Gestern gab ich meinen Namen ins Suchfenster bei Amazon ein, das tue ich gelegentlich. Da erschienen erwartungsgemäß lauter von mir übersetzte Bücher, und dazu ein Buch, mit dem ich gar nichts zu tun habe, von dessen Existenz ich nicht mal ahnte, dessen Verfasser ich nicht kenne:
Organisiert. Termine, Kontake, Aufgaben immer und überall im Griff von Karsten Siemer und Manfred Schwarz.
Wenn man dort den „Blick ins Buch“ anklickt, bekommt man anscheinend per Zufallsgenerator ein paar Seiten des Buchs gezeigt, mit etwas Glück ist Seite 14 dabei. Auf Seite 14 findet sich ein Kapitel über David Allens „Getting things done“, und ganz unten ist ein blaues Zitat-Kästchen eingefügt, in dem steht: „Pläne funktionieren aber nur bei Leuten, bei denen Pläne funktionieren. (Isabel Bogdan)“
Das würde mir bestimmt schmeicheln, wenn der Satz denn wirklich von mir wäre. Tatsächlich ist er aber von Blue Sky (der jetzt Giardino heißt). Ich nehme fast an, dass ich ihn mal ohne Quellenangabe bei Twitter zitiert habe oder irgendsowas, und jetzt steht da ungefragt in einem wildfremden Buch, ich hätte das gesagt. Das ist mir irgendwie unangenehm. Tut mir sehr leid, Giardino, ich wollte mich sicher nicht mit Deinen Federn schmücken lassen!
IB: Bogdan?
Fremde Frau: Guten Tag, mein Name ist Soundso von Infratest Dimap. Wir machen eine anonyme Umfrage zum Thema Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz.
IB: Äh, ich bin Freiberuflerin, ich arbeite zu Hause.
FF: Darf ich fragen, wieviele Personen im Moment bei Ihnen zu Hause sind? Vielleicht will ich ja gar nicht mit Ihnen sprechen.
IB: Wir sind zu zweit.
FF: Dann hätte ich gern die zweitälteste Person gesprochen.
IB: Das bin ich.
FF: Okay, danke, dann hat sich das schon erledigt. Schönen Abend noch!
IB: Danke, ebenso.
Verdacht: Alle bekloppt.
Am Sonntag war hier kurz mal Sommer, den habe ich zum Stand-up-paddeln genutzt. Zum Bericht im CulturMag bitte das Bild anklicken.


Neulich bekam ich schönes Kompliment von einer jungen Übersetzerkollegin, die meinte, sie hielte mich für eine tolle Übersetzerin, unter anderem deswegen, weil meine Sprache aktuell sei und nicht so verstaubt, und ich zum Beispiel bestimmt niemals nicht das unsägliche Wort „Frühstücksflocken“ in einer Übersetzung verwenden würde.
Da musste ich kurz die Luft anhalten und gestehen: natürlich benutze ich das Wort „Frühstücksflocken“. Wie soll man „Cereal“ denn sonst übersetzen? Müsli ist was anderes. Ich glaube, als wir Kinder waren, haben wir trotzdem für sämtliche Sorten Frühstücksflocken „Müsli“ gesagt, aber das macht man heute nicht mehr, heute ist Müsli Müsli.
Die junge Kollegin sagte, und berief sich dabei auf eine Umfrage im Studiengang „Literaturübersetzen“, man würde heute „Cornflakes“ sagen, egal, ob es sich um Cornflakes handle oder Rice Crispies oder was auch immer. Das Wort „Cornflakes“ bezeichne erstens Cornflakes und zweitens alle Sorten Frühstücksflocken.
Nu hab ich gerade mal wieder „Cereal“ da stehen und frage mich: „Cornflakes“, echt? Hat jemand eine Meinung? Mir kommt das komisch vor, aber ich lass mich ja auch gerne belehren.
„Wenn Du einkaufen gehst, bring noch ein paar Frühstücksflocken mit!“ Nee, wahrscheinlich wirklich nicht.
4 Zitronen
2 rosa Pampelmusen
auspressen. Das ergab bei mir heute 445 ml Saft. Den habe ich mit
200 gr Rohrohrzucker
aufgekocht und in eine Flasche gefüllt. Das ist alles. Und das ist unfassbar lecker. Erstmal gieße ich es mit Leitungswasser auf, weil gerade nix anderes da ist. Ich wette, mit eiskaltem Mineralwasser ist es noch erfrischender, und ich wette außerdem, dass es mit Weißwein oder Sekt ganz prima schmecken wird, und drittens wette ich, dass man es auch sehr gut mit heißem Wasser aufgießen kann. Viertens nehme ich an, dass es in Flaschen abgefüllt und dicht verschlossen eine Weile hält. Aber so‘n halber Liter Sirup geht hier bestimmt schnell weg, ich werde das also nicht ausprobieren, sondern in den nächsten Tagen wegtrinken. Hat insgesamt 10 Minuten gedauert. Nennt mich Küchengöttin.
NACHTRAG: Ein Drittel des Saftgewichts in Zucker reicht dicke.