Anderswo. Das Feuilleton

- Jochen Bittner regt sich über das Deppen Leer Zeichen auf. Zu Recht, wenn Ihr mich fragt.

- Und jetzt auch noch das: Der Punkt verschwindet angeblich auch, sagt Tilman Prüfer! Wo soll das noch hinführen?

- In Bristol kümmert sich jemand um falsche Apostrophe: The Banksy of Punctuation.

- Ein alter Artikel von 1993: Dieter E. Zimmer über den Übersetzerskandal um Lemprières Wörterbuch. Und dann gleich über Literatur- und Übersetzungskritik. Lang, aber sehr interessant, auch wenn ich ihm hier und da widersprechen würde.

- Nochmal lang, interessant und alt (na gut, vom letzten Oktober): Marcel Hartges war Verleger bei Piper, jetzt hat er sich mit einer Agentur selbständig gemacht. Was das bedeutet, hier im Gespräch mit Angelika Klammer.

- Erwin Magnus (1881-1947) übersetzte in den 20er-Jahren fast das gesamte Werk von Jack London. Sein Honorar war an die Verkäufe gekoppelt. Dann kamen die Nazis, und Magnus war Jude. Ein Radiofeature von Christian Blees.

- Wer nicht auf der Leipziger Buchmesse war, kann hier drei Stunden Blaues Sofa nachgucken. Leider steht nirgends, wer auf dem Sofa sitzt und man wen zu welchem Zeitpunkt im Video ansteuern kann. Es fängt an mit: Wladimir Kaminer, Nora Bossong, Aslı Erdoğan, Sharon Dodua Otoo, Jostein Gaarder, weiter habe ich noch nicht geguckt.

- Bei „Round not Square“ ist ein Rollcomic erschienen: Paul Rietzl: Shipwreck. Schon die Rezension vom Timur Vermes macht Spaß zu lesen.

- Und das hier ist auch rund.

6 Kommentare

  1. Maja Dienstag, 4. April 2017 um 10:50 Uhr [Link]

    Das mit dem Deppen Leerzeichen hat neben der Inter Nationalisierung bestimmt auch was mit SEO zu tun, kann das sein?

  2. Isabel Bogdan Dienstag, 4. April 2017 um 10:52 Uhr [Link]

    Keine Ahnung, kommt mir aber nicht so vor. Man sieht das ja überall, das machen jede Menge Leute, die sicher keinen Schimmer haben, was SEO ist.

  3. Maja Dienstag, 4. April 2017 um 11:08 Uhr [Link]

    Naja, ich meinte eher, dass sie alle im Internet rumlesen und es dort so wenige Bindestriche gibt, sodass sie das bewusst oder unbewusst übernehmen. Weil wenns so im Internet steht … ;) Aber kann auch falsch sein. Oder nur ein Teil des Problems.

  4. creezy Dienstag, 4. April 2017 um 20:53 Uhr [Link]

    Hm, offensichtlich werden solche Dinge nicht mehr zwingend in den Schulen gelehrt. Ich habe z. B. noch gelernt, wie man die Ellipse korrekt setzt (also den Unterschied zwischen Wortteilauslassung und Gedankenfortführung). Lernen Schüler heute einfach nicht mehr.

    Es wird ein Mix sein.

  5. fxf Mittwoch, 5. April 2017 um 13:18 Uhr [Link]

    Danke für die Erinnerung an den Lemprière-Skandal. Eine ausführliche Dokumentation fand ich hier http://literaturuebersetzer.de/download/uebersetzer/der-uebersetzer-sondernummer-lempriere.pdf . Damals (wie heute) fehlte mir die Kompetenz, um mir wirklich eine gesicherte Meinung zu bilden – aber das Buch mußte ich nach 30 Seiten wegen Unlesbarkeit weglegen.

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