Strom

Auf besonderen Wunsch und aus gegebenem Anlass: es ist total einfach, den Stromanbieter zu wechseln. Wenn ich mich recht erinnere, braucht man dafür ungefähr zehn Minuten Zeit und einen Internetanschluss. Wir bekommen unseren Strom von Naturstrom, es gibt aber auch genügend andere Anbieter für Strom, der nicht aus Atomkraftwerken stammt. Ein sehr gutes Projekt scheinen die Elektrizitätswerke Schönau zu sein, wo die Bürger einfach ihre eigene Stromversorgung in die Hände genommen haben und inzwischen aber anscheinend auch überall hin liefern. Auch Greenpeace bietet Strom an, dann fällt mir noch Lichtblick ein, es dürfte reichlich Anbieter geben, ich kenne mich auch nicht aus.
Ich weiß nur, dass es bei Naturstrom sehr, sehr einfach und völlig reibungslos ging. Unter Jetzt Kunde werden kann man auch erstmal seinen Jahresverbrauch eingeben und den Preis ausrechnen lassen. Ich habe die Zahlen alle nicht im Kopf, aber es ist nur unwesentlich teurer als Vattenfall und Konsorten. Von dort aus geht es gleich zum Online-Formular, das ist schnell ausgefüllt (letzte Stromrechnung bereithalten, das dürfte das Schwierigste an der Sache sein). Die Kündigung des alten Vertrags geht dann automatisch (glaube ich), da braucht man gar nichts mehr zu machen.
Wer möchte, kann mich gerne als Werber angeben, dafür braucht man unsere Kundennummer, die würde ich dann per Mail verschicken. Für das Werben von Neukunden bekommt man nämlich eine Prämie im Wert von 20,- €; eine der Prämien ist es, diese 20,- € an die Andheri-Hilfe zu spenden, die dafür Familien in Bangladesch mit Photovoltaikanlagen versorgt. Und Naturstrom verdoppelt den Betrag auf 40,- €.

NACHTRAG: Unter dem schönen Namen Atomausstieg selber machen kann man verschiedene Ökostromanbieter direkt miteinander vergleichen, sich einen aussuchen und dann auch gleich online wechseln.

Erdbeben in Japan

Grauenvoll. Unfassbar grauenvoll. Alexandra, geht’s euch gut?

Ich weigere mich zu glauben, dass tatsächlich eine Kernschmelze bevorsteht. Das ist doch nicht zu fassen.

Scheißendreck, ich würde mich gern weigern. Ich hab Angst um meine Freunde. (Sie sind in Gifu, das ist weiter westlich, aber bei einer Kernschmelze wahrscheinlich viel zu nah.)

Die aktuellsten Nachrichten haben der Guardian und Aljazeera, weitere Liveberichterstattung bieten Greenpeace, die ZEIT und der Spiegel.

Die Betreibergesellschaft hat 16 Jahre lang Berichte gefälscht und Inspektionen verschleppt, berichtet die FR.

Tagebuchbloggen

Gefreut: Gemüsemän! Wirsing, Zucchini, Champignons, Zwiebeln, Möhren, Knoblauch, Sprossenmix, Ingwer, Avocado, Mandarinen, Äpfel, Kiwis, Bananen, Weintrauben, Apfelcidre, Reisdrink, Milch, Basmatireis, Paprikagewürz, Kartoffeln, ist das nicht herrlich?

Geärgert: Ich habe eine Überweisung aus Norwegen bekommen, über 500,- Norwegische Kronen. Das entspricht 64,25 €. Davon zieht die Bank 10,- „Provision“ und 2,50 „Courtage“ ab, was immer das heißen soll, es bleiben jedenfalls 51,75 € übrig. Das ist, über’n Daumen gepeilt, ein FÜNFTEL des Gesamtbetrags, den sie mir an Gebühren abziehen. Unverschämtheit, bodenlose. Möchte mal wissen, was passiert, wenn man 15,- überweist. Werden wahrscheinlich auch 12,50 abgezogen. Sagte ich schon: Unverschämtheit? Mir war so. Isdochwah!

Gelernt: Ein Drache ist dieses echsenartige, geflügelte, feuerspeiende Fabeltier. Ein Drachen hingegen ist das Kinderspielzeug-Flugdings mit der Schnur dran, das andere Flugdings zum, naja, Drachenfliegen halt, eine bestimmte Sorte Boot, eine mathematische Figur, und, erstaunlicherweise: eine zänkische Frau. Dabei sollte man doch meinen, dass die eher ein Drache ist. Aber nun, im Duden steht’s geschrieben.

Gegraust: Meike Winnemuth ist inzwischen in Mumbay und schreibt über misshandelte Kinder. Überhaupt, Indien.

Gemogelt: Ich musste doch kurz zu Facebook, weil ich schon wieder etwas gewonnen habe (ein Notizbuch von teNeues), da musste ich für den Versand meine Adresse angeben. Hat aber nur eine Minute gedauert, und ich hab nicht länger dort rumgelesen, ich schwör! Und: danke, teNeues! Ansonsten hat es gut

Geklappt: das mit Twitter und Facebook. Ganz entspannt eigentlich. Auch wenn ich zwei-drei Mal dachte, wohin soll ich jetzt mit dem Aufreger, mit der Freude, wenn ichs nicht twittern darf?

Gefreut: Willkommen im Leben, kleine Tessa!

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Notes to myself:

1. When you want to heiz the Ofen vor because you are cooking an Auflauf, then don’t forget that you have the Idiotenbrotteig in the Ofen zum Gehenlassen.
2. When you realize there is Brotteig in the Ofen and you hol the Plastikschüssel with the Brotteig out of the Ofen and you carefully touch the Plastikschüssel first to see whether it is too hot and you discover that it’s not and that you can touch the Plastikschüssel to hol it out of the Ofen – then this DOES NOT mean that the Topfdeckel on top of the Plastikschüssel, you know: the Topfdeckel with the Metallgriff is also cool enough to touch. Quite im Gegenteil.
3. When you have the hot Topfdeckelgriff in your Fingers and you realise it’s f-ing hot, then for God’s sake just drop it, instead of looking around for a place to put it.
4. Don’t schmeiß all the abgelaufene Medikamente weg before you have new ones.
5. Kühlakkus are a super Erfindung.
6. Wenn Ihr mich genügend bemitleidet habt, guckt doch mal, was Merlix schreibt. Das hat mich gerade schon wieder mit der Welt versöhnt.

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Wegwerfen

Montag: Eine Tüte Korken (Weinladen)

Dienstag: Medikamentenkiste aussortiert. Wir sind so gesund, das ist kaum zu fassen, in der Medikamentenkiste befinden sich vor allem Mittelchen gegen Husten, Schnupfen und Halsschmerzen, ein paar elastische Binden, Paracetamol und eine Flasche Autan mit aufgedruckter Herstelleradresse mit vierstelliger Postleitzahl. Das meiste ist abgelaufen oder hat kein Datum, jetzt ist die Kiste wieder fast leer. (Apotheke)

Mittwoch: Alte Batterien (Supermarkt)

Donnerstag: Mehr Schuhe (Teils Schuhcontainer, teils Müll)

Freitag: Altpapier (Altpapier)

Samstag: Altglas (Altglas)

Sonntag: Die Wahrheit ist: Alles an einem Tag weggebracht. Samstag. Und damit erkläre ich den Wegwerfmonat zwar noch lange nicht für beendet, aber das Drüberbloggen, denn so spannend ist das ja nun nicht. Seit einer Weile mache ich jeden Morgen, wenn ich alle meine Blogs aufmache, auch das der Ordnungshüterin mit auf. Sie gibt einem jeden Tag eine Aufgabe, was man 20 Minuten lang aufräumen soll. Normalerweise lese ich es nicht, ich mache das Fenster immer gleich wieder zu (sorry, Ordnungshüterin!), geschweige denn, dass ich jemals auf die Idee käme, ihren Anweisungen tatsächlich zu folgen. Aber es erinnert mich offenbar doch täglich daran, dass man wenigstens eine Kleinigkeit mal entrümpeln und aufräumen könnte. Mache ich nicht immer, aber ich habe hier und da angefangen, hier mal eine Schublade, dort mal ein Fach, ich hoffe, das kann ich noch eine Weile beibehalten. Entrümpeln fühlt sich nämlich wirklich gut an.

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