Ein Gedicht, ein Gedicht!

Hallo Schatz
wie geht es dir heute
mein Name ist Geschenk,
um mir eine Freude zu kontaktieren
Sie bitte ich werde wie Sie,
um mich zurück in meine E-Mail
zu schreiben,
so dass ich Ihnen mehr über mich
selbst erklären,
für Sie zu wissen,
wem ich bin,
ich hoffe auf Ihre Antwort
erhalten

Das ist vielleicht die poetischste Mail, die ich je erhielt. Danke, Rabia.
Man möchte glatt ein Glanzbild drunterkleben.

„Wir haben ein Loch in den Himmel gebrannt“

Schreiben über den Krieg – die Übersetzerinnen Joachim Bartholomae, Ingo Herzke und Ulrike Schimming über A.L. Kennedy, Klaus Mann und Renata Viganò

Lesung und Gespräch

Über Hamburg wird ein Bomber der Royal Air Force abgeschossen, und der Heckschütze gerät in Kriegsgefangenschaft, in Italien kämpft die Bäuerin Agnese gegen deutsche Besatzer und italienische Faschisten, ein Militärkaplan versucht vergeblich, zwischen den Fronten zu vermitteln, und löst damit eine Katastrophe aus.

Aus Anlass des siebzigsten Jahrestags der Befreiung am 8. Mai stellen drei Hamburger Übersetzer Texte vor, die sich mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs befassen: Renata Viganòs Roman „Agnese geht in den Tod“, der in Italien zum Schulkanon gehört, erschien auf Deutsch erstmals 1951 im Verlag Volk und Welt und wurde nun von Ulrike Schimming für die edition fünf überarbeitet – eine Editionsgeschichte, von der die Übersetzerin Erstaunliches zu berichten weiß.
Klaus Manns Drehbuch „Der Kaplan“, das in den Film Paisà von Roberto Rossellini einfließen sollte, wurde in dieser Form nie umgesetzt – der Übersetzer und Verleger des Männerschwarm Verlags Joachim Bartholomae spricht über die Hintergründe dieses Projekts und die besondere Herausforderung, einen Autor, der im Exil die Sprache wechselte, ins Deutsche zurückzuholen.
Die schottische Autorin A.L. Kennedy schickt ihren Protagonisten Alfred Day vier Jahre nach Kriegsende erneut nach Deutschland, wiederum in ein Lager, diesmal aber als Komparsen zu den Dreharbeiten für einen Kriegsfilm. Verschlungen, verschachtelt, verspielt und zugleich unverhohlen grausam – funktioniert das auch auf Deutsch?, war eine der Fragen, die sich Ingo Herzke bei der Übersetzung zu stellen hatte.

Wie politisch ist Übersetzung? Mit welchen Mitteln nähern sich die Autoren dem Zweiten Weltkrieg? Die Übersetzer lesen, diskutieren und beantworten Fragen.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V., Buchhandlung Christiansen und (p)ostkarte(ll) e.V., gefördert durch die Robert Bosch Stiftung und die Kulturbehörde Hamburg

Dienstag | 28. April 2015 | 20 Uhr
Ort: Christianskirche | Ottenser Marktplatz 6 | 22765 Hamburg
Eintritt 5 Euro

*seufz*

Ja, früher™ habe ich mal gebloggt. Manchmal täglich, manchmal alle paar Tage. Das war schön. Fand ich.
Irgendwie kriege ich es gerade nicht auf die Reihe. Kleine Ideen werden auf Facebook verballert, für größere habe ich das Gefühl, keine Zeit zu haben. Immer wieder nehme ich mir vor, dass es doch gehen muss, das bisschen Bloggen kann doch nicht so schwer sein, du meine Güte, ich mache das seit zehn Jahren, ich weiß doch, wie es geht.
Im Moment ist viel Kleinkram. Neben der *eigentlichen* Arbeit (die da gerade ist: den Pfau überarbeiten) kommt zusätzliche Arbeit für wasmachendieda auf uns zu, ich gebe eine Anthologie mit 15 Beiträgen heraus, und ich bereite ein 5-tägiges Seminar vor (26 Bewerbungen auf 12 Plätze), das alles zusammen fühlt sich an wie einen Sack Flöhe hüten. Ein Autor braucht Bedenkzeit, eine springt ab, eine Seminarbewerberin kann doch nicht, wir müssen einen Nachrücker aussuchen, die Termine funktionieren nicht, weil [noch geheim], ich muss zur Physiotherapie, ein Anthologieautor hatte schon abgesagt, will jetzt aber doch, einer hält den Abgabetermin nicht ein, die nächste Seminarbewerberin fragt, ob sie den Text nochmal nachbessern darf, ich habe eine Woche Nichtenbesuch, was natürlich super ist; dazu hier Termine, dort Rücksprache halten, da organisieren, jenes verschieben, und die Mail an Dings muss ja auch noch, und habe ich jetzt eigentlich X gefragt, ob Y, und Z Bescheid gesagt, dass *blubb*?
Lauter tolle Projekte, aber nebenbei noch Bloggen kriege ich irgendwie nicht recht auf die Reihe. Morgen fahre ich nach Berlin zu einem Seminar für Seminarleiter, dann bin ich also auch schon wieder unterwegs. Aber Ihr sollt wenigstens ein bisschen Pausenmusik haben! Ansonsten gelobe ich mal wieder Besserung, das kennt Ihr ja schon.