Besser ist das: Kleidung

Argh, Kleidung. Ganz schwieriges Thema. „Anständigere“ Kleidung zu finden, ist nämlich leider gar nicht so einfach.
Billige Kleidung geht einfach nicht, gerade ist in Bangladesh wieder eine Fabrik eingekracht, mindestens 82 400 1127 Tote, mindestens 800 2000 2438 Verletzte (aktuelle Zahlen aus Wikipedia). Produziert haben sie für Mango, Primark und Benetton, auf der Webseite stehen außerdem auch C&A, KIK und Wal-Mart. Das ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert, dass Leute ihr Leben verlieren, weil es keine Kontrollen für Gebäude und Fluchtwege und Arbeitsbedingungen und all das gibt. Es stürzen nicht immer gleich ganze Gebäude ein, meist ist es eher Feuer (112 Tote im Dezember, 300 im September).
Wir kennen die Berichte über die Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken in Bangladesh, Indien, Indonesien, China, um nur ein paar Länder zu nennen. Das ist alles nicht richtig, was da passiert, und ich möchte das nicht. Ich möchte nicht, dass Menschen knietief in Chemikalien waten, ich möchte nicht, dass sie Jeans sandstrahlen und mit 30 Jahren jämmerlich an ihrer Staublunge krepieren, ich möchte nicht, dass hunderte von Arbeitern verbrennen oder ersticken oder in Krankenhäuser müssen, weil es keine Fluchtwege und keine Lüftung gibt, und ich möchte nicht, dass ganze Fabriken einstürzen; und das alles verdammt noch mal nur deswegen, damit ich hier billige Klamotten kaufen kann, beziehungsweise damit ein Textilunternehmen sich die Taschen vollwirtschaftet. Denn das, was unter diesen Bedingungen produziert wird, ist nicht nur das, was später auch hier billig verkauft wird.

Aber. Problem (oder zumindest Thema) Nummer eins ist: wenn man „anständigere“ Kleidung kaufen möchte, geht es dann wirklich ein bisschen ans Geld. Bei Lebensmitteln (Fleisch, Gemüse, Kaffee und Schokolade) oder beim Bankkonto ist es – finde ich – eher eine Frage der Einstellung und des Wollens, aber spätestens bei Kleidung ist nicht mehr zu leugnen, dass anständigeres Konsumverhalten nur geht, wenn wir mehr zahlen. Natürlich sind die Sachen bei H&M, C&A, Zara, kik oder wiesiealleheißen wirklich billig. Allerdings sind sie auch wirklich billig, vieles geht ja schon nach dreimal Waschen kaputt, sodass man vielleicht besser gleich 30,- € für ein T-Shirt ausgibt als 15,- €, und es hält am Ende doppelt oder dreimal so lange. Aber auch die T-Shirts für 30,- € kommen im Zweifelsfall aus Bangladesh, und dass H&M jetzt eine „nachhaltigere“ Kollektion auf den Markt gebracht hat, ist vielleicht eine gute Idee, aber noch lange keine Lösung. Man kann es als Schritt in die richtige Richtung ansehen, aber ehrlich gesagt: der Schritt ist so dermaßen winzig, dass ich ihn nicht ernstnehmen kann. Das Bisschen mehr Nachhaltigkeit kann kein Grund sein, doch wieder zu H&M zu gehen. (Hier ein Artikel über den Nachhaltigkeitsbericht von H&M und noch was über ZARA, und hier noch einer im Tagesspiegel.)

Sonderbare Sache eigentlich, sich ein paar „nachhaltigere“ Teile in den Laden zu hängen, das denke ich auch immer, wenn ich das Gepa-Regal bei Edeka sehe: da haben wir in einem riesengroßen Laden ein paar vereinzelte Produkte mit dem Label „fair“. Im Falle des Gepa-Regals bei Edeka ist das Regal ungefähr einen Meter breit. Ein Regalmeter fair gehandelte Produkte auf mehreren hundert Quadratmetern Ladenfläche. Bei H&M dürften die Mengenverhältnisse ähnlich sein. Was das für alle anderen Produkte bedeutet – nämlich, dass da ziemlich sicher irgendwer in der Wertschöpfungskette verdammt unfair behandelt (sprich: ausgebeutet) wurde – darüber denkt keiner nach? Oder wie?
Egal, ich schweife ab. In Wahrheit glaube ich, dass man gar nicht so sehr viel mehr Geld für faire Kleidung ausgeben müsste, jedenfalls nicht mehr als für Kleidung von Peek und Cloppenburg oder so, wenn, ja, wenn da nicht …

… Problem Nummer zwei wäre: es gibt so wenig! Vielleicht habe ich es auch nur noch nicht gefunden, und dann freue ich mich sehr, wenn Ihr noch Tipps habt. Eine Zeitlang habe ich relativ viel bei Hess Natur gekauft. Die Kleidung dort ist zu 100% bio und fair, sie ist überhaupt nicht teurer als anderswo (abgesehen von den ganz billigen wie kik), die Qualität ist gut, das Design nun ja, nicht alles meins, aber gerade für Basics wie einfarbige T-Shirts und sowas wirklich wunderbar. Die Hosen sind mir natürlich zu kurz, wie überall.
Dummerweise wurde der Laden dann von einer Private Equity-Gesellschaft übernommen, über deren sonstige Verstrickungen in höchst unschöne Geschäftsbereiche man leider öffentlich nichts sagen darf, wenn ich das richtig verstanden habe. Mehr Informationen dazu gibt es hier. Kurzfassung: richtig guten Gewissens kann man da leider auch nicht mehr einkaufen. Und es macht mich un-fass-bar wütend. Wieso muss ein solches Unternehmen ausgerechnet den einen Laden kaufen, in dem man anständig gehandelte Kleidung kaufen konnte? Jaja, ist mir schon klar: um sich weißzuwaschen. Als würde das irgendwas nützen! Als würde es aus einer unangenehmen Gesellschaft eine angenehme machen, wenn sie *ein* kleines angenehmes Unternehmen im Portfolio hat! Wütend macht mich das, stocksauer! Ein Teil der verärgerten Kunden versucht gerade, Hess Natur in eine Genossenschaft zu überführen – mehr dazu gibt es hier, man kann dort auch Mitglied werden.
Aber der Teil der Kunden, der das alles nicht zufällig auf Facebook oder sonstwie im Internet mitbekommen hat, der kauft weiter guten Gewissens dort ein, logisch. Habe ich schon erwähnt, WIE WÜTEND MICH DAS MACHT? Rasend macht mich das!

Aber es gibt natürlich auch Alternativen. Ich mag zum Beispiel sehr gerne die Sachen von Grüne Erde. Dort gibt es allerdings nur Kleidung für Damen, keine Herren, keine Kinder, und die Kollektion ist eher klein. Und dummerweise auch eher für kleine Frauen gemacht, die Hosen sind mir allesamt zu kurz (und sitzen auch oben nicht so gut), die hübschen Wickeltops wickeln irgendwo unter den Achseln, aber die T-Shirts und Pullover sind wirklich super. Allerdings ist Grüne Erde vor allem ein Versandhandel, und Verpackungsmüll und Hin- und Hertransporte sind jetzt auch kein so unwichtiges Thema.
Ich verstehe auch nicht, wie andere Leute das machen, die quasi nur noch im Internet bestellen – mir passen die Sachen dann doch immer nicht, oder sie sitzen irgendwie komisch, oder sie fühlen sich anders an als ich dachte oder waren so fotografiert, dass ich falsche Vorstellungen hatte, oderoderoder. Wenn ich einmal im Jahr drauf reinfalle und doch noch mal ein Kleidungsstück im Internet bestelle, schicke ich es fast immer wieder zurück. Funktioniert bei mir einfach nicht, ich muss die Sachen anfassen und anprobieren.
Als Hamburgerin hat man im Fall von Grüne Erde das Glück, dass es auch einen Laden gibt (gleich gegenüber von Hess Natur, mitten in der City); dort kann man auch im Internet bestellte Ware (die nicht passt, q.e.d.) einfach zurückgeben, oder man lässt sie sich gleich dorthin schicken und probiert sie dort an. Was aber wahrscheinlich genauso viel Verpackungsmüll bedeutet.

Dann kenne ich in Hamburg noch Glore in der Marktstraße und Marlowe Nature im Grindelviertel, wo ich noch nie war. Biojeans gibt es von der Marke Kuyichi in mehreren Läden (beispielsweise bei Hardenberg). Ob Biokleidung dann auch fair gehandelt ist – keine Ahnung. Und das war’s dann leider schon. Eine Aufstellung von Läden für nachhaltige Mode im ganzen deutschsprachigen Raum gibt es bei Get Changed und bei Modeaffaire.

Online gibt es noch den Waschbär-Versand, bei dem ich tatsächlich erfolgreich ein Paar Schuhe gekauft habe, ausgerechnet, sonst noch nie was bestellt (weil erstens Bestellen sowieso doof ist und zweitens die Webseite nicht mein Geschmack). Bei Manomama ist von den Arbeitsbedingungen usw. wirklich alles supertoll, aber es gibt leider überhaupt keine Auswahl: eine Jeans (ihr ahnt es: zu kurz), ein Jeansrock, ein langärmliges T-Shirt, eine Jacke, das ist alles. Ich glaube allerdings, da soll demnächst mehr kommen. Aber halt: Bestellen. Internet, Teufelszeug.

Die andere Möglichkeit ist, auch Kleidung regional zu kaufen. Also solche, die in Deutschland produziert wird, und da fängt es dann erstens an, wirklich ins Geld zu gehen, und zweitens wächst hier, wenn man es genau nehmen will, gar keine Baumwolle. Konkreter gesagt: ich liebe, liebe, LIEBE die Kleider von Garment und Annette Rufeger. „Kleider“ im Sinne von „Kleidungsstücke“, ich mag dazu nicht „Klamotten“ sagen, dafür sind sie viel zu toll. Vor allem die Kleider, hihi. Beide nähen hier in Hamburg selbst, haben wunderschöne Stoffe und Schnitte, klassisch und elegant und trotzdem cool, detailverliebt, unglaublich tolle Qualität, die man sofort sieht, und die logischerweise auch ihren Preis hat. Was bedeutet, dass ich mir nur gelegentlich ein aktuelles Teil leiste, aber beim Schlussverkauf immer auf der Matte stehe. Keine Ahnung, wie lieb man solche Kundinnen hat, aber dafür mache ich auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit ungefragt Werbung. Übrigens sind Komplimente bei diesen Kleidern quasi mit eingebaut, das ist auch sehr schön. Und die Hosen machen sie einem im Zweifelsfall so lang, wie man sie braucht. Von dieser Sorte kleiner Design-Schneidereien gibt es in Städten wie Hamburg natürlich noch mehr (Hello!), in Kleinstädten dürfte es etwas schwieriger werden. Unter welchen Bedingungen die Rohmaterialien und Stoffe produziert werden, weiß ich nicht, aber immerhin wird beim Nähen niemand ausgebeutet. Ich habe wohl in den anderen Einträgen zum Thema schon oft genug die Wörter „Kompromisse“ und „Mittelwege“ verwendet, hm?

Wir halten fest: Es ist kompliziert. „Bei der Mode sind die Wertschöpfungsketten sehr komplex, vom Baumwollbauern über die Spinnerei bis hin zu Konfektionierern, Nähereien, Knopfherstellern oder Verpackungsfirmen“, sagt Holger Brackemann von der Stiftung Warentest im (oben bereits verlinkten) Tagesspiegel.
Auch schön: ein Artikel in der Süddeutschen mit der Überschrift Tipps zum Klamottenkauf: Fair einkaufen leicht gemacht, dessen zweite Seite dann plötzlich „Öko-Siegel führen in die Irre“ heißt und im wesentlichen aus der Information besteht, dass man den ganzen Bio- und Fair-Trade-Siegeln auch nicht gerade trauen kann. Na, schönen Dank. Aber lustig: es gibt da einen Link zu einem Browser-Plugin namens avoid, das dafür sorgt, dass bestimmte Produkte aus den Onlineshops großer Anbieter (z.B. Amazon, Zalando, Frontline, Google Shopping, Otto) einfach ausgeblendet werden.

Zum Schluss noch zwei Links: Clean Clothes Campaign und Aktiv gegen Kinderarbeit mit einer Bewertungsliste von Bekleidungsfirmen.

Ich freue mich sehr, wenn Ihr noch weitere Tipps habt. Nähenlernen ist keine Option, ich kann sowas wirklich nicht, keine Ahnung, keine Meinung, kein Konzept, und vor allem keine Geduld, und eigene Ideen schon gar nicht. (Und vielleicht auch keine Lust.)
Eigentlich ist es für mich nicht so schlimm, dass es so wenig Auswahl gibt. Ich verabscheue sogenanntes „Shoppen“ aus tiefstem Herzen, da kriege ich eh nach einem Laden die Krise; so habe ich jetzt drei-vier Geschäfte, in die ich immer mal reingucke, wenn ich gerade in der Nähe bin, und das reicht eigentlich. Aber ich bin überzeugt, dass in diesem viel zu langen Artikel trotzdem noch eine ganze Menge fehlt: schreibt es gern in die Kommentare.

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Dieser Artikel ist Teil einer Reihe über den Versuch, irgendwie anständiger zu konsumieren. Bisherige Teile:
1. Einleitung: Besser ist das
2. Fleisch
3. Gemüse
4. Schokolade und Kaffee
5. Zwischenbemerkung
6. Geld

54 Kommentare

  1. Steffen Freitag, 26. April 2013 um 22:54 Uhr [Link]

    Kleidung ist wirklich ein extrem schwieriges Thema. Teuer wäre ja O.K., wenn’s denn passen würde; gut aussehen soll’s ja auch.
    Nähen wäre toll, aber welchen Stoffen vertraut man und wo kriegt man die.
    Immerhin schmeiß ich inzwischen kaum etwas weg, bevor es nicht wirklich hin ist (aber ob ich je 5 Malerjeans brauche?).

  2. Frische Brise Freitag, 26. April 2013 um 23:09 Uhr [Link]

    Ja, schwieriges Thema. Von großen Größen mal ganz zu schweigen.

    Vor allem bei Kinderklamotten bin ich aber sehr für Second Hand. Die Sachen werden meist nur kurz getragen. So brauchen wir seltener zu den Modeketten gehen und umgehen damit so einige Probleme.

    • Isabel Bogdan Freitag, 26. April 2013 um 23:20 Uhr [Link]

      Ja, bei Kindern ist Second Hand bestimmt eine gute Idee. Sie wachsen ja eh schneller wieder raus, als man gucken kann. Ich hingegen gehe immer mal wieder in Second-hand-Läden rein, habe aber noch nie etwas gekauft. Aber ich bringe meine eigenen abgelegten Sachen zur „Deutschen Hilfsgemeinschaft“, da bekommt sie dann noch jemand, der sie brauchen kann. Schreibe ich dann nochmal im kommenden Kapitel über Müll.

  3. Fanny Freitag, 26. April 2013 um 23:12 Uhr [Link]

    Vor der Lektüre Deines Textes kannte ich nur armedangels und Hess Natur – hatte bei letzteren aber auch keine Ahnung, dass sie aufgekauft wurden.
    armedangels kommt aus Köln, ich weiß nicht, ob man das in Hamburg auch vor Ort irgendwo kaufen kann. Und sobald man ein bisschen recherchiert, ist armedangels auch nicht mehr so fair wie es zunächst klingt.
    American Apparel hatte ich kürzlich als eine Art Kompromiss für mich entdeckt, weil die in Amerika produzieren und die Arbeiter alle krankenversichert sind, usw., bis ich letzte Woche las, dass der CEO von AA sich damit brüstet, sexuelle Beziehungen zu seinen Mitarbeiterinnen zu haben, und es mehrere sexual harassment lawsuits gegen ihn gab/gibt.
    Und nun bin ich auch etwas ratlos.

    • Isabel Bogdan Freitag, 26. April 2013 um 23:18 Uhr [Link]

      Armedangels gibt es in Hamburg bei Glore. (Bei American apparel war ich zwei-drei mal drin und hatte den Eindruck, das sei ziemlicher Schrott. Aber stimmt ja vielleicht gar nicht. Ja, unangenehm, was Du da erzählst.)

  4. Maximilian Buddenbohm Samstag, 27. April 2013 um 06:17 Uhr [Link]

    Fair gehandelte (gehandelt, nicht hergestellt) Jeans bekommt man als Mann in Hamburg beim sowieso einzig wahren Herrenausstatter Policke in Sankt Georg. Zu noch moderaten Preisen.

  5. kleine fluchten Samstag, 27. April 2013 um 06:29 Uhr [Link]

    Und kommen dann noch zwei Kinder dazu, die wachsen wie Unkraut, Klamotten verschleißen und irgendwann auch in einem Alter sind, in dem die Peergroup den Trend bestimmt, dann wird das faire Klamottenkaufen schnell zum Grund für regelmäßige Verzweiflungsschübe, von der drohenden Komplettverarmung ganz zu schweigen…. Für mich ist die Lösung momentan, einfach viel, viel weniger zu kaufen als früher. Vieles nähe ich selbst (der Biostoffmarkt im Übrigen wächst gerade rasant, finde ich), besonders für mich, und finde tatsächlich auch online oft was beim Kleiderkreisel. Für meine Mädels sind Flohmärkte und Second Hand wahre Fundgruben – da steht auch noch meine Große drauf ;-) So bleiben die Sachen wenigstens so lange wie möglich genutzt und es müssen für uns deutlich weniger neue produziert werden. Ist das besser als nichts? *seufz*
    Das ist wirklich fast das schwierigste Thema von allen….
    LG Tina

  6. trippmadam Samstag, 27. April 2013 um 06:52 Uhr [Link]

    Danke für die Info über Hess Natur. Da habe ich früher gerne eingekauft. Hier in München gab es mal einen Laden mit Kleidung aus Indien und Pakistan, da bin ich lange mit blutendem Herzen vorbeigelaufen. Die Kleidung war schön, stand mir, passte mir, aber war so lächerlich billig, dass ein Kind hätte ausrechnen können, dass die Näherinnen/Stickerinnen an jedem Kleid nur Centbeträge verdienen konnten. Da konnte ich also mit guten Gewissen nicht einkaufen.
    Aber es ist auch immer eine zwiespältige Sache: was tun die, die sich fair produzierte und gehandelte Kleidung nicht leisten können?

    • Anne Dienstag, 30. April 2013 um 22:10 Uhr [Link]

    • Isabel Bogdan Dienstag, 30. April 2013 um 22:45 Uhr [Link]

      Danke! Da wird allerdings alles mögliche in einen Topf geworfen. Es fängt an mit vegetarischer Ernährung und der Frage, ob man sich Öko-Essen leisten kann, wenn man nicht so viel Geld hat, und diese Frage wird dann damit „beantwortet“, dass weniger betuchte Leute oft einen kleineren CO2-Fußabdruck haben. Was gar nicht die Frage war.
      Das finde ich ein bisschen wirr. Außerdem tut der Film genau das, was ich nicht richtig finde: er rechnet die Dinge gegeneinander auf. „Ich habe eine kleine Wohnung und fliege nicht in Urlaub, dafür darf ich Fleisch aus Massentierhaltung und Kleidung aus Bangladesh kaufen“, sowas finde ich nicht zielführend. Das kann jeder für sich so entscheiden, aber es quasi zu propagieren, finde ich zweifelhaft.

  7. Jenny Samstag, 27. April 2013 um 09:00 Uhr [Link]

    Ich hab keinen Tipp für dich (wir hatten die Unterhaltung ja schon mal), aber: Westernhagen-Zitat? Danke. Hat mich in nem Text, der nun wirklich nicht fröhlich ist, zum Lächeln gebracht.

    • Isabel Bogdan Samstag, 27. April 2013 um 09:28 Uhr [Link]

      Hihi, tschuldigung, das hat sich so aufgedrängt.

  8. Mama arbeitet Samstag, 27. April 2013 um 09:51 Uhr [Link]

    Das ist schwierig, ja – bei drei relativ kleinen Kindern und ganz wenig Geld (wir sind faktisch arm) komme ich nicht umhin, auf C&A und H&M zurückzugreifen, wenn ich etwas Neues brauche. Kik kommt mir nicht ins Haus, aber teuer kaufen geht einfach nicht.

    Ebenso wie Frischebrise wird bei uns viel Gebrauchtes getragen, die Kinder machen das zum Glück auch ohne Murren. Nähen kommt für mich auch nicht infrage, und für mich selbst bestelle ich gern im Internet, weil ich hier in der Provinz wohne und die Auswahl so beschränkt ist. Zugute halten darf ich mir, dass ich meine Klamotten sehr lange trage, teilweise über 10 Jahre, weil sie handverlesen sind und von guter Qualität (was nicht unbedingt teuer bedeutet).

  9. Peter Samstag, 27. April 2013 um 10:43 Uhr [Link]

    Ich mag ja die Klamotten von Muji sehr.
    Schöne, schlichte Sachen mit tollen Stoffen ohne Markenlogos etc.
    Kosten etwas mehr als man es vielleicht aus H&M-Zeiten gewohnt ist, aber mMn noch voll im Rahmen und so, dass ich gerne zuschlage.
    Soweit ich das bisher recherchieren konnte sind denen Nachhaltigkeit, Fairness, gute Stoffe, Recycling etc sehr wichtig. Verpackt wird in Zellophan, Einkaufstüten sind aus Papier. Ich weiß auch nicht genau warum, aber der Laden wirkt sehr sympathisch.
    Etwas ätzend ist die Lage des Shops (große Bleichen 31). Steht eben inmitten der ganzen Luxusläden. Ich komm mir da immer etwas doof vor, beim einkaufen :)

    • Isabel Bogdan Samstag, 27. April 2013 um 11:04 Uhr [Link]

      Hm, keine Ahnung, ich habe da jetzt mal ein bisschen im Onlineshop herumgeklickt – ein paar Sachen sind aus Biobaumwolle, ein paar sind in China hergestellt, was für mich erstmal verdächtig klingt. Und bei einigen Sachen steht nicht dabei, wo es herkommt. Ich gehe immer mal zu Muji rein und habe noch nie was gekauft; kommt mir vor, als wäre da immer unfassbar viel Plastik im Laden.

    • Peter Samstag, 27. April 2013 um 11:50 Uhr [Link]

      Kunststoff ist ja nicht per se böse. So wie Holz nicht per se super ist.
      Aber genau hab ich mich zu den verwendenten Materialien noch nicht informiert. Bisher nur so nett klingende Dinge wie:

      „Und so gibt es bei Muji Kerzen aus recyceltem Glas, Ordner aus alten Milchtüten und Papierkörbe, die einst Telefonbücher waren. Das japanische Label hat außerdem auch Kleidung, natürlich nur aus Organic, Rescued und Fairtrade Cotton.“

      gefunden. Ob das dann 100% dieser Materialien sind, weiß ich natürlich nicht. Mag einfach den Stil, die Haptik und eben das nicht mit Logos auf dem Produkten geprotzt wird und bin einfach froh für mich eine Alternative zu H&M gefunden zu haben.

    • Isabel Bogdan Samstag, 27. April 2013 um 12:02 Uhr [Link]

      Ah, danke, das war mir gar nicht klar. Bei Wikipedia steht nur was von „möglichst ressourcenschonend“, mehr nicht. Nochmal genauer gucken oder vielleicht mal im Laden nachfragen.

  10. Anke Samstag, 27. April 2013 um 11:04 Uhr [Link]

    Einfach weniger Klamotten kaufen…
    Ich mache das eher ungewollt, weil ich eine dermaßen besch… Figur habe, dass ich kaum etwas passendes finde (zu große Oberweite für eine zu kleine, mollige Figur, da gibt es praktisch NICHTS). Dankbar bin ich für die Marke Cecil, denn da passt die Größe L auch wie eine L, teilweise gibts auch was bei S.Oliver für mich.
    Aber um aufs Thema zu kommen: Ich komme sehr gut klar, meine Oberteile 5-6 Jahre lang zu tragen. Ich habe viele zeitlose Basics, die ich mit verschiedenen Boleros oder längeren leichten Strickjacken kombiniere. Die 3-4- Oberteile, die pro Jahr dann verwaschen aussehen, kaufe ich bei Cecil neu nach. Staunen tu ich über Damen vor mir an der Kasse, die armeweise Stapel von Sachen neu kaufen – vielleicht weil einfach eine neue Modefarbe angesagt ist (momentan Neon-Orange wie die Warnwesten von der Autopanne, gräss-lich!).
    Ich glaube nicht mal, dass es die Kinderkleidung ist, die das Treiben in Bangladesh verrückt macht, sondern dieser Massenzwang der 16-55+-jährigen, jeden Modetrend mitzumachen und sich pro Jahr mindestens 2x pro Jahr komplett neu einzukleiden, um „in“ zu sein.
    Wenn sich jede Dame vornehmen würde, pro Jahr halt nur 3-4 neue Teile zu kaufen, würde sich die Frage, wo ich das nun kaufe, gar nicht stellen.

    • Isabel Bogdan Samstag, 27. April 2013 um 11:19 Uhr [Link]

      S.Oliver produziert in genau den Ländern, wo die Bedingungen fürchterlich sind: Indien, Indonesien, Türkei, China und Bangladesh. Es gibt laut der Webseite keine konkreten Vorwürfe wegen Kinderarbeit, aber eben: Billige Kleidung aus Bangladesh. Man klicke den allerersten Link oben an unter „Fabrik eingekracht“.
      Ich finde das to-tal schwierig. Vielleicht geben sich diese Unternehmen wirklich Mühe, es anständig zu machen. Vielleicht auch nicht, vielleicht behaupten sie es auch nur. Ich misstraue inzwischen grundsätzlich diesen Großunternehmen, die in den entsprechenden Ländern produzieren lassen.

  11. Anke Samstag, 27. April 2013 um 12:31 Uhr [Link]

    Ich denke oft darüber nach, was die Frauen in Bangladesh machen, wenn diese Fabrike wegen unzureichender Arbeitsbedingungen schließen. Dann haben diese Frauen nicht mal mehr diesen Minimalerwerb.
    Dann kommt wahrscheinlich irgendein anderer Industriezweig dorthin und lässt dort billig produzieren, weil es ja dann wieder reichlich Billiglohnkräfte gibt, die händeringend Arbeit suchen.
    Letztlich ist dieses Problem wirklich nur dann zu lösen, wenn die reichen Industrieländer nachhaltiger in ihrem Konsumdenken agieren („weniger ist mehr“) statt nachhaltiger produzieren lassen.
    Deshalb habe ich absolut keine negativen Gedanken, wenn ich mir ein Teil von s.Oliver pro Jahr kaufe.
    Habe gerade mal in die Mini-Boden-Klamotten meiner Tochter geschaut: Herstellungsland bei 14 ihrer Kleidungsstücke: Portugal. Bei 3en steht Indien drin, bei 2en China. Jako-o hat kein Herstellungsland drinstehen.

  12. Frank Samstag, 27. April 2013 um 14:49 Uhr [Link]

    Maas Natur hat auch einige stationäre Läden (z.B. Grindelallee).

    • Isabel Bogdan Samstag, 27. April 2013 um 15:05 Uhr [Link]

      Ha, danke! Das kannte ich gar nicht. Muss ich mal hin. Link.

  13. Inge Lütt Samstag, 27. April 2013 um 21:21 Uhr [Link]

    Schuhe sind auch so ein Thema … Oder sie waren es, bis ich die „Waldviertler“ entdeckt habe. Die sehen zwar ein bisschen aus wie Birkenstöckel, aber der ganze Kram, den man in Sachen Arbeitnehmende-Rechte immer mal wieder so liest bei jener Firma, der ist bei dieser österreichischen Unternehmung wohl recht erfreulich. Und welche auf Lederschuhe spezialisierte Firma kommt schon auf die Idee, eine vegane Variante anzubieten? Mehr als nett ist auch die Zwillingslösung (2. Paar gratis) bei Kinderschuhen. Klick mal zu http://www.gea.at – ich trage deren Schuhe seit Jahren, sie sind sehr haltbar, sehr gut gearbeitet und ihren Preis wirklich wert.

    • Isabel Bogdan Samstag, 27. April 2013 um 21:48 Uhr [Link]

      Schuhe sind ein superspezialblödes Mistthema, weil ich superspezialblöde Mistfüße habe und ohne Einlagen gar nichts mehr geht, keinen Schritt.
      Aber danke für den Hinweis! Gea gibts tatsächlich auch in Hamburg, und teilweise haben sie wohl herausnehmbare Fußbetten, sodass ich meine Einlagen da reinkriege.
      (Drei Hochzeiten im Juni, Kleider in allen Schickheitsgraden kein Problem, aber Schuhe, was für Schuhe soll ich denn anziehen? Mal wieder zu Schockmann, hm? Da gibt es auf jeden Fall Schuhe für superspezialblöde Mistfüße, und teilweise sind sie auch ansonsten noch ökologisch und sozial korrekt. Gehe eigentlich gar nicht mehr woanders hin.)

    • Inge Lütt Samstag, 27. April 2013 um 22:11 Uhr [Link]

      Meine Füße sind prima. Okay, Knick-Spreiz-Senk, aber je nun. Das Hauptproblem ist ein schiefstehender Wirbel im Lendenbereich. Seit ich Waldviertler trage, habe ich praktisch keine Rückenschmerzen mehr.

  14. Feathers McGraw Samstag, 27. April 2013 um 21:58 Uhr [Link]

    Ich bin ja in London, und hab daher mal hier etwas rumgegooglet – da bin ich als erstes ueber http://www.guardian.co.uk/lifeandstyle/page/2008/jul/10/14 gestolpert, da ist, wenn man denn Internetbestellen moechte, vielleicht auch die eine oder andere gute idee dabei. Bambusunterwaesche zum Beispiel hab ich schon welche, die ist wirklich sehr schoen (fuehlt sich so richtig Microfaser an) – und BAM retten fuer jede Onlinebestellung 10 qm Regenwald, das ist ja auch mal ne Idee. Aber guenstig ist das halt wirklich nicht so (wobei bei mir alles gut haelt…)

  15. Feathers McGraw Sonntag, 28. April 2013 um 01:50 Uhr [Link]

    ach jetzt hab ich mich mal etwas durchgeklickt (ich gestehe: nur durch den menswear teil, von womenswear hab ich nicht so ahnung) und es gibt da eine handvoll firmen die ich nicht nur langweiliges zeugs machen:

    kannte ich schon:
    kuyichi ( http://www.kuyichi.com ) (was wie ein japanischer schreibfehler aussieht) – die machen bio-jeans, und in hamburg gibts die auch
    edun ( http://www.edun.com ) – ist am ehesten hier „high fashion“ – kostet aber auch entsprechend. von denen hab ich aber auch was kleines und das ist toll, ist am ehesten mein persoenlicher geschmack. Gibts anscheinend nicht in HH (was ich mir schwer vorstellen kann, online sind die gefuehlt inzwischen in jedem shop)
    Bam ( http://www.bambooclothing.co.uk/ ) das sind die mit der unterwaesche/den basics die ich bereits erwaehnte
    Patagonia ( http://www.patagonia.com ) – wobei ich bei denen nicht wusste dass die bio sein sollen. klingt auf der website aber gut (sind aber ziemlich outdoorsig vom ansatz)

    dann gabs da auf der liste noch marken die ich nicht kannte. hier sind die, deren link noch funktioniert und deren website/klamotten mir nicht traenen in die augen getrieben hat:

    als erstes die die ich mir persoenlich vorgemerkt habe:
    http://www.braintreeclothing.com
    http://www.finisterreuk.com
    http://www.peopletree.co.uk

    und dann gabs noch die, die auch nicht schlecht aussahen:
    http://www.howies.co.uk
    http://izzylane.bigcartel.com
    http://www.komodo.co.uk
    http://www.organicstereo.com
    http://www.rapanuiclothing.com/
    http://www.untouchedworld.co.uk/
    http://www.frankandfaith.com

    wieviel bio da aber jeweils wirklich dahintersteckt kann ich leider gar nicht sagen. ich hoffe das hilft aber schonmal als erster ansatzpunkt zur evtl weitferuehrenden recherche.

    • Isabel Bogdan Sonntag, 28. April 2013 um 09:20 Uhr [Link]

      Wow, danke, das sieht ja richtig nach Arbeit aus! Kuyichi gibt in Hamburg aus (und ja, ich denke auch immer, das muss ein japanischer Schreibfehler sein). Ich habe zwei Jeans von denen, der Mann eine, die sind super. Und lang!
      Edun gibt es bei online unique nature und in anderen Onlineshops. (Das gehört ja Bono, dem alten Gutmenschen, hihi.)
      Tatsächliche Läden, wo man was anfassen und anprobieren könnte, gibt es wohl auch, auf die Schnelle finde ich Organicc in Frankfurt.

  16. Alexandra Sonntag, 28. April 2013 um 09:44 Uhr [Link]

    Hallo,
    ein empfehlenswertes und sehr hilfreiches Blog zum Thema: http://www.kirstenbrodde.de/ . Seine Blogroll, Linkliste und vor allen Dingen die „Grünen Listen“ zu Herstellern, Läden etc. sind prima zur Orientierung!

    Beste Grüße!

    • Isabel Bogdan Sonntag, 28. April 2013 um 10:28 Uhr [Link]

      Ah, danke! Das Blog kannte ich schon mal, hatte das jetzt aber wieder ganz vergessen – und da lese ich gleich, dass es gegenüber dem neuen Glore-Laden jetzt noch einen weiteren Lade für grüne Mode geben soll, seit genau acht Tagen: Stadtgrün. Grün, fair, veggie. Nix wie hin, im neuen Glore war ich auch noch nicht, und außerdem ist Garment da auch quasi nebenan. Dummerweise brauche ich gerade rein gar nichts.

  17. Wibke Sonntag, 28. April 2013 um 10:15 Uhr [Link]

    Kinderkleidung finde ich ja oft noch schwieriger, weil wie schon erwähnt viele Hersteller nur Erwachsenensachen machen. Für meine noch relativ kleine Tochter ist momentan tatsächlich Dawanda der gute Kompromiss, da weiss ich wenigstens, das jemand das Teil in Deutschland oder anderswo in Europa zu Bedingungen genäht hat, die er selbst gestellt hat. Das ist natürlich wieder, wie Isa sagt, Internet & böse (aber zumindest ohne Leiharbeiter, die zu menschenverachtenden Bedingungen arbeiten), aber wer zum Beispiel in Berlin wohnt, dürfte eine ganze Menge der kleinen Labels, die über Dawanda verkaufen, vor der Haustür haben. Ich selbst habe auch ein paar Teile von Dawanda, die Auswahl ist so gross, dass für jeden was dabei sein dürfte. Natürlich muss man sich jeden Anbieter angucken, es gibt ein paar, die auch schon wieder Zweifel aufkommen lassen… Und wo die Stoffe herkommen, aus denen die Kleider genäht werden, ist ja auch noch eine Frage, die hier auch schon aufgeworfen wurde. Aber ich finde es trotzdem schon mal eine Erleichterung zu wissen, dass der Pulli meiner Tochter von der Person genäht wurde, mit der ich das in mehreren Emails abgesprochen habe, und nicht von einem Kind irgendwo in Asien, das kaum älter ist, als sie selbst…

  18. Frank Sonntag, 28. April 2013 um 10:34 Uhr [Link]

    Der Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft e. V. bietet noch eine ganz nützliche Seite mit Bezugsquellen, wo man Naturtextilien kaufen kann (Ladengeschäfte und Versandhandel): http://www.naturtextil.de/verbraucher/bezugsquellen.html

    • Isabel Bogdan Sonntag, 28. April 2013 um 11:08 Uhr [Link]

      Oh, super, vielen Dank! Hess natur, Grüne Erde und glore fehlen da, dafür stehen andere drin, von denen ich noch nichts gehört hatte. Sehr schön, dass man da nach Postleitzahlenbereich suchen kann, das ist schön übersichtlich.

    • Frank Sonntag, 28. April 2013 um 11:54 Uhr [Link]

      Vielleicht sind das keine IVN-Mitglieder?

    • Isabel Bogdan Sonntag, 28. April 2013 um 11:58 Uhr [Link]

      Ah, das kann natürlich sein.

  19. alasKAgirl Montag, 29. April 2013 um 13:14 Uhr [Link]

    Ich habe mal im Fernsehen einen Beitrag gesehen, wo ein indischer Hersteller gezeigt wurde, der in seinem Betrieb faire Bedingungen hatte. Z.B. waren seine Näherinnen alle krankenversichert. Er produziert nur für den indischen Markt, da die westlichen Firmen die dadurch höheren Produktionskosten nicht zahlen wollen. Er sagte, seine Kleidung koste 10% mehr. Da hat es mich fast aus den Socken gehauen. T-Shirt kosten und Jeans kosten in der Herstellung vielleicht ein paar Euro (ein KiK-T-Shirt eher ein paar cents). 10% davon sind centbeträge. Bei einem T-Shirt was am Ende für 40 Euro im Laden liegt, kann es doch wirklich nicht viel Unterschied machen, ob es 50 cent mehr oder weniger in der Herstellung gekostet hat, bzw. wäre ich gerne bereit die 50 cent mehr zu bezahlen.

  20. Christina Montag, 29. April 2013 um 22:35 Uhr [Link]

    Hallo Isabel,

    da es noch keiner geschrieben hat, möchte ich es erwähnen, bei Sportsachen gibt es noch TRIGEMA, die sogar komplett in Deutschland produzieren. Wir haben hier ein Outlet in der Nähe, aber auch dort sind die Sachen nicht ganz billig, aber von sehr guter Qualität, und sie werben eben auch damit, das sie in Deutschland produzieren, und man hat wirklich ein gutes Gefühl beim Einkaufen :o)

    Außerdem gibt es Shirts in sovielen verschiedenen Größen dort, das ich wirklich erstaunt war.
    Für unsere Kinder hab ich immer gern Lemmi gekauft, die auch ein Outlet hier (Nordhessen) haben. Leider habe ich gehört, das es demnächst geschlossen wird oder schon wurde? weil sich die Produktion in Deutschland nicht mehr lohnt. SCHADE.
    Liebe Grüße

  21. Isabel Bogdan Mittwoch, 1. Mai 2013 um 20:47 Uhr [Link]

    Gerade drüber gestolpert, noch nicht wirklich angeguckt: die Kampagne für saubere Kleidung. Scheint sowas wie der deutsche Ableger der Clean Clothes Campaign zu sein.

  22. Woanders – Der Wirtschaftsteil | Herzdamengeschichten Donnerstag, 2. Mai 2013 um 07:07 Uhr [Link]

    [...] aktuellen Unglücks wieder durch die Presse gingen. In diesem Zusammenhang auch längeres Nachdenken zum Thema Kleiderkauf bei Isabel Bogdan, die die Schwierigkeiten aus Konsumentensicht nachvollziehbar zusammenfasst. Bei dem Artikel sind [...]

  23. Der Wirtschaftsteil | GLS Bank-Blog: Geld ist für die Menschen da! Donnerstag, 2. Mai 2013 um 07:09 Uhr [Link]

    [...] eines aktuellen Unglücks wieder durch die Presse gingen. In diesem Zusammenhang auch längeres Nachdenken zum Thema Kleiderkauf bei Isabel Bogdan, die die Schwierigkeiten aus Konsumentensicht nachvollziehbar zusammenfasst. Bei dem Artikel sind [...]

  24. Petra Donnerstag, 2. Mai 2013 um 08:46 Uhr [Link]

    Schade, dass Du den OttoVersand gleich ausschließt….
    Ware mit AJC/Arizona, H.I.S. und Boysen’s auf dem Label sind Hausmarken, die unter den Bedingungen der OttoGroup gefertigt werden, einige davon in Bio-Qualität. Otto und die anderen Versender der Gruppe haben Mitarbeiter vor Ort, die Fabriken überprüfen. Übrigens zahlt der (ominöse gesichtslose) Kunde gern ein bisschen weniger, möglichst nichts und beklagt sich über Versandkosten. Wobei wir dann beim Boten wären, der uns ja sooo leid tut, aber die Kosten soll der bitte der Versender tragen
    „GoogleShopping“ auszublenden ist ein bisschen unnötig, handelt es sich doch auch hier lediglich um eine Suchmaschine, die zu anderen Shops hinleitet.
    Leider ist ja auch „teuer“ kein Qualitätsmerkmal. Sämtliche Sportfirmen wie Adidas oder Nike lassen im asiatischen Raum produzieren. Und das ärgert mich am meisten.
    @Anke… Ich kenne Dein Problem nur zu gut. Größere Kleidung ist gern mal länger geschnitten, aber nur unten. Von der Schulternaht bis zur Taille wird meist ein große Oberweite nicht mit berechnet. Versuche es doch mal mit Sheego. Oder bei Land’s End.

  25. Christian Donnerstag, 2. Mai 2013 um 09:25 Uhr [Link]

    Ich habe da noch einen Tipp – wenn auch wieder online-Versandhandel – nämlich Avocado:
    http://www.avocadostore.de/c/24-damenmode-kleider
    „Bio“ und „Eco“ soll da alles sein. Die Fairness ist sehr stark vom einzelnen Anbieter abhängig.

    GEA wurde ja schon in einem anderen Kommentar erwähnt. Dort gefallen mir – anderes Thema – vor allem auch die Möbel. Habe selber ein Bett von denen.

    Bei den Muji-Klamotten habe ich im Laden in Berlin für mich noch nie etwas wirklich schönes gefunden. Die Stoffe/Materialien sehen immer sehr gut aus, die Schnitte passen eher weniger.

    Christian

    • Isabel Bogdan Donnerstag, 2. Mai 2013 um 13:47 Uhr [Link]

      Danke, kannte ich auch nicht!

  26. esther Donnerstag, 2. Mai 2013 um 13:40 Uhr [Link]

    blöd irgendwie ist mein Kommentar verschwunden, dann nochmal: zu Kuyichi: super Marke, die trage ich auch total gerne. Wusstest du das es eine niederländische Firma ist, also, zumindest ursprünglich. Und zwar arbeiten die nicht nur nachhaltig, sondern auch fair. Und außer Jeans haben sie auch noch andere Klamotten, aber das ist wohl eher geschmackssache. Ach ja und zur Name: das kommt wohl von einem peruanischem (?) Regenbogengott.
    Esther

    • Isabel Bogdan Donnerstag, 2. Mai 2013 um 13:45 Uhr [Link]

      Huch, den Kommentar habe ich nicht gesehen, also auch nicht per Mail bekommen, wie sonst alle Kommentare. Danke! Nee, wusste ich nicht, ich alte Japanologin denke immer nur, dass es doch bestimmt eigentlich kyuichi heißen müsste. Hihi.

      Hier ist der Link zu Kuyichi.

  27. daniela Freitag, 3. Mai 2013 um 10:12 Uhr [Link]

    Ein Tipp für die Hamburger: https://www.gudrunsjoeden.de/
    Teile der Kollektion sind aus Biobaumwolle. Und manche Modelle sind sehr oversized und lässig.
    Und: es ist nicht alles bunt und schrill und hippiemäßig dort, sondern es gibt klassische Modelle, die auch in der Werbeagentur durchgehen ;-)
    Die Firma scheint mir sehr bewußt zu handeln, Ethik ist kein Fremdwort.

    Heß Natur hab ich vor Jahren (noch vor dem Verkauf) abgelegt, weil die meisten Teile aus China kamen und aus konventionell gefertigter Baumwolle gefertigt waren. Man muss leider auch bei Ökotextilfirmen immer die Labels checken.

    Bei Schuhen bin ich ein absoluter GEA-Fan. Tolles Produkt und tolle Firma. Rebellen in Österreich. Kriegen dafür jeden Stein in den Weg gelegt, der nur möglich ist.

    daniela

  28. dasnuf Freitag, 3. Mai 2013 um 17:34 Uhr [Link]

    Ich hab meinen halben Kleiderschrank in der Zwischenzeit von hier -> http://jekyllundkleid.de/
    Über den Ursprung der Stoffe kann ich nichts sagen. Genäht wird an zwei Standorten in Berlin. Allein das finde ich unterstützenswert.

    • Isabel Bogdan Freitag, 3. Mai 2013 um 21:32 Uhr [Link]

      Schaaaaatz, wir müssen nach Berlin! Schnell! Die sind ja wundervoll, danke!

  29. bele Samstag, 11. Mai 2013 um 22:40 Uhr [Link]

    Läßt Gudrun Sjoeden nicht auch nahezu alles in China produzieren? Zumindest steht es so auf den Etiketten…
    Für die Kinder mag ich (wenn es mal was besonderes und nicht second-hand sein soll) die Sachen von Imps & Elfs. Allerdings nur, wenn sie reduziert sind. Für mich auch mal was von Lanius.

    • Isabel Bogdan Samstag, 11. Mai 2013 um 23:08 Uhr [Link]

      Ja, das ist ja öfter das Problem – Kleidung aus Biobaumwolle, die aber in China gefertigt wird, oder sie wird hier genäht, aber man weiß nicht, woher das Material kommt. Es ist einfach furchtbar unübersichtlich.
      Lanius sieht gut aus, danke für den Tipp! Kannte ich gar nicht. Auf der Webseite unter „stores“ kann man Läden in der Nähe suchen, in Hamburg sind das gleich mehrere.

  30. Frank Donnerstag, 30. Mai 2013 um 18:29 Uhr [Link]

    Gerade frisch reingekommen: „Shoppen mit gutem Gewissen“ in der Zeit
    http://www.zeit.de/lebensart/mode/2013-05/faire-mode

  31. Sandeep Johal Sonntag, 25. August 2013 um 16:08 Uhr [Link]

    Hallo
    also ich vertreibe in meinen Onlineshops Bilasari zum Beispiel Schals und Armbänder mit Geldfach als Bekleidung und arbeite nur mit indischen Kleinbetrieben zusammen, kann aber zum Beispiel jetzt kein Fair Trade Label liefern, weil das auch Gebühren kostet. Also bei Onlineshops kann man ja direkt nachfragen

  32. Buy local: Annette Rufeger Sonntag, 6. Oktober 2013 um 00:02 Uhr [Link]

    […] einem halben Jahr schrieb ich hier über die Schwierigkeiten, ethisch und moralisch anständige Kleidung zu kaufen. Die […]

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