Tadaaa! Der HörKules!

Der Pfau hat tatsächlich den HörKules gewonnen! Das ist der Publikumspreis für Hörbucher, also ganz herzlichen Dank allen, die abgestimmt haben! Es war nicht ganz herauszubekommen, ob „das Hörbuch“ den Preis bekommen hat oder Christoph Maria Herbst, er hat die ausnehmend geschmackvolle Trophäe jedenfalls aufs Charmanteste in Empfang genommen. Wie dem auch sei: Hier sehen wir zwei Honigkuchenpferde auf einem schlechten Handyfoto.

Es gab eine große Gala zur Verleihung aller Hörbuchpreise, der Hörkules ist da so ein bisschen angedockt und kommt ganz am Schluss: Nachzusehen hier, ab ca. 1:35. Ich freu mich wie verrückt! Oder wie meine Kollegin Katarina Ganslandt sagte: Crazy ist das neue Normal, aber es bleibt trotzdem crazy.

Was liest du?

„Was liest du“ ist die Lesecommunity der Buchhandlungen Osiander und Mayersche. Sie suchen zusammen die „Buchlieblinge 2016″, die Community-Mitglieder konnten ihre Vorschläge einreichen, und der Pfau ist nominiert! Bis 12. Februar kann man jetzt über die letzten 10 Titel abstimmen. Wenn man möchte. (Das hört dann übrigens demnächst auch wieder auf.)

Hörkules

Woohoo! Das Pfau-Hörbuch steht auf der Shortlist für den Hörkules. Das ist ein Hörerpreis, jeder kann mit abstimmen. Also, wer möchte. Könnte ja sein. Man kann sogar ein Wochenende in Wien gewinnen! Klick aufs Bild und dann unter der Hörkulino-Auswahl „zum Voting“. Bussi!

Tschüss, 2016!

Vor fünf Jahren schrieb ich an dieser Stelle: 2012 war das Jahr, in dem ich plötzlich Autorin war. Sachen machen war erschienen, und ein paar Kurzgeschichten. 2016 war nun das Jahr, in dem ich plötzlich Bestsellerautorin war, und das ist ganz schön irre.

Was für ein Jahr. Ein Rausch! Uff, hurra und tirili! Es fing damit an, dass Mitte Februar der Pfau erschien und ich erst eine Zyste an der Schilddrüse und dann einen Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule hatte. Das sorgt für ziemliche Schmerzen im Arm, bis in die Finger, und wird behandelt durch Abwarten, Schmerzmittel und Physiotherapie. Wenn man Pech hat, muss es operiert werden, aber ich hatte Glück, einen Mann namens Nils und später eine Frau namens Monika (Feldenkrais! Super Sache!), und inzwischen ist alles wieder gut. Aber es sorgte doch dafür, dass ich dachte: Okay, Körper, ich habe verstanden. Es war ja noch nicht abzusehen, wie der Pfau abgehen würde, aber im Nachhinein bin ich geradezu froh um diese kleinen Lästigkeiten, die mir gesagt haben, dass ich 2015 zu viel gearbeitet habe und es 2016 ein bisschen lockerer angehen lassen sollte. Und so habe ich außer der Lesereise gar nicht so viel gearbeitet. Zwei, drei Kurzgeschichten übersetzt, eine Leseprobe für den nächsten eigenen Roman fertiggemacht und mir ansonsten nicht zu viel Stress gemacht. Stellt sich nämlich raus: So eine Lesereise ist natürlich vor allem großartig, aber halt auch anstrengend. Es war genau richtig, zwischen den Reisen, wenn ich ein paar Tage zu Hause war, nicht auch noch größere Mengen übersetzen oder schreiben zu wollen, sondern mich mit kleinem Bürokram und Wäschewaschen zu begnügen. Und so bin ich nicht mal beim Endspurt mit 15 Lesungen im November krank geworden, sondern gesund und gutgelaunt und sehr, sehr glücklich am 1. Dezember nach Hause gekommen, habe den Koffer ausgepackt und ihn nicht drei Tage später wieder eingepackt. Ich hätte dann einigermaßen unverzüglich mit dem Übersetzen loslegen müssen (ein dicker Erzählband von Jane Gardam), aber das hat nicht so recht geklappt, sodass jetzt der Druck wieder einigermaßen hoch ist. Anders gesagt: back to normal.
Dieses Jahr habe ich in so vielen Betten geschlafen wie noch nie, ich habe nicht mitgezählt, aber es waren 65 Lesungen und insgesamt sicher über 50 Betten. Ich bin so viel Bahn gefahren wie noch nie und immer noch großer Bahnfan. Ich hatte plötzlich ein Publikum, ich hatte tatsächlich Fans, das ist total verrückt. Ich habe lauter tolle Leute kennengelernt, und ich habe tausenderlei Pfauengeschenke bekommen. Der Pfau steht seit über 40 Wochen auf der Bestsellerliste, im Moment auf Platz 45, und ich grinse dümmlich-beglückt vor mich hin, während draußen in der großen Politik gerade sehr vieles sehr fürchterlich ist. Syrien, AfD, Brexit, Trump, wisst Ihr alles, das gehört hier nicht so recht rein. Hier rein gehört, dass noch weitere Bücher erschienen sind: Eine treue Frau und Letzte Freunde und Die Rettung und Die geheimen Briefe und Hetty von Jane Gardam in meiner Übersetzung (die drei letzten sind einzelne Kurzgeschichten, das sind keine fünf Romane) und Irgendwo ins grüne Meer, eine Anthologie mit 16 Geschichten von Inseln, die ich zusammen mit Anne von Canal herausgegeben habe. Die sind hier im Blog total untergegangen, wie hier alles ein bisschen untergegangen ist, vor lauter Lauter.
Privat verreist bin ich 2016 auch, ich war auf Helgoland und in Klagenfurt, im Sommer in Schottland, und weil das so kalt und verregnet war, im Herbst noch eine Woche auf Lanzarote. Das war super, kurz noch mal Sonne tanken vor dem November mit den vielen Lesungen und den vielen zugigen Bahnhöfen.
Sobald ich zwischendurch zu Hause war, hatte ich große Lust, Freunde zu treffen und auszugehen. Ich war so oft im Kino wie vermutlich in den 20 Jahren vorher zusammen (Star Wars, Die Peanuts, Nur wir drei gemeinsam, Hail Caesar, Tschick, Toni Erdmann, Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children). Immerhin habe ich fast alle Filme verbloggt, bis auf den letzten, dafür habe ich möglicherweise über kein einziges gelesenes Buch geschrieben. Dabei habe ich tolle Bücher gelesen, der Favorit des Jahres trägt den etwas unglücklichen Titel Und doch ist es Heimat und ist von Jochen Metzger. Wenn ihr das bitte alle lesen würdet. Es geht um die letzten Kriegstage in einem Dorf im Badischen und ist teilweise gar nicht schön, aber unfassbar gut geschrieben. Keine Ahnung, warum das nicht mit den wichtigsten Literaturpreisen bedacht und in sämtlichen Feuilletons besprochen wurde.
Im Theater war ich auch, und in Konzerten, das war in jeder Hinsicht ein sehr reiches Jahr. Die musikalische Entdeckung des Jahres heißt Von wegen Lisbeth.

Ich hatte ein sensationelles Jahr. Wahrscheinlich hat man so eins nur einmal im Leben. Ich bin auch noch nicht fertig mit dem Verarbeiten, manchmal schaue ich immer noch mein Buch an und kann es nicht glauben. Ich? Einen Roman geschrieben? Der so toll aussieht? Und die Buchhändler lieben ihn? Das ist alles nicht wahr, oder?

Danke für das schöne Leben, Weltgeist. Weitermachen, bitte.

The News

Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Der Pfau steht tatsächlich auf der Shortlist für das „Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen“. (Anklicken zum Vergrößern.)

lieblingsbuchwub

Dafür konnten die unabhängigen Buchhändler ihre Lieblingstitel einreichen, es gab insgesamt 175 Vorschläge, und die fünf am öftesten genannten Bücher sind jetzt auf der Shortlist. Über diese fünf Bücher stimmen die unabhängigen Buchhändler jetzt ab, und am 9. November wird der Sieger verkündet. Ab dem 10. November findet die „Woche unabhängiger Buchhandlungen“ statt.

wub-logo

Liebe Buchhändler: Danke. Ihr seid toll, und es ist ein riesengroßes Kompliment, dass Ihr den Pfau zu einem von fünf Lieblingsbüchern erklärt. Ich bin wirklich ehrlich gerührt.

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Und gleich noch eine Nominierung hinterher: Die Hörbucher zum Pfau und zu Jane Gardams „Treuer Frau“ stehen auf der Longlist für den Hörkules! Das ist ein Publikumspreis, jeder kann mit abstimmen. *hust* (Bild anklicken.)

hoerkules-titel-2016

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ICH FREU MICH SO!

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