Jingle Bells Punjabi Style
(via Thomas Wiegold)
(via Thomas Wiegold)
Demnächst übersetze ich ein Jugendbuch mit Zauberei und so, da dachte ich, ich zauber mich mal ein bisschen ein. Ich habe nämlich keine Ahnung von Magie und Zauberliteratur. Und ich nehme an, dass Harry Potter da Maßstäbe gesetzt hat, vielleicht Vokabeln etabliert, vielleicht spielt mein Autor auf ihn an, und ich hätte es nicht gemerkt. Womöglich kann man gar keine Zauberliteratur ohne (freiwillige oder unfreiwillige) Potter-Bezüge mehr schreiben. Da bin ich lieber gewappnet.
Den ersten Band habe ich vor Jahren schon mal auf Englisch gelesen. Damals bin ich zu dem Schluss gekommen: och ja, spannendes Kinderbuch, aber weiter hat es mich nicht interessiert. Diesmal auf Deutsch (wegen Zaubervokabular) komme ich zu dem Schluss: och ja, spannendes Kinderbuch, würde mich aber nicht weiter interessieren. Mehr brauche ich hier nicht mehr drüber zu schreiben, oder? Jedenfalls haben nun inzwischen lauter Leute, deren literarisches Urteil mir was wert ist, gesagt, Harry Potter sei ganz toll und würde immer spannender und so weiter. Also mache ich weiter.
Außerdem ist das ja die schlechthinnige Prokrastinationsgelegenheit, so was lässt sich ein Profi natürlich nicht entgehen: bevor ich mit dem Übersetzen anfangen kann, muss ich erstmal sieben Bände Harry Potter lesen. Geht quasi gar nicht anders. Und nenne es Arbeit. Yeah!
Joanne K. Rowling steht im Regal zwischen Ralf Rothmann und Harry Rowohlt.
Joanne K. Rowling (Klaus Fritz): Harry Potter und der Stein der Weisen. Carlsen Verlag, 336 Seiten. Gebundene Ausgabe, 15,90 €.
Taschenbuch 7,90 €, Audiobook 19,95 €
Aus einer Zugfahrt mit Juli Zeh. Peter Ertle im Schwäbischen Tagblatt.
„Wir sprechen über das europäische Übersetzerfestival, auf dem sie war. In 30 Sprachen werden ihre Bücher übersetzt. Und die wenigsten Übersetzer kennt man? „Nein, ich bin mit den meisten in Kontakt!“ Und dann schwärmt sie, was das für wunderbare gebildete Menschen seien, alle sträflich unterbezahlt, aber deswegen mache das eben nur jemand, der es aus Leidenschaft mache. Als Autor begreife man durch den Austausch mit den Übersetzern erst richtig, wie Denken und Sprechen zusammenhingen. Wenn die Übersetzerin ins Chinesische mit dem deutschen Wort „gesunder Menschenverstand“ nichts anfangen kann. Wenn es das Wort „Spieltrieb“ nur im Deutschen gibt. „Was es als Wort nicht gibt, gibt es auch als Phänomen nicht, das ist das Spannende.““
„Wenn ein Buch veröffentlicht wird, müsste es eigentlich vorher übersetzt werden, das wäre dann ein richtiges Lektorat. Denn weder Autor noch Verlags-Lektor nehmen so wie ein Übersetzer jedes einzelne Wort in die Hand und machen sich Gedanken darüber, ob es passt. Für mich ist die Zusammenarbeit mit Übersetzern immer ein Geschenk, schon weil ich so vieles über die Möglichkeiten wie die Begrenzungen des Deutschen erfahre, die mir zuvor nicht bewusst waren, es auch gar nicht sein konnten – und ich erlebe mit, wie aus „meinem“ Buch dann „unser“ Buch wird.“
Ingo Schulze
(Aus dem VdÜ-Pressenewsletter.)
Hach, ist das toll. Ein Geschenk von meinem Wunschzettel!
Rafael Yglesias (C. Holfelder-von der Tann): Glückliche Ehe.
Es geht um eine glückliche Ehe und darum, wie sie endet, weil die Frau an Krebs stirbt. Vielen Dank, Martina, ich freu mich sehr und bin gespannt auf das Buch! Auch, wenn ich ein bisschen Angst davor habe.
Und wo ich gerade dabei bin: mein Wunschzettel ist umgezogen und befindet sich jetzt nicht mehr bei Amazon, sondern in meiner Lieblingsbuchhandlung, nämlich hier bei stories!. Bei einem Bestellwert unter 20,- € fallen 3,- € Versandkosten an, aber dafür hat man dann auch in einer kleinen, wunderschönen, superkompetenten und freundlichen Buchhandlung eingekauft.