Tante Isas kleine Deutschstunde: der Autor

Autor

Sieht ganz einfach aus, oder? Ist es auch. Wird aber oft unnötig verkompliziert und ist dann, genau: falsch.

Es heißt
„Ein Buch des Autors XY.“ (NICHT „des Autoren“)
„Sie hat dem Autor einen Brief geschrieben.“ (NICHT „dem Autoren“)
„Ich habe einen Autor getroffen.“ (NICHT „einen Autoren“)

Keine Ahnung, woher dieser Gebrauch von „des Autoren“ etc. im Singular kommt, ich zucke jedenfalls immer zusammen. Aufhören! Es ist viel einfacher!

Tante Isas kleine Deutschstunde: Café/Kaffee

In ein Café kann man sich setzen und etwas bestellen. Zum Beispiel Kaffee und Kuchen.
Kaffee ist ein Getränk, man stellt es aus Kaffeebohnen her.

Anders gesagt: Das Getränk heißt Kaffee. Nicht Café. Ein Café ist ein Lokal.

Und nein, es klingt nicht „irgendwie edler“, es liest sich auch nicht „irgendwie edler“, wenn man Kaffee meint und Café schreibt. Man *kann* Kaffee auch wie Café aussprechen (in Österreich nur so), aber bitte nicht so schreiben. Danke.

Tante Isas kleine Deutschstunde: Katheder / Katheter

Ein Katheder ist ein Lehrerpult. Mit D hinten, wie beispielsweise „desk“. Das kommt vom Lateinischen cathedra, was Lehrstuhl oder Bischofssitz bedeutete. Das Wort Kathedrale kommt ebenfalls daher, das ist nämlich eine Kirche, in der sich ein Bischofssitz befindet. Kirche und Schule war ja früher quasi das gleiche, kann man sich also gut merken.

Ein Katheter hingegen ist, ich kopier das mal eben: Röhrchen aus Metall, Glas, Kunststoff od. Gummi zur Einführung in Körperorgane (z.B. in die Harnblase), um sie zu entleeren, zu füllen, zu spülen od. zu untersuchen. (© 2000 Dudenverlag)

Merken: das mit T hinten tut, jedenfalls heutzutage, körperlich mehr weh, und das hört man schon. Katheter kann man knallhart schmerzhaft aussprechen, während ein Katheder nach hinten hin geradezu weich wird. Quasi Kuschelpädagogik. Mit D hinten wie „desk“.