Was machen die da? Saša Stanišić, Schriftsteller

Saša Stanišić! Super Autor, super Typ. Vor acht Jahren erschien „Wie der Soldat das Grammofon repariert“, ein Roman über eine Kindheit im Bosnien-Krieg. Ein stark autobiografischer Roman, Saša ist als Kind mit seinen Eltern aus Bosnien nach Deutschland geflohen. Und ein sensationell guter Roman auch, wer ihn noch nicht gelesen hat, dem sei er sehr ans Herz gelegt.
In diesem Frühjahr kam dann endlich der zweite Roman, „Vor dem Fest“ – etwas vollkommen anderes, das Portrait eines Dorfes in der Uckermark. Und bekam erst den Döblinpreis, dann den Preis der Leipziger Buchmesse. Hurrahurra!
Wir haben Saša in einer Bar getroffen und anderthalb Stunden über das Schreiben gesprochen. Das ist sowieso gerade meine Lieblingsbeschäftigung, gestandene Autoren darüber auszufragen, wie sie schreiben, wie das funktioniert. Wie man eine Idee entwickelt, etwas ausprobiert, es wieder verwirft und trotzdem unbeeindruckt weitermacht, weil das eben dazugehört. Wie man recherchiert, schreibt, löscht, und am Ende das bestmögliche Buch daraus wird. Das ist wirklich toll. Nur meistens traue ich mich nicht, so lange immer weiterzufragen.

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„Ein Getränk miteinander trinken an einem Ort, der dazu geeignet ist, das zählt im Leben mehr, als woher man kommt.“ (Saša Stanišić, Vor dem Fest.)

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