Wir lesen mal wieder, der Herr Buddenbohm und ich! Das kann man langsam schon für etwas unoriginell halten, aber dafür ist die Location umso origineller: wir lesen nämlich auf Einladung von Susanne Petzoldt in ihrem Schuhgeschäft Sophie the Cat am Hansaplatz in St. Georg. Dazu gibt es Wein vom Weindealer, und es wird bestimmt super.
Montag, 3. Juni, um 20:00 Uhr. Eintritt: 7,- €.
Auf Facebook kann man schon mal zusagen, wenn man möchte.
Und so sehen wir übrigens aus, wenn wir entspannt im kleinen Schwarzen auf irgendwelchen Treppen in St. Georg herumliegen:

Langsam wird es geradezu peinlich, aber ich habe tatsächlich schon wieder ein Geschenk bekommen. Vor drei Wochen habe ich hier meiner Begeisterung über das Mehlsackmuseum in Wittenburg Ausdruck verliehen. Also, meiner Begeisterung über die bloße Existenz eines Mehlsackmuseums, einer „größten Mehlsacksammlung der Welt“, ich liebe solche kleinen Abgedrehtheiten, dass da tatsächlich jemand Mehlsäcke sammelt. Okay – jemand, der zufällig Geschäftsführer einer Firma für Mehlzusatzstoffe ist. Tatsächlich war ich noch nicht in dem Museum, ich hatte nur am Abend zuvor zufällig davon gehört, von meiner Mitstepperin K., die für ebenjene Firma arbeitet und mir von dem Museum erzählte. Keine Ahnung, wie wir darauf kamen.
Jedenfalls hat K. dann ihrer zuständigen Kollegin im Museum meinen Blogeintrag gezeigt, und heute brachte sie mir mit besten Grüßen von dieser Kollegin das Museumsbuch mit. Das Buch zur größten Mehlsacksammlung der Welt. Ich bin ganz gerührt und beglückt. Liebe zuständige Mehlsackmuseumskollegin, liebe K., vielen Dank! Das ist total toll. Ehrlich, es macht großen Spaß, da durchzublättern, durch Jahrzehnte der Typografie und Illustration quer durch die ganze Welt. Auf Mehlsäcken. Superschönes Buch. Hach.
Neulich schrieb ich hier etwas über Schokolade und Kaffee und über Kinderarbeit auf Kakaoplantagen und fairen Handel und so weiter. Esther empfahl mir in den Kommentaren die Schokolade des niederländischen Herstellers Tony’s Chocolonely, und heute brachte der Postbote das hier:

Über ein halbes Kilo Schokolade und eine Tüte salziges Lakritz. Wow.
Danke, Esther und Maike! Das kommt heute gerade recht. Ich bin ein bisschen ding und kann nette Gesten gerade ebenso gut gebrauchen wie Schokolade. Hach. ♥♥♥
Vielen Dank für’s Mitmachen bei der Verlosung! Ich habe Eure Gewinnwunschkommentare durchnummeriert und den Zufallsgenerator angeschmissen; wenn das gewünschte Buch schon weg war, war das nun leider Pech, da habe ich einfach weitergeklickt, aber das kam verblüffenderweise kaum vor, es kam am Ende alles genau hin. Und ich habe noch zwei Bücher draufgelegt. Für das letzte Buch, Kerzen und Potpourris, gab es nur eine Interessentin, die es natürlich bekommt.
And the winners are:
Kerzen und Potpourris: Birgit
Das Gesicht des Mondes: Aurora und Sandra Franz
Seitensprung rückwärts: Birgit und Christina
Mädchen in weiß: Dorothy-Jane, Magda und Anette M.
An und für Dich: Babs und Judith R.
Herzlichen Glückwunsch! Ich suche nachher Eure Mailadressen raus und schicke Euch eine Mail. Wenn Ihr schneller seid als ich, meldet Euch gerne bei ibogdan at gmx punkt de – ich brauche Eure Adresse und einen kleinen Hinweis, ob Ihr die Bücher signiert haben wollt oder lieber nicht.
Habe ich schon oft genug erwähnt, wie sehr ich Nadia Budde liebe? Ich finde ihre Bücher absolut wundervoll, diese schrägen Figuren, die nie nach gängigen Idealen „schön“ sind, sondern immer ganz anders als andere, alle individuell, aber unverkennbar, und eben auf ihre eigene Weise schön. „Und außerdem sind Borsten schön“ behandelt nun genau dieses Thema: Schönheits- oder andere Ideale, und dass jeder gern ein bisschen anders wäre, als er ist. Dicker, dünner, jünger, älter, größer, kleiner, heldenhafter, irgendwie jedenfalls anders. Außer Onkel Parzival, dem ist sein Äußeres egal. Und das aller anderen auch.
Und das Schönste ist: Nadia Budde kann nicht nur wundervoll zeichnen, sondern auch reimen. In manchen Kinderbüchern zieht der Nicht-Rhythmus einem ja die Schuhe aus, aber nicht bei Nadia Budde, da stimmt alles. So sehr, dass ich mir immer wieder ihre Bücher kaufe oder wünsche, auch wenn ich nicht direkt zur Zielgruppe gehöre (ab 3). Es ist einfach immer zu schön. Vielen Dank an Bücher am Lambertiplatz in Lüneburg, die mir das nach meiner Lesung dort schenkten! Jetzt ist es für mich nicht einfach nur so ein schönes Buch, sondern auch noch eins mit Erinnerung.

Nadia Budde: Und außerdem sind Borsten schön. Peter Hammer Verlag, 14,90 €
(Partnerlink zur Buchhandlung Osiander. Dort kann man auch noch ein bisschen reinblättern.)