word-Dokument, in dem ich die längeren Texte vorschreibe, und das ich auch als Sicherheitskopie ansehe. Das wird natürlich immer länger, und wenn es ein paar hundert Seiten lang ist, fange ich ein neues an. Mir scheint, das ist alles eher primitiv, wie ich das so mache. Kürzere Sachen und Krimskrams schreibe ich direkt in WordPress.
Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?
Self control – ein kleines Programm, das einen für eine bestimmte Zeit nicht auf bestimmte Webseiten lässt. Man kann seine eigene Blacklist anlegen, beispielsweise Facebook und Twitter und die anderen Zeitfresser draufsetzen, und dann nützt auch Rebooten nichts, da kommt man dann halt nicht rein. Für eine Viertelstunde oder fünf Stunden oder wie lange auch immer man es einstellt.
Oder sogar Freedom, das sperrt einen für eine ebenfalls selbstgewählte Zeit gleich komplett aus dem Internet aus. (Kostet dummerweise inzwischen stolze 10,- $. Als ich es runtergeladen habe, war es noch kostenlos.)
Benutzt du eine To-Do List-App? Welche?
Teuxdeux. Finde ich hübsch. Allerdings wird das demnächst kostenpflichtig, was ich irgendwie einsehe, einerseits, andererseits habe ich aber keine Lust, das zu bezahlen. Werde dann wohl einfach wieder zu einer Worddatei zurückkehren. Oder zu Zetteln, da macht das Durchstreichen mehr Spaß.
Auf den Fragebögen anderer Leute habe ich noch ein paar Empfehlungen gesehen, habe aber gerade überhaupt keine Zeit, mir das alles anzugucken. Neulich kurz „remember the milk“ angeguckt, das fand ich nicht so schön.
Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?
Waschmaschine. Telefon ist mir, wie all den anderen, einigermaßen egal. (Okay, ich sehe ein, dass es manchmal ganz praktisch ist. Aber ich bin kein Fan davon.)
Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?
Schlafen.
Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?
Immer: Element of Crime. Aktuell dazugekommen: Once, Glen Hansard, Torpus and the Art Directors, Elbow. Aber meistens höre ich eher gar nichts, jedenfalls nicht, wenn ich tatsächlich Texte schreibe oder arbeite.
Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Nachtigall?
Ja, eindeutig. Solange ich nicht morgens irgendwas machen muss (aufstehen oder so), ist mir alles recht. Abends kann ich gut arbeiten, bis in die Nacht.
Eher introvertiert oder extrovertiert?
Extro. Ich rede dauernd, muss alles sofort irgendwem erzählen und bin generell eher eine Rampensau. (Wobei ich auch sehr gut die Klappe halten kann, wenn es sein muss.)