Montag: Kleiderschrank teilumgeräumt. Ein paar T-Shirts können weg. Würde eigentlich für die ganze Wegwerfwoche reichen, aber hey. (Teils Schuhputzkiste, teils Sozialladen)
Dienstag: Handrührgerät. Es kam, wie es kommen musste: die Rührstäbe schlugen eh immer wieder aneinander, diesmal haben sie sich richtig verkeilt und einer ist durchgebrochen. Da ist auch nichts mehr zu retten, ein neues Rührgerät muss her.
Mittwoch: Morsches Plastikkörbchen (Müll)
Donnerstag: Schlechtes Küchenkarma gerade, scheint’s. Jedenfalls ist die eine Suppenkelle in zwei Teile gefallen. So ein olles Ding mit Plastikgriff, haben wir zur Hochzeit bekommen, und die war 1996. Die Suppenkelle hat ihre Schuldigkeit getan, die Suppenkelle kann gehen. Und zwar in den Müll.
Freitag: Die alte schwarze Handtasche, so ein hässlicher Plastiksack. Ich hab eine neue! Superschöne! (Der ganze alte Schrott muss raus, neuer Schrott muss rein. Ey!)
Montag: Lippenstifte, Nagellacke, Make-up und ich: eine Geschichte voller Sauereien und Abscheulichkeiten. Und übrigens bin ich dringend für ein Haltbarkeitsdatum auf Kosmetikartikeln, dann könnte man das Zeug besseren Gewissens wegwerfen. Stattdessen denke ich immer „könnteste mal aufbrauchen“, aber nun ja, ich benutze halt kaum was. Ich kaufe auch nicht dauernd Neues, aber irgendwie sammelt sich doch immer was an. (Müll)
Dienstag: Eine geschenkt gekriegte Tasche, die ich nie benutzt habe. (Sozialladen)
Mittwoch: Eine Thermoskanne, von der ich gar nicht wusste, dass wir sie immer noch hatten. Muss aus den Siebzigern sein, sie hatte mal ein Muster, das schon nicht mehr zu erkennen war, als ich den Mann und die Thermoskanne kennenlernte. Das war 1989. Und nein, sie wäre nicht mehr als „vintage“ und cool durchgegangen. (Müll)
Donnerstag: Strumpfhose mit Löchern an beiden großen Zehen. (Müll)
Samstag: Teeschublade aus- und wieder eingeräumt. Weggeworfen: einige Beutel Erkältungstee (mindestens haltbar bis 02/2008), vieleviele Teekrümel, die so in der Schublade herumkrümelten. Doch, das gildet wohl! Rest sortiert und eine kleine Schale mit den erstaunlichsten Einzel-Teebeuteln zusammengestellt. Woher kommen die bloß? Ayurvedischer Einschlaftee! Herz-Kreislauftee! Fühl-dich-schön-Tee! Vorsatz: in den nächsten Wochen wegtrinken.
Der Februar ist doch wirklich ein Wegwerfmonat. Meinetwegen könnte man gleich den ganzen Februar wegwerfen, zumindest hier in Hamburg war es den ganzen Monat noch nicht hell, es hat sich vielmehr bei ziemlicher Dunkelheit eingenieselt. Im Rheinland heißt solches Wetter „usselig“, man will gar nicht vor die Tür.
[Hier total geschickte Überleitung hindenken], deswegen habe ich beschlossen, im Februar jeden Tag etwas wegzuwerfen. Und da gute Vorsätze nur funktionieren, wenn ich öffentlich darüber Buch führe, müsst Ihr da jetzt durch. Diese Woche:
Dienstag: schlumpfblauer Mantel (Sozialladen) Mittwoch: 3 Tassen mit hässlichen Weihnachtsmotiven (Sozialladen) Donnerstag: diese auberginefarbene, vorn geschnürte Bluse, die ich vor bestimmt sieben Jahren gekauft und nie getragen habe, zwei zu enge T-Shirts (Sozialladen) Freitag: kaputtes Handrührgerät (Müll) Samstag: einiges vom Papierstapel (Papiermüll) Sonntag: rostiger Aschenbecher. Die paar Raucher, die wir noch kennen, können auch einen Blumentopfuntersetzer nehmen. (Müll)