Zhu Yingchun

Nachdem ich gefühlte tausend Tempel und Pagoden besichtigt habe, frage ich immer dringender alle Nanjinger, ob es nicht noch irgendetwas Modernes anzugucken gibt, etwas Cooles, sowas wie diese Buchhandlung im Parkhaus. Irgendetwas Aktuelles, moderne Kunst, coole Clubs, wo angesagte Musik gespielt wird, etwas mit Design, irgendsowas? Ratlose Gesichter. Was denn ihr Lieblingsplatz in Nanjing sei, frage ich. Die Unibibliothek, sagt die eine, sein Bett, sagt der andere, und die dritte meint, ich könne ja noch ins Völkerkundemuseum gehen, das sei wirklich toll. Ja, isses auch. Aber. Halt schon wieder traditionell.
Und dann fiel doch noch zweien ein, ich könne ja noch Zhu Yingchun besuchen gehen. Den vielleicht besten Buchgestalter Chinas. Hurrahurra! Klingt nach einer guten Idee. Sie rufen gleich für mich dort an, und Zhu Yingchun kommt angeblich extra einen Tag früher von einer Dienstreise zurück, um Jan und mich zu empfangen. Jan ist Student, er spricht fließend Chinesisch und ist auch sonst sehr super. Und so gehen wir also an meinem letzten Tag in Nanjing zur „Nanjing Normal University“ (so heißt die Pädagogische Hochschule), wo auch Zhu Yingchun lehrt und sein Büro hat. Und finden schon gleich den Campus toll. Bisschen anders als der neue Campus, wo Jan studiert und ich gerade unterrichte.

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Zhu Yingchun begrüßt uns und bittet uns hinein. Wir sind in einem traditionellen Gebäude, und trotzdem sieht alles anders aus als anderswo. Er selbst, die Innenausstattung. In den vorderen Räumen wird gerade eine Kinderbuchausstellung gezeigt. Es sind einige Übersetzungen dabei, ein paar Cover kommen mir bekannt vor, ich habe sie schon in Deutschland gesehen. Dort halten wir uns aber nicht zu lange auf. Dahinter kommt man durch einen kleinen Innenhof, der früher überdacht war, aber Zhu Yingchun hat das Dach abnehmen lassen, um diesen entspannten kleinen Hof zu schaffen.

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Im dahinterliegenden Büro sitzen seine Assistenten an Computern, vielleicht acht Leute, in Jacken. Nicht, weil sie alle gleich nach Hause gehen würden, sondern weil es seit zwei Tagen recht kalt ist. Zentralheizung gibt es nicht, ich weiß nicht, was sie machen, wenn es richtig Winter wird. Im Moment ist es noch vollkommen normal, in Jacke zu arbeiten. Oder auch zu Hause am Schreib- oder Esstisch zu sitzen. Zhu zeigt uns die ersten Bücher, ich bin sofort hingerissen, dann bittet er uns in sein eigenes Büro und kredenzt uns Tee. Und dann sitzen wir fast zwei Stunden lang bei ihm und unterhalten uns, Jan dolmetscht ganz wundervoll, und ich fühle mich ein bisschen wichtig, weil ich mit Dolmetscher bei einem großen Künstler zu Gast bin.
Zhu zeigt uns einen Band mit Gedichten von ihm selbst, die meist mit typografischen Spielereien zu tun haben. Weder vorles- noch übersetzbar. Ich erinnere mich an ein paar einzelne Zeichen, die Gedichttitel stehen alle auch auf Englisch da, und so habe ich hier und da eine Ahnung, worum es geht, ein paar erklärt er auch, und Jan übersetzt. Teilweise spielt er mit einzelnen Bestandteilen der Schriftzeichen, sowas geht natürlich mit alphabetischen Schriften überhaupt nicht. Wundervoll.

Blumen

Das ist gar nicht das schönste aus dem Gedichtband, aber über dieses hier muss ich grinsen. Das immergleiche Zeichen bedeutet „Blume“, und das eine andere mittendrin heißt „Schmetterling“. In Deutschland, erzähle ich ihm, hat Eugen Gomringer sowas gemacht, er hat in Form eines Apfels immer wieder das Wort „Apfel“ geschrieben, und irgendwo mittendrin steht „Wurm“. „Konkrete Poesie“ nennt man das. Und grinsen muss ich deswegen, weil Eugen Gomringers Tochter Nora diejenige ist, die mir diese ganze Chinareise vermittelt hat. Dummerweise grinse ich ganz verkehrt, denn das stimmt überhaupt nicht: das mit dem Apfel und dem Wurm ist gar nicht von Eugen Gomringer, sondern von Reinhard Döhl. So viel zu meiner lyrischen Bildung.

Wir blättern in einem Buch von Gu Shijiu, das „stiching up“ heißt und ganz roh und unbearbeitet wirkt. Die Seiten sind noch nicht aufgeschnitten, aber vorne drin befindet sich ein eingestanztes Papiermesser zum Rausdrücken, das man hinterher auch als Lesezeichen verwenden kann. Es hat auf der Leipziger Buchmesse 2007 eine Bronzemedaille beim Wettbewerb „Schönste Bücher aus aller Welt“ bekommen (was verblüffend schwer zu googeln und zu verifizieren war. Ich hoffe, es stimmt jetzt).

StitchingUp

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Zhu zeigt uns einen aktuellen Zeitungsartikel über ihn und seine Bücher. Aber irgendwie schafft er es, uns seine Schätze zu zeigen und uns klarzumachen, dass er wirklich einer der ganz Großen ist, ohne dabei übermäßig anzugeben oder zu protzen. Sehr netter und angenehmer Mensch. Und dann macht er noch mehr Tee, denn Tee ist in China eine komplizierte Angelegenheit: Man gießt kochendes Wasser auf den losen Tee, lässt ihn nur ganz kurz ziehen (viel Tee, wenig Wasser), und gießt ihn dann durch ein Sieb in ein anderes Kännchen um, aus dem dann die Tassen gefüllt werden. Und weil das alles in winzigen Gefäßen stattfindet, die Teebecherchen also kaum mehr Fassungsvermögen haben als ein Schnapsglas, ist man quasi permanent mit Teekochen beschäftigt. Was auch etwas Gemütliches hat. Vielleicht war ich auch unhöflich – ich trinke sowieso immer viel, außerdem trinke ich Tee gerne heiß, also war mein Becherchen immer sofort wieder leer.

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Ich frage Zhu, ob er Judith Schalansky kennt. Nein, sagt er. Ich erzähle vom Atlas der abgelegenen Inseln, der würde ihm gefallen – ja, doch, sagt er, natürlich, den hatte er letztes Jahr in seiner Ausstellung. Überrascht mich nicht.
Er erzählt, dass er natürlich viele „ganz normale“ Bücher macht, das ist sein Job. Aber dann macht er eben auch immer wieder diese besonderen Bücher, teils mit eigenen Texten, teils für Freunde, teils Bücher, mit denen er überhaupt kein Geld verdient, die er nur aus Leidenschaft macht. Kunst. Ich kann mich gar nicht sattsehen, die Bücher sind wirklich eins schöner als das andere. Eine Geschichte über Ameisen, freundlicherweise parallel auf Chinesisch und Englisch. Und ein ganz ähnliches Buch mit Schnecken. Beide mit viel Weißraum und wenig Farbe und gerade deswegen so toll. Am liebsten würde ich gleich alle kaufen.

Ameise1

Ameise2

Und dann sehe ich mein Lieblingsbuch von Zhu Yingchun: Ein Tag am See. Es kommt vollständig ohne Worte aus. Die ersten Seiten sind noch ganz dunkel, fast schwarz. Der Mond scheint, man sieht einen See. Von Seite zu Seite wird es heller, es wird Tag am See, wir sehen oben rechts ein Boot im Wasser liegen, unten links etwas Schilf und andere Gräser. Ich halte es für Bleistiftzeichnungen, aber er sagt, es seien bearbeitete Fotografien. Er hatte sich das Bein gebrochen und konnte nichts anderes tun als am See zu sitzen und zu gucken und zu fotografieren. Alle Seiten sehen fast gleich aus, nur irgendeine Kleinigkeit ändert sich. Die Vögel aus dem Schilf fliegen davon. Das Boot treibt ein wenig und dreht sich. Eine Ente schwimmt ins Bild. Eine Spinne spinnt ein Netz im Schilf. Und dann wird es wieder Abend und die Seiten wieder dunkel. Absolut wundervoll.
Das Buch hat er nur in einer Auflage von 1000 Stück hergestellt, und es kostet richtig viel Geld für chinesische Verhältnisse. 480,- ¥, das sind ca. 55,- €. Ich will es haben.

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Zum Abschied schenkt Zhu mir das Ameisenbuch und Jan den Gedichtband. Und natürlich signiert er sie uns. Wir verpassen dummerweise den Moment, in dem man fragen könnte, ob wir noch mehr bei ihm kaufen können, marschieren aber schnurstracks in die Librairie Avantgarde, wo es eine ganze Abteilung nur mit Zhus Büchern gibt. Ich kaufe das Schneckenbuch und den Gedichtband (teure, aufwändige Bücher, die zusammen ca. 10,- € kosten) und stelle fest, dass es den Tag am See nicht gibt. Oarrr, nee! Jetzt habe ich Jan das Geld dagelassen, er wird noch mal zu Zhu Yingchun gehen und es direkt bei ihm für mich kaufen. Hoffentlich gibt es noch eins.

Wenn ich sagen müsste, was das Highlight meiner Zeit in Nanjing war: Der Besuch bei Zhu Yingchun. Und die Librairie Avantgarde.

Zhu9

[Hier noch ein Artikel auf Chinaculture]

[Eine seiner Mitarbeiterinnen hat auch Bilder gemacht.]

Bootfahren

Ich hatte so viele schöne Bilder gesehen von Bootsfahrten in Suzhou (das ist diese Stadt zwischen Nanjing und Shanghai, wo ich für zwei Tage war und einen Vortrag an der Uni gehalten habe). Und weil man mich mit Bootsfahrten ja immer kriegen kann, wollte ich dort also eine machen, es war schönes Wetter, der Nachmittag frei … und dann sagten sie an der Uni, neinnein, das müsse man unbedingt abends machen, „die Lichter, die Lichter!“ Also habe ich mich nachmittags ein Stündchen hingelegt, was auch schön war, und habe die Bootsfahrt abends im Dunkeln gemacht. „Die Lichter, die Lichter!“ bedeutet, was mich eigentlich nicht hätte überraschen sollen, dass sie die Bäume giftgrün anleuchten und auch sonst allerhand farbenfrohe Lichterketten und Glitzereffekte installiert haben. Für meinen westlichen Geschmack ist das eher Kitsch, und von der Stadt sieht man auch nicht recht etwas. (Desweiteren bedeutet es, dass die Bilder von dieser Bootsfahrt allesamt für die Tonne sind.)
Aber es ist ja nicht so, als hätte Nanjing nichts zu bieten! Im Viertel am Konfuziustempel, in dieser touristisch aufbereiteten „Altstadt“ Fuzimiao, kann man ebenfalls Boot fahren, und abends ist es teurer als tagsüber. Wegen „die Lichter, die Lichter!“, nehme ich an, und freue mich, dass ich nachmittags bei Sonnenschein dort bin. Weil Bootfahren super ist, und weil ich außerdem schon den ganzen Tag herumlaufe und gern mal eine Stunde sitze und mich durch die Gegend schippern lasse.

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Auf ausländische Touristen sind sie hier übrigens nicht eingestellt. Wir werden die ganze Bootsfahrt über auf Chinesisch über das informiert, was es zu sehen gibt. Jedenfalls nehme ich das an, ich verstehe ja nichts. Und ich bin auch die einzige Ausländerin an Bord. Überhaupt gibt es in Nanjing sehr wenig Ausländer; im Univiertel sieht man ein paar, aber sonst eher nicht.
In der Tat sind überall im Ufergestrüpp Lampen und Lichterketten und Strahler installiert, ich ahne, wie es hier nachts aussieht. Stellenweise gibt es sogar lebensgroße Figuren, bunte Blumenbögen, die über den Kanal gespannt sind, und sonstige Plastikinstallationen.

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Mir gefällt diese Fahrt bei Tageslicht sehr, obwohl so ein buntes Lichtermeer bei Nacht natürlich irgendwie auch was hat. Vielleicht mache ich das noch, wenn ich mal wieder in Nanjing bin. Bei Tageslicht sehe ich dafür das, was in Hamburg irre viel Geld kostet: Wohnen am Wasser. Hier wirkt es, als gäbe es doch recht unterschiedliche Preislagen von Wasserwohnungen. Die Restaurants allerdings sehen alle eher hochpreisig aus. Für chinesische Verhältnisse. (Die Essenspreise! Habe ich schon etwas über die Essenspreise geschrieben? Nein? Sie sind teilweise so, dass man denkt, dann könnten sie es auch gleich einfach verschenken. Unglaublich günstig.)

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Und zurück zum Anleger. Bootfahren ist super, aber vielleicht wiederhole ich mich da.

Hallo, Hamburg!

Da bin ich wieder. Etwas verschnupft, aber gut angekommen, und ich habe wunderbar geschlafen. Das eigene Bett ist doch der gemütlichste Platz der Welt.
Was wirklich der Wahnsinn ist: die Luft hier. So! klar! Unfassar, es sieht aus, als hätte jemand die Fenster geputzt und den Kontrast wieder reingedreht. Dabei ist einigermaßen graues Novemberwetter; nicht auszudenken, wie es sich anfühlen muss, bei Sonnenschein anzukommen.
Heute habe ich mich erstmal mit dem Mann zu Hause eingemuckelt. Morgen gehen wir Glühwein trinken, um fünf Uhr auf dem „Winter Pride“-Weihnachtsmarkt am Anfang der Langen Reihe. Wenn noch jemand mitmöchte, freue ich mich! In den nächsten Tagen habe ich dann alles mögliche zu tun, und dann wird auch weitergebloggt. Ein paar Chinaeinträge sind noch ungeschrieben.

Tschüss, Nanjing!

Ich bin dann mal wieder weg. Es war toll, vielen Dank! Hier noch mal der Blick aufs Touristenviertel Fuzimiao. Und jetzt: duschen, Kaffee, Koffer zu und los. In ungefähr einundzwanzig Stunden bin ich zu Hause.

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Aus Versehen Sachen machen

Vorgestern wollten Frau Xu und ich eventuell ins Nanjing-Museum. Das ist eines der berühmtesten Museen Chinas, und ich war noch nicht drin. Am Abend vorher schreibt sie mir eine SMS, ob ich ihr bitte schnell meine Passnummer schicken könne. Wofür sie die denn braucht, frage ich: für das Museum. Da muss man im Internet Tickets vorbestellen, und dafür braucht man die Passnummer. Himmel, denke ich, damit der Staat nur ja jederzeit weiß, wo man ist? Um eine Zugfahrkarte zu kaufen, braucht man die Passnummer ebenfalls. Sie bestellt also Tickets vor, wir gehen dann aber gar nicht ins Museum, sondern in den Präsidentenpalast, weil so schönes Wetter ist, denn da kann man mehr draußen herumlaufen.
Also will ich dann heute allein ins Museum. Ohne eine Karte vorzubestellen, denn ich gehe einfach davon aus, dass man an einem Wochentag Vormittag auch sicher einfach am Eingang Karten kaufen kann.
Das Museumsgelände ist riesig und hat einen hohen Zaun drumherum. Auf dem Gelände sind nur vereinzelt ein paar Leute zu sehen. Ich gehe am Zaun entlang (in die falsche Richtung), weiter und weiter, immer weiter am Zaun entlang, bis ich endlich an ein offenes Tor komme. Ein Auto fährt hinein, ein paar Arbeiter sind mit irgendetwas beschäftigt, Fußgänger sind hier außer mir keine, aber da steht ein Schild, dass es zu sämtlichen Ausstellungen usw. nach links geht. Ich gehe nach links, eine Art Einfahrt entlang, und stehe plötzlich auf dem großen Platz zwischen den Museumsgebäuden. Von wo aus ich ungehinderten Zugang zu allen Museumsgebäuden und Ausstellungen habe. Ohne Eintritt gezahlt zu haben, ohne Ticket, ohne Passnummer (außer dass sie die schon von gestern haben, wo ich gar nicht da war).

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Ich sehe mir einige Tuschezeichnungen und Kalligrafien an, überspringe die Ausstellung über Edinburgh, gehe in den Shop und kaufe ein Souvenir … und traue mich dann nicht in weitere Bereiche, weil ich plötzlich denke, gleich wirste erwischt. Bestimmt wirst du gleich am Eingang zur nächsten Ausstellung nach deinem Ticket gefragt. Du solltest lieber zusehen, dass du hier rauskommst, bevor sie dich erwischen, du hast dich unrechtmäßig eingeschlichen, hoffentlich fragen sie am Ausgang nicht nach dem Ticket. Nicht, dass ich glaube, ich würde gleich im Gefängnis landen, aber mir ist irgendwie unwohl dabei, so hintenrum ins Museum gelangt zu sein. Wobei mich allerdings auch niemand aufgehalten oder auch nur komisch angeguckt hat. Ich wollte das gar nicht, ehrlich! Ich bin einfach nur durch die erstbeste offene Tür hineinmarschiert.
Um jetzt durch den Hauptausgang ebenso schnurstracks wieder rauszumarschieren, ohne sonderlich viel vom Museum gesehen zu haben. Natürlich will am Ausgang niemand mein Ticket sehen. Vielleicht bin ich auch einfach schon ein bisschen besichtigungssatt. In den letzten Tagen bin ich so viel herumgelaufen und habe mir so viel angesehen, dass es jetzt eigentlich erstmal reicht.
Stattdessen gehe ich lieber essen, rein zufällig kenne ich mich ja in dieser Stadt hervorragend aus und weiß, wo es hier in der Nähe tolles Essen gibt. Ich esse diese Teigtaschen, deren Namen ich immer vergesse, die süße Suppe mit den Blüten und dieses Gemüse. Diesmal habe ich mir den Namen gemerkt, es handelt sich um Artemisia Selengensis. Wisster Bescheid.

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Danach die letzte Unisitzung. Ich habe die Studierenden etwas schreiben lassen, es sind total tolle Texte dabei herausgekommen, ich war sehr beeindruckt. Und dann habe ich auch noch Abschiedsgeschenke bekommen, ein Seidentuch und ein Buch über die Uni Nanjing. Morgen ist mein letzter Tag hier, kaum zu glauben. Das ging jetzt irgendwie ganz schön schnell, eigentlich habe ich mich gerade schön eingewöht. Zum Abschied nimmt Prof. Yin mich noch mit auf einen Berg und ich sehe Nanjing noch einmal fast smogfrei im Dunkeln von oben. Tschüss, Nanjing, es war toll!

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(Morgen habe ich noch was vor, was hoffentlich auch toll wird. Freitag Rückflug. Keine Ahnung, ob ich morgen noch zum Bloggen komme; schätze, eher nicht.)

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