Suchergebnisse für: laufen
- Eine Gruppe von Autoren um Juli Zeh wollte im Bundeskanzleramt einen offenen Brief abgeben, den fast 70.000 Leute unterschrieben haben, darunter eine ganze Reihe prominenter Autoren (noch vor der Wahl). In dem Brief wird Kanzlerin Merkel aufgefordert, endlich wirklich gegen die Ausspähung der Bürger vorzugehen. Es war überraschenderweise niemand da, der die Unterschriften hätte entgegennehmen und mit den Autoren sprechen können. Nicht mal das. Wer möchte, kann den Brief ebenfalls noch unterschreiben.
- Zehn Jahre nach seinem Ersterscheinen ist Michael Weins‘ Roman „Goldener Reiter“ noch einmal neu in wunderschöner Aufmachung bei mairisch erschienen. Er hat aus diesem Anlass ein Nachwort dazu geschrieben, und er will die Wahrheit sagen, unbedingt. Großen Respekt dafür, Michael Weins.
- Thalia schließt 20 Filialen, unter anderem die in Hamburg, Große Bleichen. Zufällig weiß ich von anderen Buchhandlungen in der Gegend, dass sie ganz gut laufen. Es liegt also nicht nur daran, dass die Leute lieber im Internet kaufen.
- Jo Lendle hat es sich mal angeguckt und einen Tag lang ein Praktikum in einer Buchhandlung gemacht. Fast bin ich ein bisschen neidisch. Eigentlich wollte ich das für „Sachen machen“ auch machen, aber dann ist aus dem Tag in der Buchhandlung eine Nacht in der Buchhandlung geworden, was natürlich auch super war. Vielleicht mache ich das mit dem Tag ja auch noch mal. (Tipp Nr. 24: Bei der Anzahl der Tipps nicht so genau mitzählen. Hihi.)
- Was man ebenfalls sofort nachmachen möchte: To go out drinking with German writers. Katy Derbyshire war diesmal mit Clemens Meyer trinken.
- Wow: Über 180 Autoren des Suhrkampverlags drohen damit, den Verlag zu wechseln, wenn der Einfluss Barlachs nicht deutlich reduziert wird. Man möcht fast sagen: Boah, ey.
Der Alsterlauf ist am Sonntag, dem 8. September, also übermorgen. Startschuss ist um zehn Uhr in der Steinstraße, ich werde vermutlich etwa 70 Minuten bis zum Ziel am Ballindamm brauchen. Mein persönliches Ziel ist: Ankommen. Wenn möglich laufend. Und am allerliebsten ohne zwischendurch ein paar Schritte zu gehen. Schaumermal. Ich freue mich jedenfalls, wenn jemand an der Laufstrecke steht und mir lustige Bemerkungen über meine Gesichtsfarbe hinterherruft oder wahlweise ein Wasser reicht (stilles, bitte).
irgendwie komme ich gerade nicht aus den Puschen. Ich müsste dringend arbeiten, aber ich schiebe es vor mir her – ich habe Korrekturen von einer der letzten Übersetzungen bekommen, und diesen Arbeitsgang verabscheue ich aus ganzem Herzen. Die Korrekturen sind vollkommen okay, ich habe eigentlich keine Beschwerden, aber ich maaaaag einfach nicht. Ich glaube, es liegt daran, dass das Dokument ja schon mal fertig war, und dann bekomme ich es zurück, und nichts ist mehr fertig, ich muss über alles mögliche, was ich schon längst entschieden und erledigt hatte, noch einmal neu nachdenken, das widerstrebt mir irgendwie.
Bevor ich diese Korrekturen nicht fertighabe, kann ich auch nicht weiterschreiben, denn das muss jetzt erstmal weg. Anders gesagt: Ich kann hier von keinem neuen Zwischenstand berichten, was den Pfau angeht; ich glaube fast, dass ich die Datei nach dem Urlaub noch nicht mal aufgemacht habe. So geht das nicht weiter! (mehr …)
- Helge Malchow erklärt in der FAZ, warum die Buchpreisbindung ein Segen ist, und warum sie auch für E-Books und auch im grenzüberschreitenden Handel bestehen bleiben muss. Mir ist ja überhaupt nicht klar, wie man auf die Idee kommen kann, dass sie für E-Books nicht gelten sollte. Es denkt doch wohl niemand, die Preisbindung hätte etwas mit dem Papier zu tun? Ich verstehe auch nicht, wieso auf E-Books 19% Mehrwertsteuer sind. Es ist doch nur das Trägermedium ein anderes.
- In den USA zum Beispiel bestimmt im Prinzip Amazon den Preis von Büchern schreibt die ZEIT, und die Buchhandlungen gehen pleite. Das ist ein sehr alarmierender Artikel, mein Unmut gegenüber Amazon wächst. Meine Frage von oben wird dort folgendermaßen beantwortet: „E-Books seien keine kulturellen Waren, sondern eine Dienstleistung und müssten demgemäß besteuert werden.“ Man möcht mit dem Kopf auf den Tisch knallen. Außerdem: hallo, Bürokraten? Macht Ihr eigentlich was, da in Brüssel, oder redet ihr nur?
- Die FAZ berichtet ebenfalls.
- Anderes Thema: „It’s time we authors were paid, not in promises of better sales and high profiles, but in money. Yes, actual cash. Is that too much to ask?“ fragt Guy Walters im Literary Review.
- Der „Shades-of-grey“-Effekt: Vermehrte Feuerwehreinsätze nach Sexspielen. Die Süddeutsche mit einem bemerkenswerten Schlusssatz.
- Jippie! KiWi stellt wieder einen kostenlosen E-Book-Download mit Leseproben aus dem Herbstprogramm zur Verfügung. 600 Seiten, mit exklusiven Vorab-Leseproben, Hintergründen zu den Büchern, mit Weblinks zu Autorenseiten, mit Terminen und Videos – und mit der Möglichkeit, die vorgestellten Bücher zu gewinnen. Sensationell.
- Nachdem der Indiebookday im Frühjahr ja ganz wunderbar gelaufen ist, gibt es jetzt ein ganzes Blog, das sich nur mit Büchern aus unabhängigen Verlagen befasst: We read Indie. Sehr schöne Sache.
- Und noch was Nichtliterarisches: Eine Sammlung von Bildern aus Google-Streetview. So sieht die Welt aus. Unglaubliche Bilder dabei, teilweise verstörend, ein paar wenige auch lustig, ganz oft möchte man die Geschichte dahinter wissen. Sehr, sehr beeindruckend.
- Und hier ist Herbert bei Rowohlt:
wir sind immer noch sehr damit beschäftigt, nichts zu tun. Jeden zweiten Tag laufen wir immerhin. Fällt das unter „was tun“? Keine Ahnung, ist auch egal. Ich arbeite auch manchmal, aber da kommt seitenzahlmäßig nicht so richtig viel bei rum. Zwischenstand: 68 Seiten. Ich habe meiner Agentin gesagt, sie bekommt Ende Juli 80 Seiten, nun ja. Eigentlich wollte sie 120, jetzt weiß ich nicht mal, ob ich 80 schaffe, aber hey, es geht weiterhin voran, aber weiterhin eben langsam. Außerdem muss ich ja auch dauernd nichts tun, und es ist noch ziemlich viel nichts übrig, das noch getan werden muss. Und jetzt sind schon vier Wochen rum, es ist doch erschreckend, wie schnell die Zeit immer vergeht.
Ich habe einen langen Blogeintrag über das Folkfestival in Stonehaven geschrieben, den ich noch nicht online gestellt habe, weil ich hoffe, dass er vielleicht fürs CulturMag interessant ist. Das hat aber Sommerpause für den Rest des Monats, da habe ich noch keine Antwort. So oder so, der Bericht kommt dann entweder hier oder dort.
Das Wetter ist weiterhin sensationell, wir erledigen das ganze stressige Nichtstun also weiterhin draußen, baden im Bach, lassen uns von Pferdebremsen auffressen, machen Lagerfeuer und Spaziergänge und sitzen viel einfach in der Sonne, der Mann mit einem Instrument, ich mit dem Laptop (arbeiten! Ehrlich!), und lassen uns von einer grantigen Gans anquaken oder den Pfauen anschreien oder halten Schwätzchen mit unseren Freunden, und es ist ein Frieden.
Bald sind wir wieder zu Hause, dann müssen wir wieder „richtig“ arbeiten. Statt im Bach zu baden. Aber wenn der Sommer dann in Hamburg noch so ist wie jetzt in Schottland, dann ist es mir recht. Die Schotten sagen, so einen Sommer hatten sie schon seit ewigen Jahren nicht, und das muss dann halt auch gebührend begangen werden.
