Was machen die da? Saša Stanišić, Schriftsteller

Saša Stanišić! Super Autor, super Typ. Vor acht Jahren erschien „Wie der Soldat das Grammofon repariert“, ein Roman über eine Kindheit im Bosnien-Krieg. Ein stark autobiografischer Roman, Saša ist als Kind mit seinen Eltern aus Bosnien nach Deutschland geflohen. Und ein sensationell guter Roman auch, wer ihn noch nicht gelesen hat, dem sei er sehr ans Herz gelegt.
In diesem Frühjahr kam dann endlich der zweite Roman, „Vor dem Fest“ – etwas vollkommen anderes, das Portrait eines Dorfes in der Uckermark. Und bekam erst den Döblinpreis, dann den Preis der Leipziger Buchmesse. Hurrahurra!
Wir haben Saša in einer Bar getroffen und anderthalb Stunden über das Schreiben gesprochen. Das ist sowieso gerade meine Lieblingsbeschäftigung, gestandene Autoren darüber auszufragen, wie sie schreiben, wie das funktioniert. Wie man eine Idee entwickelt, etwas ausprobiert, es wieder verwirft und trotzdem unbeeindruckt weitermacht, weil das eben dazugehört. Wie man recherchiert, schreibt, löscht, und am Ende das bestmögliche Buch daraus wird. Das ist wirklich toll. Nur meistens traue ich mich nicht, so lange immer weiterzufragen.

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„Ein Getränk miteinander trinken an einem Ort, der dazu geeignet ist, das zählt im Leben mehr, als woher man kommt.“ (Saša Stanišić, Vor dem Fest.)

Was machen die da? Marei Blischke und Ole Greifsmühlen, Swingtanzlehrer

Dieses „Was machen die da“-Projekt ist wirklich fürchterlich, ich möchte nämlich am liebsten alles gleich selbst ausprobieren. Diesmal wieder ganz besonders: Swingtanz! Lindy Hop! Balboa! Hach. Man müsste überhaupt mehr tanzen. Jedenfalls: Marei Blischke und Ole Greifsmühlen unterrichten diese Tänze hier in Hamburg. Und zwar eindeutig mit großem Spaß. Bitte hier entlang.

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Und hier noch ein kleines „Making of“ von einer der ganz großen Swingtanzszenen der Filmgeschichte.

Was machen die da? Antje Flemming, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Anje Flemming hat einen dieser Traumjobs: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Literaturhaus. Jeden Tag in dieser wunderschönen Villa an der Alster arbeiten und die tollsten Autoren in Grund und Boden charmieren. Was sie wunderbar drauf hat. Tolles Haus, tolle Frau, toller Job. Ich glaube, dass sie da unsichtbar ziemlich viele Fäden zusammenhält.

Was machen die da? Anna Magdalena Bössen, Rollende Rezitatorin

Wenn man so ein Projekt wie „Was machen die da“ ins Leben ruft und am Anfang noch nichts vorzuzeigen hat, dann fragt man natürlich erst mal die Leute, die man kennt. Jetzt waren wir zum ersten Mal bei jemandem, den wir beide nicht kannten: Anna Magdalena Bössen ist Diplom-Gedichtesprecherin und wird ein Jahr lang mit dem Fahrrad durch Deutschland reisen und gegen Kost und Logis, oder auch gegen Geld Gedichte rezitieren. Wir waren am Freitag bei ihr im Hamburger Süden und fanden sie verblüffend entspannt dafür, dass sie einen Tag später aufbrechen wollte. Inzwischen ist sie also seit drei Tagen unterwegs, man kann das in ihrem Blog natürlich mitverfolgen und sie gegebenenfalls zu Übernachtungen und Auftritten einladen. Was ich wirklich dringend empfehle, weil: tolle Frau. Ich habe selten jemanden erlebt, der beim Reden so viel und so herzlich lacht; beim Transkribieren des Interviews hätte ich das am liebsten mit abgetippt. Max und ich waren jedenfalls spontan verliebt und wollten sie sofort für irgendwas buchen. Vielleicht für generelles Gute-Laune-Versprühen. Zum Interview bitte das Bild anklicken:

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