Schon wieder ein Geschenk! Die neue vegetarische Küche von Maria Elia. Das ist das Kochbuch, von dem Anke Gröner seit geraumer Zeit so ausdauernd schwärmt, dass ich es auf meinen Wunschzettel gesetzt hatte. Und da hat Anke es mir flugs geschenkt. Wie nett ist das denn! Vielen Dank! Ich bin sehr gespannt und werde berichten. Ein erstes Duchblättern ergibt: es sind nicht alle Rezepte bebildert. Ich finde Bilder immer hilfreich, damit ich überhaupt weiß, was ich mir unter einem Gericht vorstellen soll. Vor allem dann, wenn es sich beispielsweise um ein Rezept für eine „Apfel-Raita“ handelt, die besonders gut zu „Papadams“ oder „Daal“ schmecken soll. Da muss ich dann erstmal das Rezept lesen, stelle fest, es scheint eine Art Dip oder so was zu sein, und was Papadams und Daal sind, muss ich mal googeln. Da wären Bilder schon hilfreich.
ABER! Die Fotos, die drin sind, sind so unfassbar großartig und appetitanregend, dass ich jetzt erst recht schnell mein Buch fertigkriegen und stattdessen lieber kochen üben will. Am meisten lachen mich die Zitronennudeln mit grünem Gemüse an. Rrrrrrrr. Was ich nicht kenne, kann ich ja nun wirklich googeln. Jippie! Danke!
Ich bin ja ein großer Fan von Wolf Haas. Und zwar deswegen, weil die Sprache in seinen Brennerkrimis so großartig ist. Weil er da kackfrech einfach tut, wozu er lustig ist. Und das sieben Bände lang. Beziehungsweise er tut so, als wäre das alles gesprochene Sprache und wie ihm der Schnabel gewachsen ist, aber tatsächlich ist es natürlich perfekt durchkomponiert, und falls hier irgendjemand noch nichts von Wolf Haas gelesen hat, möge er das bitte sofortestens nachholen. Die Geschichten dieser Krimis sind stellenweise recht brutal und vor allem: total verwickelt, um nicht zu sagen wirr. Ich hätte auch sofort nach dem Lesen keine einzige Geschichte nacherzählen können, aber die Sprache! Und die Erzähltechnik! Wie er sich immer wieder von einer unerwarteten Seite von hinten anschleicht, ganz harmlos tut, und einem dann plötzlich eine scheuert – großartig. (Mehr dazu habe ich schon mal hier geschrieben.)
Ich habe keine der Verfilmungen gesehen, aber mir ist auch überhaupt nicht klar, wie das funktionieren soll. Denn die Brennerkrimis sind – für meine eigene, private Lesewahrnehmung – ein Extrembeispiel für: Geschichte (fast) wurscht, das liest man (fast) ausschließlich der Sprache wegen. Ich lasse mich aber, wie immer, gern eines Besseren belehren.
Mir fällt keins ein. In den meisten Büchern geht es ja nicht darum, wie jemand glücklich und zufrieden vor sich hinlebt, sondern um Schicksalsschläge, Katastrophen oder wenigstens Irrungen und Wirrungen. Brauche ich gar nicht. Ich bin nicht mal sicher, ob ich je Pippi Langstrumpf sein wollte. (Naja, ein bisschen schon. Aber unerreichbar natürlich.) Nächste Frage, diese kann ich nicht.
Gestern Abend ist die große Russisch-Übersetzerin Swetlana Geier in ihrem Haus in Freiburg gestorben. Sie war 87 Jahre alt. (Börsenblatt, Die Zeit, Der Spiegel, Focus, Die Welt, Die Presse, usw). Und ich schreibe demnächst dann auch endlich mal was über den Film „Die Frau mit den fünf Elefanten“, in dem sie portraitiert wird. Inzwischen ist er übrigens auch auf DVD erschienen.
Margaret Mitchell: Gone with the Wind.
Mal ehrlich, so einen schweren, muffigen, fleckigen, alten Tausendseiter hätte ich doch eh nicht gelesen. Und das Schöne am Film sind ja sowieso die Bilder, und überhaupt, super Film natürlich. Epic. Und so kann ich das Buch getrost bis in alle Ewigkeit auf morgen verschieben. Womöglich ist es sowieso entbehrlich. Aber der Film!