








Ob es zwei Sternchen gibt? Oder Findus und Junkie dieselbe Person sind? Was hat es mit den beiden Ringen auf sich, die zusammen mit dem Sektkorken an dem rostigen Schloss hängen? Die Verlobungsringe anlässlich der Hochzeit an die Brücke gekettet? Und wie es Christiane wohl geht, die ihre Mantras an die Brücke schließt „ich lebe jetzt“ und „ich verabschiede die Kontrolle“, und noch ein drittes, das ich vergessen habe? Und wem gehört „meins“?
Heute Mittag kam dann plötzlich die Meldung: Die Umweltbehöde hat die Alster freigegeben! Damit hatte ich noch gar nicht gerechnet. Betreten auf eigene Gefahr natürlich, aber es ist jedenfalls nicht mehr verboten. Wir sind gleich hingefahren, es hatte sich noch nicht wirklich herumgesprochen, es waren nur ein paar vereinzelte Leute auf dem Eis. Und ich hätte schrecklich gern Schlittschuhe gehabt.
Was die Feuerwehr am Ufer gemacht hat und warum der Hubschrauber da herumflog, keine Ahnung. Wir hatten eine Thermoskanne Kakao dabei, der eigenartigerweise ein wenig nach Whisky schmeckte, und dieses Fettgebäck mit dem passenden Namen „Schneebälle“. Und es war wunderschön. Ich habe nur wenige Fotos gemacht, weil sie zweitens dann ja doch immer gleich aussehen, und einem erstens schlicht die Finger abfrieren. Ein paar lade ich noch bei Flickr hoch.


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Ich fürchte, ich werde Euch noch eine Weile mit Alstereisbildern belästigen. Es ist einfach so umwerfend schön. Wobei es fast ein bisschen schade ist, dass es gestern geschneit hat, das sieht zwar auch toll aus, aber man sieht nicht mehr so richtig, dass darunter Wasser ist. Und mit Schlittschuhlaufen wird das so natürlich auch nichts. Abgesehen davon, dass ich gar keine besitze. Und dass man sowieso noch nicht drauf darf. Das Eis ist noch viel zu dünn.

Seit ich denken kann, kann ich den Winter nicht leiden. Kalt, nass, bäh. Und dann war es vor zwei Jahren so richtig kalt, also: so richtig. Tagelang unter Null. Und plötzlich habe ich nicht mehr den Frühling herbeigesehnt, sondern gehofft, dass es noch lange genug kalt bleibt, dass die Alster zufriert und man darauf herumlaufen kann. Tagelang hatte ich am Schreibtisch die Alsterwetter-Webcams offen und habe der Alster beim Zufrieren zugeguckt, habe dauernd irgendwelche Wetter- und Nachrichtenseiten aufgerufen, auf denen die aktuelle Eisdicke gemeldet wurde, und es hat geklappt: die Alster fror zu. Ich war an einem der ersten Tage drauf, als nur ein paar Leute auf dem Eis herumschlidderten, es war herrlich. Dann hat es geschneit, da war nichts mehr mit Eis und Schliddern, es lag zu viel Schnee auf der Eisdecke, dafür gingen aber mehr und mehr Leute drauf, bestimmt zwei Wochen lang. Es war die meiste Zeit grau und schneite und war kein wirklich schönes Wetter, aber ich fand es so! schön!, auf der Alster herumzulaufen. So schön. Seitdem bin ich mit dem Winter versöhnt.
Letztes Jahr war es nicht kalt genug. Dieses Jahr … im Moment sieht es gut aus. Seit drei oder vier Tagen ist es durchgehend unter null Grad, das Wetter ist sonnig und herrlich klar. Ich war gestern schon mal gucken. Noch fahren die Schiffe, das Eis in der Mitte wird also immer wieder aufgebrochen. Aber am Rand ist es schon schön dick, Eisschollen schieben sich übereinander, es knackt und knistert, die Sonne scheint, es ist wirklich eisig kalt, und ich drücke die Daumen, dass es noch lange genug kalt genug bleibt. Und am liebsten trocken, kein Schnee aufs Eis. Fast spiele ich mit dem Gedanken, mir Schlittschuhe zu kaufen. Hach. Dass ich auf meine alten Tage noch den Winter lieben lernen würde! (Klick auf die Bilder macht sie groß.)









