Jonathan Safran Foer: Tree of Codes

Als ich im November irgendwo im Internet zum ersten Mal etwas über dieses Buch las und sah, war ich sofort euphorisch und wollte es unbedingt haben. Das hat sich als gar nicht so einfach erwiesen, es war kaum zu bekommen, aber dann hatte ich Glück – bei der Foer/Duve-Lesung im Januar in Berlin wurde es einfach so verkauft, als wäre das ganz normal.
Das Buch ist tatsächlich genauso wundervoll wie vermutet, wundervoll im ganz wörtlichen Sinne, und ich habe für die Jüdische Allgemeine eine Rezension darüber geschrieben, hier nachzulesen.

Else-Otten-Preis

Das habe ich ja jetzt erst mitbekommen: Andreas Ecke hat schon Mitte Januar den Else-Otten-Preis 2010 für die beste Übersetzung aus dem Niederländischen ins Deutsche bekommen, und zwar für seine Übersetzung von Gerbrand Bakkers „Oben ist es still“.
Das freut mich besonders, weil ich das Buch und die Übersetzung auch so wundervoll fand. Ich sage es auch gerne immer wieder: ja, ich kann eine Übersetzung wundervoll finden, ohne das Original in der Hand gehabt zu haben. Dieser extrem trockene Ton, die Lakonie und der versteckt irgendwo darin wohnende Humor, das ist schon sensationell, da brauche ich kein Original zum Vergleich. Mir doch egal, ob das Original womöglich sogar schlechter ist.
Herzlichen Glückwunsch, Andreas Ecke! Ich freu mich. Und wer das Buch noch nicht gelesen hat: lesen!

5 Sterne, bitte!

Warum Autoren nicht zaghaft sein dürfen, wenn sie Erfolg haben wollen. Von Markus Barth, der zuletzt das Buch mit dem schönen Titel »Der Genitiv ist dem Streber sein Sex« geschrieben hat.

Schöne Kolumne im Börsenblatt. Schockierende Enthüllungen über Amazon-Kundenrezensionen!

Wegwerfen

Wegwerfmonat Februar, Woche zwei:

Montag: Lippenstifte, Nagellacke, Make-up und ich: eine Geschichte voller Sauereien und Abscheulichkeiten. Und übrigens bin ich dringend für ein Haltbarkeitsdatum auf Kosmetikartikeln, dann könnte man das Zeug besseren Gewissens wegwerfen. Stattdessen denke ich immer „könnteste mal aufbrauchen“, aber nun ja, ich benutze halt kaum was. Ich kaufe auch nicht dauernd Neues, aber irgendwie sammelt sich doch immer was an. (Müll)

Dienstag: Eine geschenkt gekriegte Tasche, die ich nie benutzt habe. (Sozialladen)

Mittwoch: Eine Thermoskanne, von der ich gar nicht wusste, dass wir sie immer noch hatten. Muss aus den Siebzigern sein, sie hatte mal ein Muster, das schon nicht mehr zu erkennen war, als ich den Mann und die Thermoskanne kennenlernte. Das war 1989. Und nein, sie wäre nicht mehr als „vintage“ und cool durchgegangen. (Müll)

Donnerstag: Strumpfhose mit Löchern an beiden großen Zehen. (Müll)

Freitag: 2 zerfledderte Geschirrtücher (-> Schuhputzlappen)

Samstag: Teeschublade aus- und wieder eingeräumt. Weggeworfen: einige Beutel Erkältungstee (mindestens haltbar bis 02/2008), vieleviele Teekrümel, die so in der Schublade herumkrümelten. Doch, das gildet wohl! Rest sortiert und eine kleine Schale mit den erstaunlichsten Einzel-Teebeuteln zusammengestellt. Woher kommen die bloß? Ayurvedischer Einschlaftee! Herz-Kreislauftee! Fühl-dich-schön-Tee! Vorsatz: in den nächsten Wochen wegtrinken.

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