Peter Carey, Parrot and Olivier in America (Faber and Faber)
Emma Donoghue, Room (Picador – Pan Macmillan)
Damon Galgut, In a Strange Room (Atlantic Books – Grove Atlantic)
Howard Jacobson, The Finkler Question (Bloomsbury)
Andrea Levy, The Long Song (Headline Review – Headline Publishing Group)
Tom McCarthy, C (Jonathan Cape – Random House)
Mehr zum Preis, zu den Büchern und Autoren erfährt man hier.

- Jan Faktor, Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag (Kiepenheuer & Witsch)
- Thomas Lehr, September. Fata Morgana (Carl Hanser)
- Melinda Nadj Abonji, Tauben fliegen auf (Jung und Jung)
- Doron Rabinovici, Andernorts (Suhrkamp)
- Peter Wawerzinek, Rabenliebe (Galiani)
- Judith Zander, Dinge, die wir heute sagten (dtv)
Mehr dazu gibt es hier.
Die Hotlist 2010 für den Preis der Independent-Verlage: hier klicken. Auf der Seite gibt es auch Links zu Leseproben aus den nominierten Büchern. Verliehen wird der Preis auch dieses Jahr wieder bei der Party der unabhängigen Verlage auf der Frankfurter Buchmesse. Letztes Jahr war es dort so voll, dass ich gar nicht bis zur Preisverleihung durchgekommen bin (und so heiß, dass ich auch gar nicht mehr wollte), aber die Party war super.
Im Herbst kommt man immer gar nicht hinterher mit all den Nominierungslisten für Preise und Neuerscheinungen und Buchmesse und Extrabeilagen und berstenden Feuilletons. Hey, veröffentlicht doch bitte nicht so viele tolle Bücher, ich muss arbeiten!
Zeitgleich mit den Nominierungen für den Deutschen Buchpreis erscheinen auch immer die Nominierungen für den kuriosesten Buchtitel des Jahres. Dieses Jahr sind das:
Die Frau, die allein ein ganzer Tisch war – Tor Åge Bringsværd (Volker Oppman), Onkel & Onkel
Männerpolitur. So möbeln Sie Ihren Partner auf – Sandra Winkler, Ullstein Tb
Man kann sich auch wortlos aneinander gewöhnen das muss gar nicht lange dauern – Annette Pehnt, Piper
An dem Tag, als ich meine Friseuse küsste, sind viele Vögel gestorben – Josef Kleindienst, Sonderzahl
Zehn Tipps, das Morden zu beenden und den Abwasch zu beginnen – Hallgrímur Helgason (Kristof Magnusson), Tropen
Geld macht reich. Von Tasche leer zum Millionär – J. R. Ackermann, CARLSEN
Sächsisches Recht zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden: Gesetz, Durchführungsverordnung und Verwaltungsvorschrift – Hrsg.: SV Saxonia Verlag
Männer sind anders. Autos auch. Meine Erlebnisse als Gelber Engel – Susa Bobke, Knaur TB
Nichtamtlicher Leitfaden zur Bewältigung von Projekten und zur Abweisung diesbezüglicher Irrtümer Oder: Regeln für Hans-Peter – Frank Buddrus, Wiley
Steckerstöpsel – Uschi Lange, Books on Demand
Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag – Jan Faktor, Kiepenheuer & Witsch
Ist das Leben eine Abfolge einzelner Punkte? Oder gibt es eine geheimnisvolle gerade Linie, die meinen Vater mit der Musik, dem Kung-Fu, dem Zug der guten Laune, dem Regen, der sich ankündigt, und allen anderen Dingen im Universum verbindet? – Martín Blasco (Katharina Diestelmeier), CARLSEN
Texas als Texttitel. Ein Rabiatkomödienroman – Max Höfler, Ritter
Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen. Wie spirituelle Erfahrung das Leben verändert – Jack Kornfield (Ilse Fath-Engelhardt), Goldmann Arkana
Pornografie und Selbstmord – Nicolas Mahler, REPRODUKT
Keiner verliert ungern. Neue Sprüche und Weisheiten der Fußballstars – Arnd Zeigler, humboldt
Gesund essen und dick sterben. Aufklärung eines scheinbaren Paradoxes – Leoluca Criscione, Marion Dürr-Gross, Verlag Vitasanas
Der Tod auf der Schippe, Oder was Archäologen sonst so finden – Angelika Franz, Theiss
Winterkartoffelknödel. Ein Provinzkrimi – Rita Falk, dtv Premium
Die Go-Go-Girls der Apokalypse – Victor Gischler (Andreas Brandhorst), Piper
Wie kurios die nun alle sind, darüber ließe sich trefflich streiten. Doppelt nominiert, nämlich für den deutschen Buchpreis UND den kuriosesten Titel ist der heilige Hodensack-Bimbam. Und Kristof Magnusson ist einmal als Autor und einmal als Übersetzer dabei. Herzlichen Glückwunsch!
Mein persönlicher Lieblingstitel ist ja „Man kann sich auch wortlos aneinander gewöhnen, das muss gar nicht lange dauern.“ Aber ich finde Anette Pehnt sowieso super. Vollkommen schleierhaft ist mir allerdings, warum bei Buchtiteln so gerne die Satzzeichen weggelassen werden, das ist doch grau-en-haft. Übrigens kann man abstimmen, welche Titel auf die Shortlist sollen, und zwar hier.
Die Literaturen der Welt stehen im Fokus des Preises für internationale Erzählliteratur in deutscher Erstübersetzung, der im 2009 durch das Haus der Kulturen der Welt und die Stiftung Elementarteilchen erstmals verliehen wurde.
Nominiert sind sieben Autoren und ihre Übersetzer:
Édouard Glissant: „Das magnetische Land“ Roman, Verlag Das Wunderhorn, 2010. Aus dem Französischen übersetzt von Beate Thill
Yasmina Khadra: „Die Schuld des Tages an die Nacht“ Roman, Ullstein Verlag, 2010. Aus dem Französischen von Regina Keil-Sagawe
Shahriar Mandanipur: „Eine iranische Liebesgeschichte zensieren“ Roman, Unionsverlag, 2010. Aus dem Englischen von Ursula Ballin
Dinaw Mengestu: „Die Melodie der Luft“ Roman, Ullstein Verlag, 2010. Aus dem amerikanischen Englisch von Volker Oldenburg
Daniyal Mueenuddin: „Andere Räume, andere Träume“ Erzählungen, Suhrkamp/Insel, 2010. Aus dem amerikanischen Englisch von Brigitte Heinrich
Marie N’Diaye : „Drei starke Frauen“ Roman, Suhrkamp, 2010. Aus dem Französischen von Claudia Kalscheuer
Yiyun Li: „Die Sterblichen“ Roman, Carl Hanser Verlag, 2009. Aus dem amerikanischen Englisch von Anette Grube
Herzlichen Glückwunsch allen Nominierten! Mehr zu den Büchern, den Autoren und Übersetzern gibt es hier.