Als Buch ist das Buch von Lane Smith noch viel, viel schöner. Das Zauberhafte daran sind nicht nur die zauberhaften Illustrationen, sondern ich bin so entzückt, dass es sowas Hübsches für eine so kleine Zielgruppe gibt. Nämlich genau für solche wie mich, die zu viel Zeit im Internet rumhängen, aber trotzdem Bücher lesen. Sieht aus wie ein Kinderbuch, aber Kinder finden das bestimmt gar nicht lustig, und wer nicht interent- UND buchaffin ist, auch nicht. Aber ich!
Außerdem ist es natürlich besonders großartig, sowas vollkommen überraschend im Briefkasten zu finden. Danke, Mylady!
Lane Smith (Michael Krüger): Das ist ein Buch! 40 Seiten, Sanssouci, 6,90 €
Das ganze Wochenende ein Grinsen im Gesicht, ich möchte immer draußen sein, setze mich auf den Balkon, mit dem Laptop, kneife die Augen zusammen, weil man bei so hellem Sonnenschein sonst nichts sieht auf dem Bildschirm, baue lustige Bauten mit Sitzkissen um den Rechner, die Schatten werfen sollen, aber immer umfallen, es geht nicht wirklich gut, aber drinnen sitzen geht natürlich gar nicht. Ich lackiere mir die Fußnägel und die Fingernägel gleich mit, ich gehe Balkonblumen kaufen und schleppe einen Sack Erde nach Hause, wühle in Erde und pflanze Blumen in die Balkonkästen, Ranunkeln, Margariten, Kräuter. Die Reihenfolge Nägel machen – Blumen pflanzen könnte nochmal überdacht werden. Da aber Nagellack und ich sowieso nicht zusammenpassen, kann er auch gleich wieder ab, sah eh scheiße aus.
Zwischendurch immer wieder ein bisschen arbeiten.
Die Laufhose passt noch, aber nur, weil sie dehnbar ist. Im Hammer Park ist wieder ein ganzer Teppich leuchtender Blausterne unter den Magnolien, die gerade dicke, weiße Knospen haben, aber noch nicht aufgeblüht sind. Es ist zum Umfallen schön. Und hier, Leute: die Minigolfanlage ist offen! Wisster Bescheid. Der Wanderpokal ist bei uns. Die Bahnen wurden anscheinend neu gemacht, das konnte ich aber nicht so genau sehen, denn ich war schnell wie der Wind. *hust*
Am Ende des Wochenendes festgestellt: irre viel geschafft. Viele Seiten verarbeitet, die nächste „Sachen machen“ geschrieben, Balkon bepflanzt, gelaufen, Brot gebacken, nebenbei total erholt.
Montag: Luft raus. Nichts geschafft, rumgelaufen wie Falschgeld, hallo? Wasn los? Morgen muss ich wieder was auf die Reihe kriegen, das Buch muss jetzt endlich weg, das nächste liegt ja schon hier, und dann will auch noch ein Seminar vorbereitet werden. Außerdem: ungebremste Wegwerf- und Entrümpellust. Frühjahrputz. Wie lange muss man Hochzeitsgeschenke behalten, die man nie benutzt hat? Reichen fünfzehn Jahre? Möchte jemand so Tonschälchen, sechs große mit Untertassen und zwei kleine ohne?
Lektüre: „Glückliche Ehe“ von Rafael Yglesias. Wahnsinnig traurig. Und schön auch. Geweint. Noch 300 Seiten.