Ich liste Eure Empfehlungen hier mal auf. Keine Ahnung, ob ich da noch irgendwie sowas wie eine Ordnung reinkriege – im Moment ist es einfach alles, was Ihr empfohlen habt. Einiges davon, das weiß ich schon, werde ich eher nicht angucken, anderes ganz dringend. Ich wühle mich mal in den nächsten Wochen durch die Trailer bei YouTube. Vielen Dank, Ihr seid großartig!
Blow Dry mit Alan Rickman
Shooting Fish
Wie im Himmel The Third Man
Der Englische Patient
Zoolander im Original
Der dünne Mann
Johnny Guitar / Wenn Frauen hassen
Was vom Tage übrig blieb
This is England
Fargo
Leoparden küsst man nicht
Inception
Shutter Island
Welcome Back, Mr. McDonald/Rajio no Jikan
Monday
Inglorious Basterds
Love Story mit Ali McGraw
Garden State
The Good Girl
Der Gefallen, die Uhr und der ganz grosse Fisch
Victor/Victoria Feuerzangenbowle
Sweet November
Mississippi – Fluss der Hoffnung
Keep the lights on
The Prestige
Monday
Wag the Dog
Cinema Paradiso
In Bruges / Brügge sehen & sterben
In the mood for love
Die Liebenden des Polarkreises
Der Mann der Friseuse
Gegen die Wand
L.A. Story
Die Verschwörung der Frauen
Brot & Tulpen (mit Bruno Ganz von 2000)
Peters Friends
Die tödliche Maria (Tom Tykwer) Lola rennt (Tykwer)
Antonias Welt
Emmas Glück
Alles ist erleuchtet
The Sheltering Sky
The Royal Tenenbaums
Ich, einfach unverbesserlich (<-- un-be-dingt!)
Moonrise Kingdom
Fight Club
E.T.
Die unendliche Geschichte
Science of Sleep
Abgedreht
Adaption (Für den Textmenschen)
Die Verurteilten (auf imdb am höchsten bewertet)
We want sex (brit. Arbeiterklasse)
Beginners
Gran Torino
Brokeback Mountain
Breaking the waves
Das Meer in mir
Der Mann ohne Vergangenheit
Bloody sunday
Il Postino
Dead Man
Pulp Fiction
Skyfall
Happy New Year
Was passiert, wenn’s passiert ist
Wie im Himmel
Jenseits der Stille
Snowcake
Leben und Lieben in L.A.
Vincent will Meer
Herbstgefühle
The way we were (Streisand/Redford)
Irma Vep von Olivier Assayas.
Miranda July: Me and you and everyone we know und The Future
Apocalypse Now
Die nackte Kanone
Memento
No Country for Old Men
Kamtschatka
No Man’s Land
Club der toten Dichter
Julie und Julia
Hope Springs
Das Haus am Meer
Sein oder Nichtsein (1942, Ernst Lubitsch)
Station Agent von Thomas McCarthy
Lynch
Kaurismäki
Alles mit Meryl Streep
Buffalo66
Hana-Bi
La Belle Noiseuse (Jacques Rivette)
Clubbed to Death (Yolande Zauberman)
À vendre (Laetitia Masson)
Gorillas im Nebel
Nirgendwo in Afrika
Fish Tank (britisches Sozialdrama)
L’enfant (Sozialdrama, Belgien?)
Das Boot
Kill Bill
Whale Rider
In search of a midnight kiss
The Bucket List (Jack Nicholson/Morgan Freeman)
Bella Martha (Martina Gedeck)
Tanguy
Willkommen bei den Sch‘tis
Viel Lärm um nichts
Wiedersehen in Howard’s End
Zimmer mit Aussicht
Mrs Brown (Judie Dench als Queen Victoria, die Frau ist immer super)
L’auberge espagnole – Barcelona für ein Jahr
Fortsetzung: L’auberge espagnole – Wiedersehen in St. Petersburg
Der Club der toten Dichter
Harold und Maude Vier Hochzeiten und ein Todesfall Notting Hill
Hatari
Das Haus in Montevideo (mit Curt Goetz)
Kochen ist Chefsache
Being John Malkovich
Der seltsame Fall des Benjamin Button
Rosenkranz und Güldenstern
Cloud Atlas
Ziemlich beste Freunde
Up
Almanya
Soul Kitchen
Dancer in the Dark (mit Björk)
Another earth
The perks of being a wallflower (dt.: Vielleicht lieber morgen)
Melancholia
Sommer in Orange
Kriegerin [fällt stellenweise unter aua-Blut-Gewalt-örgs, ist aber sehenswert]
Mein bester Feind
Mr. Nobody
Black Swan
Cheyenne – This must be the place
Eternal Sunshine of the Spotless Mind (Vergiss mein nicht)
Lord of War (zynisch, atemberaubend, lustig)
Gottes Werk und Teufels Beitrag (schön, anrührend, traurig)
Lang Lebe Ned Devine (top Soundtrack, witzig, skurril, tolle Landschaft, nackte alte Menschen)
The Deep End (schöne Landschaft, schönes Licht, schöne Menschen, fiese Story)
American Beauty (guter Soundtrack, starke Schauspieler)
Sein und Haben (Être et avoir) (Schön UND wahr)
Haevnen (In einer besseren Welt)
Primaria
Brecha (Ivan Noel)
Stranger than Fiction
In Bruges
Kitchen stories
Lang lebe Ned Devine
Irina Palm
Bube Dame König Gras
Commitments
Snatch
Angela’s Ashes
Der große Bluff
California Hotel
Darjeeling Limited
Shame
Musik / Tanz Walk the line
The Sound of Music
Moulin Rouge (UNBEDINGT ERST „Sound of Music“ schauen, DANN Moulin Rouge.)
Die Schöne und das Biest
Cabaret
Shall We Dance?
Once
Carmen von Carlos Saura
Bombay Beach (Tanzdoku)
Anvil! Die Geschichte einer Freundschaft (Musik)
This is Spinal Tap (Mockumentary)
Mamma Mia
Verlorene Liebesmüh (Kenneth Branagh)
Pina
Rhythm is it
SF
Brazil
Gattaca
Star Wars
Babylon 5
Firefly
Earth 2
Animiert
Alles von Hayao Miyazaki, namentlich Chihiros Reise ins Zauberland, Das Schloß in den Wolken, Nausicaa, Mein Nachbar Totoro
Alles von Pixar. Besonders Up! und Wall-E
Mary & Max
Rango
Aladdin
Fantasia
Kung Fu Panda 1 und 2
Creature Comforts
Pinicchio
Serien
Sherlock
Frasier
The big bang theory
Dexter (evtl. Albtraumgefahr)
Six Feet Under
Downton Abbey
Weeds
The Wire
Breaking Bad (mit Blut und Gewalt)
Der Tatortreiniger
True Blood (nix für mich)
Mad Men (sollte mir gefallen, sagt Zahnwart)
Im Angesicht des Verbrechens (Miniserie für Arte von Dominik Graf)
KDD – Kriminaldauerdienst
Ausgerechnet Alaska
Call the Midwife
Gilmore Girls
Game of Thrones
NACHTRAG: Ich bin sicher, dass ich längst den Überblick verloren und ein paar Empfehlungen übersehen habe, andere dafür doppelt. Ich bitte um Nachsicht, Ihr seid toll, mit SO viel habe ich nicht gerechnet. Ich werde in den nächsten Tagen mal ein paar Trailer gucken; mal sehen, ob ich die Liste dann schon grob nach Favoriten sortieren kann oder so. Danke Euch allen!
Nachdem ich als Rückblick für 2012 nur ein Thema rausgegriffen habe, kommt hier als Vorsatz für 2013 auch nur ein Thema. Seit Jahren nehme ich mir zu Neujahr vor, im nächsten Jahr mehr fernzusehen. Damit meine ich gar nicht unbedingt fernsehen, sondern: Filme gucken, meinetwegen auch Serien, und sie müssen auch nicht im Fernsehen laufen.
Ich habe überhaupt kein Verhältnis zum Medium Film, ich kann irgendwie keine Filme, ich kenne auch ungefähr gar keine. Ich weiß nicht, wann alle anderen die Zeit haben, Filme zu gucken, ins Kino zu gehen, jeden Abend fernzusehen, ich habe die Zeit nicht, ich muss meine Abende ja sinnlos im Internet vertrödeln. Oder arbeiten, weil ich die Tage davor zu viel Zeit sinnlos im Internet vertrödelt habe. Und weil das doof ist, und weil ich weiß, dass es tolle Filme gibt, nehme ich mir immer wieder vor, mal mehr zu gucken, und geklappt hat es noch nie. Deswegen erhebe ich das jetzt zum Projekt.
Hier ist der Vorsatz für 2013: ich möchte Filme lernen. Ein Film pro Woche müsste doch zu schaffen sein. Fernsehen, DVD, auch mal Kino. Und dazu hätte ich gern Eure Hilfe, also Eure Empfehlungen. Das wird allerdings nicht ganz einfach; ich bin schnell gelangweilt oder finde Sachen doof. Zwei Dinge, die ich allem voran doof finde, sind Gewalt und Klamauk. Ich möchte keine Metzel-, Grusel- und Horrorfilme sehen, sowas wie Das Schweigen der Lämmer oder was von Stephen King braucht ihr mir gar nicht erst vorzuschlagen. Und auch bitte nichts, in dem Rowan Atkinson eine tragende Rolle spielt.
Was ich mag:
Diese britischen Arbeiterklassefilme, falls man das so sagen darf: Brassed off; Billy Elliot – I can dance; The Snapper; The Full Monty.
Dürfen auch schöne Tanzfilme sein. Tanzen ist super.
Ich mag auch schon mal so romantische Komödien wie Tatsächlich … Liebe. (Wenn das denn eine ist.) Vermutlich ist mein Filmgeschmack, sagen wir: nicht besonders elaboriert.
Und um meine eigene Behauptung, dass ich keinen Klamauk mag, schon gleich zu widerlegen: ich habe sehr über Austin Powers gelacht. Aber nur auf Englisch, auf Deutsch fand ich’s unerträglich.
Ihr dürft mir auch gern auch die Klassiker empfehlen, die „man ja wohl gesehen hat“, denn ich habe sie wahrscheinlich nicht gesehen. (Hey, wohl! Casablanca habe ich gesehen!)
Ich heul auch gerne ein bisschen. Zu plump soll’s aber bitte auch nicht sein.
Im Kino zuletzt gemocht: Drei von Tom Tykwer (sehr), und Best Exotic Marigold Hotel (mit Abstrichen, zu dick aufgetragen, aber doch auch schön).
Und ich freue mich auch über laufende Empfehlungen zum Kino- und Fernsehprogramm.
Übrigens habe ich heute schon gleich angefangen und Little Miss Sunshine geguckt. Kurzfassung meiner Meinung: jo, nett. Hat wirklich schöne Momente, reißt mich aber nicht vom Hocker. Aber immerhin zu Ende geguckt, was mir neulich bei My Big Fat Greek Wedding nicht gelungen ist, das hat mich genervt (Klamauk).
2012 war das Jahr, in dem ich plötzlich Autorin war. Jedenfalls fühlt es sich immer noch an wie „plötzlich“. Natürlich gab es vorher Anzeichen. Den Vertrag mit Rowohlt für „Sachen machen“ habe ich schon im März 2011 unterschrieben. Aber das Buch war dann halt erst kurz vor Weihnachten 2011 fertiggeschrieben. Ungefähr zu der Zeit, als ich auch den Hamburger Förderpreis für Literatur bekam, für eine unfertige Geschichte über einen Pfau, die ich frech „Romananfang“ genannt hatte.
Anfang des Jahres 2012 habe ich mir eine Weile freigenommen, weil ich die Pfauengeschichte weiterschreiben wollte. Es ist beim Vorsatz geblieben, ich bin nicht wirklich weitergekommen. Ein bisschen weitergedacht habe ich natürlich, mit mittelprächtigem Erfolg. Anfang Juli erschien dann „Sachen machen“, und ich war selbst verblüfft, wie hysterisch ich meinen Amazon-Verkaufsrang überprüfte. Schlimm, wirklich. Sehr schlimm. Seit zwölf Jahren erscheinen Bücher mit meinem Namen vorne drin, ich hatte nicht gedacht, dass es mich dermaßen hibbelig machen würde, wenn er plötzlich außen drauf steht. Das direkte Feedback zum Buch war überwältigend, es gab auch erstaunlich viel Presse (nette), die Gesamt-Verkaufszahlen waren allerdings eher mittel. Aber so ist es wohl, wenn man keinen Namen hat, wahrscheinlich kann ich insgesamt nicht klagen. Und man erhofft sich natürlich immer mehr. Macht aber nix, das war schon alles sehr, sehr super, im Sommer hatte ich eine ganze Reihe Lesungen, die mir viel Spaß gemacht haben, und ich bin immer noch stolz wie Bolle: mein Buch. Mein eigenes. Selbstgeschrieben. Ist das zu fassen? Ich habe ein Buch geschrieben! Und Menschen lesen das gerne und schreiben mir hinterher, sie hätten jetzt auch Lust, Sachen zu machen, und sie hätten schon dies und das gemacht. Das ist unglaublich großartig. Deshalb hier auch noch mal: Danke für Euer Feedback und Eure Begeisterung. Das ist wirklich total toll.
Auch ein erstes Mal: Irgendwo wurde ich als Schriftstellerin bezeichnet. Ich finde, das ist ein zu großes Wort, das bin ich doch nicht. Autorin natürlich schon, Autorin ist, wer etwas geschrieben hat. Schriftstellerin ist, wer Literatur geschrieben hat. „Sachen machen“ ist keine Literatur, das ist eher journalistisch, es sind ja reine Erlebnisberichte, da ist nichts fiktionalisiert – ich weiß nicht, was die genaue Definition von „Literatur“ ist, aber mit „Sachen machen“ fühle ich mich nicht als Schriftstellerin.
Im August erschien dann „Dinner for one“, eine Anthologie über das Alleinessen, herausgegeben von Friederike Schilbach. Dafür habe ich fünf Geschichten übersetzt und eine eigene beigesteuert. Die ist so einigermaßen die Wahrheit und fühlt sich daher auch nicht wirklich wie „Literatur“ an.
Im Oktober erschienen dann tatsächlich zwei richtig literarische Geschichten im Hamburger Ziegel (nämlich „Brombeeren“ und „Der Pfau“, auf die ich beide sehr stolz bin), und im November ein ganz kleiner Beitrag in der Wiesbadenanthologie von stijlroyal und „Klein Fawa“ in der Rowohlt-Weihnachtsanthologie. Keine Ahnung, ob drei oder fünf Geschichten mich jetzt zur Schriftstellerin machen, aber auf jeden Fall kann ich mit Fug behaupten: 2012 war das Jahr, in dem ich plötzlich Autorin war. Ein Buch, fünf Anthologiebeiträge – vor einem Jahr hätte ich das sicher nicht geglaubt.
Dummerweise ist damit quasi mein literarisches Gesamtwerk auch schon veröffentlicht, alles gleichzeitig. Ich habe nicht 20 weitere Geschichten in der Schublade liegen, nicht mal zwei. Ende des Jahres habe ich dann doch noch ein bisschen am Pfau weitergeschrieben, im Moment ist er 45 Seiten lang – mal sehen, wie das weitergeht. Ich habe gute Vorsätze für 2013, aber dazu schreibe ich demnächst dann noch was.
Im Oktober waren wir ein paar Tage in Zürich, und weil das Wetter so fürchterlich war, sind wir in diese Ausstellung über Plastikmüll im Meer gegangen. Jetzt ist sie in Hamburg, und ich lege Euch einen Besuch sehr ans Herz. Auch wenn ich fand, die Ausstellung hätte hier und da besser gemacht sein können.
Was man sieht: relativ viel Filmmaterial über die Vermüllung des Meeres mit Plastik. Ich habe dort zum ersten Mal vom Great Pacific Garbage Patch gehört, einem gigantischen Müllstrudel im Pazifik. Als nächstes erfährt man dann natürlich, dass die anderen Ozeane ihre eigenen Müllstrudel haben. Diese Filme und Bilder sind wirklich erschütternd. Das Hauptproblem mit dem Plastik ist, dass es nicht verrottet und sich zersetzt, sondern einfach nur in immer kleinere Stückchen zerbricht (und zwar sehr, sehr langsam) und dann in die Nahrungskette gelangt.
Man sieht Bilder wie die von den strangulierten Basstölpeln, die ich auch auf Helgoland fotografiert habe. Oder von Seehunden, die einen Plastikring um den Kopf haben. Eine Schildkröte, die als kleine Schildkröte in so einen Dosen-Sixpack-Plastikring gekrochen sein muss, der einfach nicht kaputtging, als die Schildkröte wuchs. Sie hat jetzt eine sehr schmale Taille. Eine Schildkröte!
Oder diese hier, von verendeten Albatrossen mit dem Bauch voller Plastikteile. Mit vollem Magen verhungert oder an der Unverdaulichkeit des Plastiks gestorben, 2000 Meilen vom nächsten Kontinent entfernt.
Besonders eindrucksvoll finde ich, wie auf den letzten Bildern die Albatrosse schon komplett verwest sind, kein winziges Fitzelchen Albatros mehr übrig, aber der Plastikmüll sieht aus wie auf den Bildern ganz am Anfang. Und wird wahrscheinlich von den nächsten Albatrossen gefressen oder an die Kinder verfüttert.
Die Ausstellung „Endstation Meer?“ ist noch bis Ende März im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zu sehen. Geht da hin! Danach zieht sie weiter nach Finnland und Dänemark. Man möchte nie wieder irgendetwas aus Plastik benutzen.