EXTRABLATT: Was machen die da? Susanne Dirkwinkel ist Seekartenexpertin

Und dann ist man plötzlich für einen Bloggerpreis nominiert, und der aktuellste Eintrag im nominierten Blog ist der Weihnachtsmann. Das kann nicht richtig sein, dachten wir, also haben wir den für morgen geplanten Eintrag schon heute veröffentlicht: Please meet Susanne Dirkwinkel, Expertin für Seekarten.
Was ja in der Schriftform leider nicht so richtig gut rüberkommt, sind diese leuchtenden Augen, wenn sie mit der Hand über eine Karte streicht und sagt: „Ich liebe diese Karten einfach“.

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Und dann kann man ja heute Abend für uns abstimmen, das wisster, ne? Und zwar HIER!

Hurrahurra!

goldener-blogger-klein-gifWas machen die da“ ist nominiert! Für den „Goldenen Blogger des Jahres“ in der Kategorie „Blogger des Jahres“! Und zwar in einer ganz schön illustren Runde, ausgewählt aus 1924 Vorschlägen. Wow. Der „Blogger des Jahres“ ist eine lustige Quatschveranstaltung von und mit Thomas Knüwer, Franziska Bluhm und Daniel Fiene. Der Preis wird am Montag Abend zum neunten Mal verliehen, es gibt einen Livestream, und wir sind schon janz uffjerecht! Herzlichen Glückwunsch auch an die anderen Nominierten! Die endgültigen Preisträger werden übrigens live per Publikumsabstimmung ermittelt. Wenn Ihr versteht, was wir meinen. Also, morgen Abend einschalten!

Liebes Tagebuch,

ich komme wieder nicht voran, ich schaffe zu wenig, ich bin schlecht gelaunt, und warum bin ich eigentlich dauernd so müde? Nur weil Winter ist?
Was habe ich denn seit Weihnachten gemacht? Wie lange ist Weihnachten eigentlich schon her, oh, das sind ja nur 14 Tage. Was ich in der Zeit gemacht habe:
- Magen-Darm-Infekt überstanden
- Im Kindertheater gewesen
- Silvester bei Freunden gefeiert
- Party für 50 Leute geschmissen
- Auf einer Demo gewesen
- Ein Was-machen-die-da-Interview abgetippt und überarbeitet
- Ein weiteres Was-machen-die-da-Interview geführt
- Fast 120 Seiten übersetzt
- X beschissene Nachrichten aus aller Welt ertragen

Ähm, Frau Bogdan: „Ich schaff nichts“ ist möglicherweise eine Winzigkeit … sagen wir: unrealistisch. Verzerrte Wahrnehmung. Echtjetzma. Und müdesein ist in Ordnung.
Morgen übersetze ich die letzten Seiten, dann habe ich noch die Woche zum Überarbeiten, Freitag gebe ich ab. Freitag Nachmittag das nächste Interview für Was-machen-die-da. Oh, und Bloggeburtstag ist am Freitag auch! Der Zehnte! Unfassbar! Was mach ich denn, was mach ich denn? Zur Feier des Tages? Für nächsten Samstag ist dann jedenfalls ein gepflegter kleiner Zusammenbruch geplant. Jippie!
Und im Übrigen möchte ich jetzt für den Rest des Jahres nur noch gute Nachrichten hören. Wenn der zuständige Weltgeist sich da bitte drum kümmern könnte, es reicht jetzt mit den schlimmen Ereignissen. Liebe Menschen: Seid friedlich.

Lesungen

Kaum hat man verkündet, jetzt aber wirklich nicht mehr aus „Sachen machen“ vorzulesen, kommen doch noch zwei Termine:

Am 20. Januar lese ich zusammen mit Monika Mertens im Yachtclub im Nochtspeicher (Hamburg, St. Pauli), und weil es zu schön ist, kopiere ich hier nochmal die Ankündigung:

Wer immer noch glaubt, Literatinnen seien ausschließlich für sensible Seelchenschau zuständig: Meet Bogdan & Mertens! Diese Ladies haben, mit Verlaub, mehr Eier als so manch ein Zeitgenosse. Alle beide gehen – auf unterschiedlichen Wegen – souverän und furchtlos dorthin, wo sich jede Komfortzone längst ergeben hat, und bringen Stories mit, deren messerscharfe Komik der Surrealität der Welt auf Augenhöhe begegnet.

Isabel Bogdan, Schriftstellerin, Übersetzerin, Bloggerin, beweist nicht nur beim „Sachen machen“ (Rowohlt) den Mut zum Abwegigen, aber auch dort bravourös: Sie blamiert sich im Rhönrad, wohnt der Schlachtung eines Schweins bei, spielt Ping-Pong mit Punks, bewahrt Contenance auf einer Esoterikmesse, besichtigt einen Darm und headbangt mit den „Excrementory Grindfuckers“ in Wacken. Klingt nach einem großen Spaß? Ist es auch. Ihr kommender, jetzt schon preisgekrönter Roman wird bereits mit John Cleese’s „Fawlty Towers“ und Alan Bennett verglichen.

Auch Spoken-Word-Heldin Monika Mertens traut sich Dinge, die nur wenige andere wagen. Zum Beispiel morgens um 8:00 Uhr lächelnd in der Bahn zu sitzen oder Tankwarte zu umarmen. In ihren Stories zeigen Alltäglichkeiten plötzlich ihr wahres Gesicht – und dies ist ebenso schonungslos ehrlich wie bizarr komisch. Wo sich die Dame gemeinhin errötend abwendet, sieht Mertens erst recht hin und findet Worte, die wir brauchen: Über Männer, die wie Spechte küssen; Liebe, die in einem „pelzigen Wir“ gerinnt; und generell das Leben jenseits jeglicher Flauschigkeit.

Moderation: Friederike Moldenhauer und Tina Uebel
20. Januar 2015 • 20 Uhr • 9 Euro •
Nochtspeicher • Bernhard-Nocht-Str. 69a • Hamburg

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Und am 6. Februar lese ich zusammen mit Maximilian Buddenbohm, Patricia Cammarata und Johannes Korten bei der GLS-Bank in Bochum Eine Runde ums Blog. Wenn ich es recht bedenke, kann ich da ja auch was aus dem Blog lesen, statt aus dem Buch. Mal überlegen. Habt Ihr Wünsche? Die Bank bittet um Anmeldung.

Fr., 6. Feb. 2015 | 19:30 Uhr
GLS Bank Bochum
Christstraße 9
44789 Bochum
Einritt frei