Split, Tag 13
Schon wieder schönes Wetter! Schon wieder keine Möwen auf der morgendlichen Terrasse. Nachdem ich hier gestern übers Nichtvorankommen und Prokrastinieren gejammert hatte – genauer gesagt, ca. 30 Sekunden nachdem ich das hier veröffentlicht hatte – schrieb mir die gute E., sie würde mir jetzt sagen, was ich morgen, also heute, zu tun hätte, nämlich ihr eine sehr, SEHR lange Mail schicken, in der ich ihr alles erzähle, was ich schon weiß. Wer meine Figur ist, wie sie tickt, was sie macht, wo es hingehen soll, und so weiter. Kurz drauf erzählte ich A. per Whatsapp von dieser Nachricht, und A. sagte, sie wolle das unter allen Umständen ebenfalls sehen. Also habe ich mich heute Vormittag hingesetzt und alles zusammengeschrieben. Ein halbfertige Expose weiter ausgeführt mit neuen Ideen, ein angefangenes erstes Kapitel nochmal frisch aufgebügelt und den beiden den ganzen Klumpatsch geschickt.
Der Plan war, dann mein Eis essen zu gehen, aber dann gewitterte es plötzlich und ich dachte, dann machste eben erstmal Yoga, und zwar drinnen. Das hat aber auch nicht geklappt, weil ich plötzlich müde war und stattdessen mit Buch im Bett gelandet bin. Habe aber nicht geschlafen, sondern tatsächlich gelesen, bzw. gehört. Was ich da lese, hängt übrigens mit Projekt drei zusammen, das ich noch nicht wirklich sehe; das wäre etwas, was wir zu zweit machen würden. Aber vielleicht fällt uns ein anderes ein. Das immerhin habe ich auch den beiden anderen Beteiligten (Co-Autorin und Agentin) geschrieben, da mache ich jetzt erstmal einen halben Haken hinter und verschiebe das weitere Nachdenken auf später. Denn immerhin stehen ja erstmal ein neuer Roman und Projekt zwei auf der Liste.
Dann ab in die Stadt, Eis essen und herumlaufen. Einmal bog ich aus einer Gasse auf einen markanten Platz ein (den ich dort auch erwartet hatte), mit mir trat ein deutsches Paar auf den Platz, und die Frau sagte: „Hä? Wieso sind wir denn jetzt wieder hier?“, und der Mann: „Keine Ahnung. Sind wir nicht vorhin von da irgendwo gekommen?“ und deutete vage irgendwohin. Die Frau: „Ich versteh’s überhaupt nicht.“ Und er: „Ich auch nicht.“ Ich dachte: I feel you.
Es ist irre, diese Stadt – die Innenstadt, die Altstadt – ist wirklich nicht groß, aber sehr eng und verwinkelt. Ich dachte, so langsam habe ich es raus, aber heute bin ich doch wieder durch Gassen gekommen, durch die ich in den letzten 13 Tagen noch nicht gegangen bin. Glaube ich. Also habe ich noch ein paar Bilder von Gassen gemacht.













