Aus aktuellem Anlass: Frau Isabo erzählt Geschichten aus dem Leben

Die Tür ging auf, eine Pistole schob sich ins Bild, der erste Kammerjäger stieg über das Netz, das sie vor die Tür gespannt hatten, damit die Ratte nicht entwischt. Es folgte die zweite Pistole und der zweite Kammerjäger. Leider wurden wir dann von unserem Zuschauerplatz vor dem Fenster verscheucht und durften nicht weiter zusehen, denn eigentlich braucht man eine Genehmigung, um in Wohnräumen schießen zu dürfen. Es war aber schon Freitag Nachmittag und keine Genehmigung mehr zu kriegen. Deswegen wollten sie keine Zeugen.
Wir hörten zwei Schüsse, und das war’s auch schon. Ratte tot. T. musste dann nur doch die ganzen Köttel wegmachen und die Plastikspäne, die um die Toilette herum lagen, wo die Ratte sich durchgenagt hatte, alle Lebensmittel wegschmeißen, die ganzen angeknabberten Tütensuppen, Reis, Kakao, Müsli, und ihr weißes Schlafsofa verkaufen. Das Einschussloch darin verkaufte sie als Zigarettenbrandloch und das Rattenblut als ihr eigenes.

3 Kommentare

  1. Jens Montag, 14. Februar 2005 um 12:18 Uhr [Link]

    Und warum aus aktuellem Anlass? Ratten in der Hütte?
    Wie gehts eigentlich T.?

  2. isabo Montag, 14. Februar 2005 um 14:37 Uhr [Link]

    Der Kammerjäger ist gerade da. Keine Ahnung, was der jetzt macht, sicher nicht auf gut Glück in einen Lüftungsschacht schießen. Falle? Gift? Werden sehen. Huäh.

    T. geht’s ganz gut.

    NACHTRAG April 2013, weil ich gerade hierher verlinkt habe: das war nicht bei uns zu Hause, weder die Geschichte oben (Nachbarin-Freundin), noch der „aktuelle Anlass“, da war ich gerade woanders.

  3. itha Dienstag, 15. Februar 2005 um 09:42 Uhr [Link]

    wär das sofa doch nur rot gewesen.

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