Was machen die da? Johannes Korten

Damit habt Ihr längst gerechnet, hm? Hier ist es: Das Interview mit unserem Blogsponsor. Seit dem Start von „Was machen die da“ bekommen wir eine kleine Unterstützung von der GLS Bank. Das ist aus vielen Gründen super, unter anderem deswegen, weil wir die Bank sowieso toll finden. Warum, habe ich vor einer Weile hier aufgeschrieben.
Unser Kontaktmann zur Bank ist Johannes Korten, der dort Online-Redakteur und Markencoach ist und uns erzählt hat, was das eigentlich bedeutet. Sehr spannend! Privat bloggt Johannes hier. Und zum Interview geht es hier.

Und so sehen Banker aus:

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Neuerscheinung: Jasper Fforde, Die letzte Drachentöterin

Es begab sich aber vor einer Zeit, genauer gesagt: vor viereinhalb Jahren, dass mich ein Lektor anrief, den ich flüchtig kannte. Er lese mein Blog, sagte er, und er habe da ein Buch zu übersetzen, von dem er meint, es müsse was für mich sein, es handle sich um ein Jugendbuch mit Zauberei und so. Mein lieber freundlicher Mensch, dachte ich, wenn Du mein Blog läsest, könntest Du wissen, dass Jugendbücher mit Zauberei ungefähr das letzte sind, was mich literarisch interessiert. Aber es war der Eichborn-Verlag, für den ich noch nicht gearbeitet hatte, und der nette Lektor, für den ich noch nicht gearbeitet, von dem ich aber nur Gutes gehört hatte, und es war Jasper Fforde. Also sagte ich: Schick mal, ich guck mal rein. Nicht glaubend, dass das wirklich was für mich sein könnte.

7a1821a42699626fUnd dann habe ich beim Übersetzen dauernd gelacht und mich gefreut und mich immer mehr für dieses Buch begeistert. Das ist eine wirklich tolle Geschichte, und wo besagter Lektor auf jeden Fall goldrichtig lag: Genau mein Humor. Es geht um Jennifer Strange, die die Zaubereiagentur Kazam leitet, in der die Zauberer auch alle wohnen. Die Zauberei geht insgesamt in unserer heutigen modernen Welt ja stark zurück, man braucht sie kaum noch, wir haben ja die moderne Technik, aber es ist auch so, dass die Kraft der Magie einfach insgesamt stark gesunken ist. Einstmals mächtige Zauberer können nur noch irgendwas, etwa eine Tüte Chips zum Platzen bringen, ohne sie anzufassen, aber das nutzt halt niemandem etwas. Oder: Es gibt bei Kazam zwei Leute, die Teppiche fliegen können. Das Luftfahrtministerium hat aber aus Sicherheitsgründen die Personenbeförderung mit Teppichen untersagt, sodass den beiden Teppichfliegern jetzt nichts anderes übrig bleibt, als Pizza auszuliefern.
Und so weiter. Ganz, ganz großer Spaß. Und ziemlich klug noch dazu.
Ich habe das also mit großer Begeisterung übersetzt, habe abgegeben, als eine der letzten noch Geld vom insolventen Verlag bekommen, und dann war Eichborn pleite. Und es dauerte und dauerte, bis sie schließlich von Lübbe übernommen wurden, und dann dauerte es nochmal, und jetzt, nicht mal vier Jahre nachdem ich abgegeben habe, ist es also endlich da, beim Lübbe-Jugendbuchableger „one“.
Warnung: Es handelt sich um den ersten Band einer Trilogie. Da kommt also noch was nach. (Allerdings nicht von mir übersetzt.)

Jasper Fforde: Die letzte Drachentöterin. Lübbe one, 252 Seiten, 14,99 €.
Als E-Book 11,99 €.

Service für Google-Suchende

Folgende Suchanfragen führten in letzter Zeit auf dieses Blog, und weil es ein kundenorientiertes Serviceblog ist, antworte ich natürlich gern.

okay google wie kriegt man den alex mal ruhig
Ich habe, wenn Leute die Klappe nicht halten, ganz gute Erfahrungen damit gemacht, einfach selbst furchtbar viel zu reden.
Oh. Moment.

ist ein fußbad bei einer medizinischen fußpflege wichtig
Ja. Vor allem für die Fußpflegerin.

wer ist denn hier kitzlig
Ich. Und es gibt wenig, was ich mehr hasse, als gekitzelt zu werden. Wenn man mich in unter einer Sekunde auf Hundertachtzig bringen will, muss man mich kitzeln, ich werde instantan wirklich, wirklich richtig ernsthaft wütend. Probiert es bloß nicht aus.

wie viel geld verdient man wenn man ein buch schreibt
Unmengen. Doch, ehrlich!

mama wie heißt das ding noch mal
Das Ding heißt, na, hier, ich komm gleich drauf. Frag am besten Mama.

ich so ja mein leben so nö
Ich so tja mein Leben so was Isa sagt.

nachbar Sohn hat großen penis

Anderswo – Das Feuilleton

- ReLü, die Rezensionszeitschrift für Übersetzungen, hat mit der wirklich wundervollen Bärbel Flad gesprochen, die jahrzehntelang Lektorin bei KiWi war und die tollsten Autoren und Übersetzerinnen betreut hat. Und das teilweise immer noch tut. Außerdem gibt sie großartige Übersetzerseminare.

- Der Montaigne-Übersetzer Hans Stilett ist gestorben. Hier ein Nachruf in der Welt.

- Auch Assia Djebar ist gestorben. Lange her, dass ich etwas von ihr gelesen habe.

- Der kleine Prinz ist gemeinfrei geworden, und prompt gibt es eine Flut von Neuübersetzungen. Felicitas von Lovenberg schreibt in der FAZ darüber. Ich weiß nicht, was ich mit einem so ikonischen Satz wie „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ machen würde. Zumal dann, wenn er so wunderbar übersetzt ist. Es ist ja schlechterdings unmöglich, ihn unbefangen und unvoreingenommen einfach so zu übersetzen, wie es sich im eigenen Textfluss gerade ergibt.

- Lektorin Katharina Raabe spricht über die Ménage à trois zwischen Autor, Lektor und Übersetzer, über verschiedene Möglichkeiten, wie es laufen kann, und kommt zu einigen Erkenntnissen.

- Die Buchbranche sucht einen Bestseller-Nachfolger für „Darm mit Charme“. So ähnlich muss diese Suche ablaufen, bestimmt.

- WELTNEUIGKEIT: Man kann auch Bücher wegwerfen. Doch, ehrlich.

- Und wenn ich demnächst mal schlechte Laune habe, lasse ich sie mir von Karen Köhler und Nina Lauterbach in wenigen Sekunden wegzaubern.

Das ist der Trailer – das ganze Interview ist genauso zauberhaft.