Was machen die da? Gesa Füßle

Vor lauter Sommer sind wir mit dem Rhythmus ein bisschen durcheinandergekommen, dafür ist das aktuelle Interview aber umso großartiger: Gesa und ihre Familie haben für drei Monate ein herzkrankes Kind aus Afghanistan aufgenommen, das hier operiert wurde. Ich kann mir kaum vorstellen, was für alle Beteiligten – Kind, Eltern, Gastfamilie – bedeutet. Aber wie es aussieht, machen sie das alle ganz großartig. Bitte hier entlang.

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Was machen die da? Roland Jesse rennt

Es ist ja nicht so, dass ich kein Verständnis fürs Laufen hätte, ich laufe ja selbst. Laufen ist super. Aber mal ehrlich: zweiundvierzig Kilometer? Meine Schwägerin würde sagen: Es gibt doch Fahrräder! Es ist schon ein bisschen beknackt, zweiundvierzig Kilometer zu rennen. Und wem das noch nicht beknackt genug ist, der macht es auch noch auf Helgoland. Helgoland ist nur einen Quadratkilometer groß, da muss man schon jede verfügbare Straße ablaufen, und das fünf mal, um auf zweiundvierzig Kilometer zu kommen. Und dabei geht es ganz schön rauf und runter, und Wind ist auch noch. Roland Jesse hat es gemacht.

Und wir, wir konnten leider nicht hinfahren, um ihn dabei zu fotografieren und anzufeuern. Wir haben ihn aber gleich am nächsten Tag in Hamburg getroffen. Falls jemand nächstes Jahr hinfährt, ich führe mit und würde an der Strecke stehen und jubeln und Getränke und Handtücher anreichen. Aber jetzt lest erstmal, was Roland erzählt.

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Wer viel im Internet herumliest, kennt Roland als Señor Rolando von seinem Blog Papas Wort oder von Twitter.

Was machen die da? Saša Stanišić, Schriftsteller

Saša Stanišić! Super Autor, super Typ. Vor acht Jahren erschien „Wie der Soldat das Grammofon repariert“, ein Roman über eine Kindheit im Bosnien-Krieg. Ein stark autobiografischer Roman, Saša ist als Kind mit seinen Eltern aus Bosnien nach Deutschland geflohen. Und ein sensationell guter Roman auch, wer ihn noch nicht gelesen hat, dem sei er sehr ans Herz gelegt.
In diesem Frühjahr kam dann endlich der zweite Roman, „Vor dem Fest“ – etwas vollkommen anderes, das Portrait eines Dorfes in der Uckermark. Und bekam erst den Döblinpreis, dann den Preis der Leipziger Buchmesse. Hurrahurra!
Wir haben Saša in einer Bar getroffen und anderthalb Stunden über das Schreiben gesprochen. Das ist sowieso gerade meine Lieblingsbeschäftigung, gestandene Autoren darüber auszufragen, wie sie schreiben, wie das funktioniert. Wie man eine Idee entwickelt, etwas ausprobiert, es wieder verwirft und trotzdem unbeeindruckt weitermacht, weil das eben dazugehört. Wie man recherchiert, schreibt, löscht, und am Ende das bestmögliche Buch daraus wird. Das ist wirklich toll. Nur meistens traue ich mich nicht, so lange immer weiterzufragen.

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„Ein Getränk miteinander trinken an einem Ort, der dazu geeignet ist, das zählt im Leben mehr, als woher man kommt.“ (Saša Stanišić, Vor dem Fest.)

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