Tove Jansson (Birgitta Kicherer): Winter im Mumintal

JanssonWinterDie Mumins halten Winterschlaf, von November bis April. Sie rollen sich auf Matratzen rund um den großen Kaminofen im Wohnzimmer zusammen und schlafen. Nur Mumin wacht plötzlich auf und kann nicht mehr einschlafen. Erst versucht er kurz, seine Mutter zu wecken, aber das ist hoffnungslos. Und wenn seine Mutter schon nicht aufwacht, dann braucht er es beim Rest der Familie gar nicht erst zu versuchen. Also sieht Mumin stattdessen aus dem Fenster und erschrickt: die Welt ist weg. Da draußen ist alles weiß, gar nicht grün, alle Ecken sind plötzlich rund, und es ist stockdunkel. Aber dann siegt doch die Neugier; Mumin geht hinaus und entdeckt den Winter. Der ist ganz schön kalt und einsam und doof. Und Mumin hat erstmal ziemlich viel Angst. Aber dann sind da doch noch andere Lebewesen, Winterwesen, von deren Existenz er noch gar nichts wusste. Und die kleine Mü! Die kann auch nicht schlafen. Und natürlich Too-ticki, die im Badehäuschen wohnt und täglich Fischsuppe kocht und viel über den Winter weiß. Die drei und dann nach und nach immer mehr Leute, Tiere und Trolle, vertreiben sich den Winter mit kleinen Abenteuern, bis schließlich das passiert, was am Ende des Winters immer passiert.
Und das ist mal wieder alles wirklich herzerwärmend und wundervoll. Wer Kinder hat oder Kinder kennt oder wer einfach selbst mal wieder etwas Harmlos-Warmes fürs Herz lesen möchte: unbedingt. Es war jetzt mein zweites Muminbuch, im ersten kamen gar keine Mumins vor, in diesem hier eigentlich nur der eine, nämlich Mumin. Zwei weitere Bücher habe ich noch ungelesen hier liegen, vielleicht sind da mehr Mumins drin, hihi. Den Rest werde ich dann vermutlich auch noch kaufen (teilweise sind sie anscheinend nur als Taschenbuch erhältlich, das prangere ich an! Ich möchte Hardcover, und zwar sowieso schon, und zweitens weil ich jetzt schon vier Hardcover habe. Bitte, Arena?). Hach. So schöne, warme Winterbücher.

Tove Jansson (Birgitta Kicherer): Winter im Mumintal, Arena, 142 Seiten. Gebunden, 12,99 €
Taschenbuch, 4,99 €
(Links zu Osiander. Wenn Ihr dort kauft, bekomme ich ein paar Cent. Na los, macht mich reich!)

Charmante Feiertage

Weihnachten

… wünsche ich Euch allen, mit den Menschen, die Ihr bei Euch haben möchtet, mit Keksen und schmalziger Musik oder mit Chips und Rock‘n'Roll, jedenfalls so, wie es Euch gefällt. Habt es gut, habt es schön, habt Euch lieb.

Jolka Jolka

Was ich beim Übersetzen wirklich immer mache: Sobald im Buch Musik erwähnt wird, suche ich sie auf Youtube. Ich bin mit dem polnischen Buch immer noch nicht ganz durch, muss es heute noch zu Ende überarbeiten. Und während überall anders Weihnachtsmusik erklingt, läuft hier also Jolka Jolka, eine offenbar sehr beliebte polnische Schnulze aus den Achtzigerjahren. Mit Text, damit Ihr gleich mitsingen könnt. Weihnachten ist dann ab morgen.

Ein Geschenk!

Das ist mal eine Vorweihnachtszeit. Gestern kam hier, nach den drei Plätzchenladungen der letzten Tage, noch ein überraschendes Geschenk an: ein Fotokalender von Ulrike Brauns, einer Kollegin, die ich aber weniger aus irgendeinem Übersetzerkontext kenne, als vielmehr von Facebook. Supertolle Fotos aus Berlin, und so werde ich als erklärter Hamburgfan nächstes Jahr immer mit einem Auge nach Berlin gucken. Da freue ich mich schon drauf. Vielen Dank, Ulrike!

UlrikeKalender

Aller guten Dinge

Kinder, ihr macht mich fertig. Kaum habe ich die zweite Plätzchenlieferung verbloggt, da kommt die dritte – stark vanillekipferllastig, als wüsste Frau Extramittel, welche meine Lieblingsplätzchen sind. Und dann ist noch eine Wolf-Erlbruch-Weihnachtskarte dabei, die sie im Frühjahr schon gekauft hat, extra für mich. Geht es noch rührender? Kaltes, hartes, unsoziales Internet! Danke! Das ist wirklich unglaublich großartig.

PlaetzchenExtramittel

Twitter