*seufz*

Ja, früher™ habe ich mal gebloggt. Manchmal täglich, manchmal alle paar Tage. Das war schön. Fand ich.
Irgendwie kriege ich es gerade nicht auf die Reihe. Kleine Ideen werden auf Facebook verballert, für größere habe ich das Gefühl, keine Zeit zu haben. Immer wieder nehme ich mir vor, dass es doch gehen muss, das bisschen Bloggen kann doch nicht so schwer sein, du meine Güte, ich mache das seit zehn Jahren, ich weiß doch, wie es geht.
Im Moment ist viel Kleinkram. Neben der *eigentlichen* Arbeit (die da gerade ist: den Pfau überarbeiten) kommt zusätzliche Arbeit für wasmachendieda auf uns zu, ich gebe eine Anthologie mit 15 Beiträgen heraus, und ich bereite ein 5-tägiges Seminar vor (26 Bewerbungen auf 12 Plätze), das alles zusammen fühlt sich an wie einen Sack Flöhe hüten. Ein Autor braucht Bedenkzeit, eine springt ab, eine Seminarbewerberin kann doch nicht, wir müssen einen Nachrücker aussuchen, die Termine funktionieren nicht, weil [noch geheim], ich muss zur Physiotherapie, ein Anthologieautor hatte schon abgesagt, will jetzt aber doch, einer hält den Abgabetermin nicht ein, die nächste Seminarbewerberin fragt, ob sie den Text nochmal nachbessern darf, ich habe eine Woche Nichtenbesuch, was natürlich super ist; dazu hier Termine, dort Rücksprache halten, da organisieren, jenes verschieben, und die Mail an Dings muss ja auch noch, und habe ich jetzt eigentlich X gefragt, ob Y, und Z Bescheid gesagt, dass *blubb*?
Lauter tolle Projekte, aber nebenbei noch Bloggen kriege ich irgendwie nicht recht auf die Reihe. Morgen fahre ich nach Berlin zu einem Seminar für Seminarleiter, dann bin ich also auch schon wieder unterwegs. Aber Ihr sollt wenigstens ein bisschen Pausenmusik haben! Ansonsten gelobe ich mal wieder Besserung, das kennt Ihr ja schon.

Anderswo. Das Feuilleton

Schon wieder mit zwei Videos, zum Anfang ein wirklich gemeines Experiment: Der amerikanische Übersetzer Tim Mohr sollte auf der Buchmesse spontan ein paar Texte aus dem Deutschen übersetzen. Und zwar nicht irgendwelche.

Die beiden mairisch-Verleger Daniel Beskos und Peter Reichenbach im Buchmarkt über den Indiebookday.

Ein Gespräch mit KiWi-Verleger Helge Malchow in der Süddeutschen:

jeder Autor hat eine gesunde, notwendige Egozentrik. Das schließt auch die absolut berechtigte Idee ein, dass der Verlag jederzeit für ihn oder für sie da ist und sonst für niemanden.

Ich komm drauf zurück!

Und ein langes Gespräch mit Wolf Haas in der ZEIT.

Das ist das Tolle am Schreiben. Ich habe einmal einen gotischen Dom in Burgund besichtigt, da gibt es Stellen, wo die Säulen übergehen in die Kuppeln, und diese Stellen sind immer verziert: Das ist der nervöse Punkt, wo tragende und lastende Teile zusammenstoßen. Um diesen Punkt dreht sich alles. Dieser Gedanke erregt mich richtig.
[…]
Für mich steht bei dieser Stelle wirklich eher der musikalische Aspekt im Vordergrund als der inhaltliche. Über das denke ich am längsten nach: ob ich dann noch einmal „Leid“ schreibe. Ich bin überhaupt beim Schreiben am meisten fasziniert von der Musikalität der Sprache. Ich finde Bücher ganz langweilig, in denen es nur um den Inhalt geht. Ich mag Bücher, wo man das Gefühl hat, die Geschichte wird erzeugt durch den Sprachmotor. Irgendwann als Student hatte ich eine Phase, wo ich mir gedacht habe, alle guten Schriftsteller sind Musiker im Hauptberuf. Gert Jonke, Thomas Bernhard, die Elfriede Jelinek. Alle von der Musik herkommend.

Sophie Weigand möchte fürderhin Literaturzeitschriften besprechen. Hervorragende Idee! Los geht’s mit Das Buch als Magazin.

Art Garfunkel wandert durch Europa.

Noch ein Artikel auf Englisch: 7 tips from William Faulkner on how to write fiction.

Und das hier ist mindestens der Song des Monats, ach was, des Jahres. Ich kann mich gar nicht beruhigen.

Happy Birthday, „Was machen die da“!

Vor genau einem Jahr sind wir mit „Was machen die da“ online gegangen. Wir haben mit großem Elan mit wöchentlichen Interviews angefangen und im September auf zweiwöchentlich umgestellt, weil es nicht zu schaffen war. So ein Interview macht ja verblüffend viel Arbeit. Insgesamt haben wir jetzt 39 Interviews veröffentlicht, und wir sind Blogger des Jahres 2014 geworden. Mit diesem Ehrentitel könnte man natürlich auch Schluss machen, damit hat man das Internet ja quasi durchgespielt, aber unsere Liste der möglichen Interviewpartner ist noch viele Seiten lang, und uns war noch keine Sekunde langweilig. Also machen wir natürlich weiter. Blumen und Glückwünsche bitte gern nebenan abgeben.

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Was machen die da? Mirja Regensburg ist Komikerin

Schon meine erste Begegnung mit Mirja war der reinste Comedy-Auftritt. Seitdem haben wir schon einige Zeit zusammen verkichert, und wie man das professionell macht, auf der Bühne stehen und Leute zum Lachen bringen, beziehungsweise: wie so etwas beruflich überhaupt funktioniert, das erzählt sie in Was machen die da. WARNUNG: Wer das Invana-Snirski-Video anklickt, riskiert einen Ohrwurm. Snadirski!

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