CulturBooks

Pressemitteilung:

Erstes Programm von CulturBooks erschienen

»Elektrische Bücher« verspricht der neue unkonventionelle eBook-Verlag, und was darunter zu verstehen ist, zeigt das erste Programm, das Anfang Oktober erscheint.

»Wir haben ein denkbar einfaches Konzept«, erklären Zoë Beck, Jan Karsten, Kirsten Reimers und Thomas Wörtche, die Gründer des reinen eBook-Verlags: »Wir publizieren nur die Texte, die uns gefallen. Nur wenn wir voll hinter einem Titel stehen, nehmen wir ihn ins Programm auf.«

CulturBooks – elektrische Bücher veröffentlicht Original- und Ersterscheinungen, hält im Print Vergriffenes verfügbar und kümmert sich um Lizenzausgaben.

Im ersten Programm, das am 1. Oktober erscheint und 20 Titel umfasst, finden sich Originalausgaben von Frank Göhre, Stefan Beuse, Anja Kümmel, Aleks Scholz, Carlo Schäfer, Kai Hensel, Pippa Goldschmidt, Michael Zeller, Peter Münder und Matthias Penzel und als Lizenzausgaben die neuesten Bücher von Carl Nixon, Christine Lehmann, Monika Geier und Charlotte Otter, Neuauflagen von Lena Blaudez, Eva Karnofsky und Jeanette Erazo-Heufelder sowie Textsammlungen von Christopher G. Moore in deutschen und englischen Ausgaben und weiteres mehr. Ab Dezember werden monatlich drei bis vier Titel erscheinen.

Texte jenseits des Mainstream, ungewöhnliche Formate, genresprengende Ideen – dafür steht CulturBooks in Belletristik wie Sachbuch und in unterschiedlichen Sprachen. Die Bandbreite reicht dabei von der CulturBooks-Single, über die Maxi, das Album bis hin zum Longplayer mit über 500 Seiten. Alle Titel sind frei von hartem Kopierschutz als ePub- und Mobi-Dateien verfügbar. Technisch wird CulturBooks durch die internetbasierte eBook-Software von Grin-Solution unterstützt, doch auch der stationäre Buchhandel soll durch spezielle Lösungen angesprochen werden.

 

Die Personen hinter CulturBooks:

Zoë Beck ist Schriftstellerin, Übersetzerin und TV-Synchronredakteurin.

Jan Karsten ist Redakteur, Lektor und Co-Herausgeber von culturmag.de

Kirsten Reimers ist Lektorin, Publizistin und Literaturkritikerin.

Thomas Wörtche ist Literaturkritiker, Herausgeber der Reihe »Penser Pulp« bei Diaphanes sowie Co-Herausgeber von culturmag.de

Buchmesse

Nächste Woche ist Buchmesse! Am Donnerstag Abend gehen ein paar Leute ins Café Größenwahn, gleich nach der Messe, gegen halb sieben. Wenn noch jemand mitmöchte: bitte hier Bescheid sagen, wir haben im Moment nur einen Tisch für sechs bis acht Personen.

Ansonsten habe ich auf der Messe schon allerhand Termine, aber auch noch ein paar kleine time slots frei und könnte noch Kaffeeverabredungen treffen. Mittwoch, Donnerstag, Freitag.

Is a book written yet?

Unten rechts in der Navigationsspalte gibt es jetzt einen Seitenzähler. Damit ich mich schäme, wenn der zu lange nicht hochgeht. Und dann habe ich ein Geschenk bekommen, von der weltbesten Serotonic und dem weltbesten Jawl. Nämlich das hier:

http://is-a-book-written-yet.com/.

Wie süß ist das denn bitte? Und die aktuellen Seitenzahlen vom Seitenzähler da unten rechts werden anscheinend jetzt immer automatisch dorthingebeamt. Ihr seid so toll. Ich bin ganz schön gerührt. Ehrlich. Danke. Sehr.

Stefanie de Velasco: Tigermilch

cleverprinting 2009Nini und Jameela sind allerbeste Freundinnen. Sie sind 14 und finden das erwachsen. Also ziehen sie sich Ringelstrümpfe an, trinken „Tigermilch“, die sie aus Mariacron, Maracujasaft und Milch zusammenpanschen, und gehen „ganz cool und pomade auf die Kurfürsten“, um für ihre Entjungferung zu üben. Also nicht gerade das, was ich mir unter einer behüteten oder wünschenswerten Kindheit vorstelle, aber ich bin natürlich auch ganz schön bürgerlich. Die beiden jedenfalls finden das völlig normal, sie wirken zwar in der Tat recht erwachsen für ihr Alter, im Sinne von: schon Dinge erlebt, vor denen man Kinder eigentlich gern beschützen möchte, aber sie sind nicht daran zerbrochen oder verbittert. Sie kennen das Leben, sie haben Spaß und haben Kummer und haben Freunde, und sie haben eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was Freundschaft ist. Und deswegen kümmern sie sich ein bisschen um ihren Freund Amir, in dessen Familie es kracht. Und dann passiert eine Katastrophe, und alles gerät dann doch nicht ganz so sehr aus den Fugen, wie man meinen könnte.
Was ich besonders mag, ist Stefanie de Velascos sehr eigene Sprache. Ich lese Bücher ja oft nicht in erster Linie wegen der Geschichte, sondern wegen der Sprache, und ich freue mich immer, wenn ein Buch einen besonderen Ton hat. In diesem Fall ist das eine, wie mir scheint, wirklich plausible Jugendsprache in genau der Dosierung, die nicht nervt, sondern die einfach einen überzeugenden Sound macht. Sehr, sehr wundervoll, wenn man es schafft, einen so eigenen Ton zu entwickeln, der ebenso hart wie poetisch ist und damit genau zu den beschriebenen Mädchen passt; auch sie sind hart im Nehmen und gleichzeitig doch zart und verletzlich. Und vor allem kokettieren weder die Mädchen noch die Autorin mit der Coolness der Kaputtheit, wie es oft in solchen Büchern passiert (was mich dann immer nervt). Dicke Leseempfehlung!

Stefanie de Velasco bekommt einen Regalplatz zwischen Birgit Vanderbeke und Dimitri Verhulst.

Stefanie de Velasco: Tigermilch. Kiepenheuer und Witsch, 288 Seiten. Gebunden, 16,99 €
E-Book, 14,99 €

Sachen machen: Um die Alster

ZielstolzDa isser! Mein Bericht vom Alsterlauf.
„Ich bin ein bisschen aufgeregt. Die Startaufstellung geht so, dass man selbst einschätzt, wie lange man wohl brauchen wird, und sich entsprechend positioniert; die schnellen vorne, die langsameren weiter hinten. Am Straßenrand stehen Schilder, angefangen bei „unter 30 Minuten“. Ich werde tollkühn und stelle mich bei 65 Minuten an, statt, wie eigentlich geplant, bei 70. Neben mir steht Klaus aus Bremerhaven, er ist deutlich senioriger als ich, wir unterhalten uns ein bisschen. Ich finde es irgendwie nett, dass die Vornamen auf den Startnummern mit draufstehen. Alle sind ein bisschen aufgeregt, man wartet so rum, hibbelt ein bisschen, und dann ist es plötzlich zehn Uhr und irgendwo ganz vorne, dort, wo die eigentliche Startlinie ist, fällt der Startschuss.“ Hier geht’s weiter.

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