Bärlauch-Kartoffelsalat (vegan)

Kartoffeln
Zwiebel
Frischer Bärlauch

Pellkartoffeln kochen und je nach Schale und Vorliebe entweder pellen oder halt nicht. Während die Kartoffeln kochen, Zwiebel und Bärlauch kleinschneiden und vegane Mayonnaise zubereiten. Dafür braucht man:

100 ml Sojamilch
2 TL Zitronensaft
Salz
Pfeffer
2 TL Senf
125 ml Öl (Sonnenblumen- oder Oliven- oder wie’s beliebt)

(Rezept von hier)
Sojamilch in einen hohen Becher geben, Zitronensaft dazu – laut Rezept soll das etwas gerinnen, tat es bei mir nicht, war aber egal. Womöglich lag es daran, dass ich keinen Zitronensaft hatte, sondern einmal Orangen-, einmal Pampelmusensaft genommen habe. Salz, Pfeffer und Senf dazu. Pürierstab reinstellen und los geht’s: beim Pürieren das Öl in einem dünnen Strahl zufließen lassen und schön weitermixen, bis die Mayo fest ist. Wenn sie nicht fest wird, noch etwas mehr Öl einrinnen lassen und weiterpürieren. Wird schon. Supereinfach, superlecker. Meine Mayo war sehr fest geworden und der Kartoffelsalat dadurch etwas trocken, deswegen habe ich noch einen Schluck Gemüsebrühe dazugegeben. Am besten einige Stunden vorher zubereiten, damit der Kartoffelsalat schön durchziehen kann.
Für Coleslaw geht die Mayo übrigens auch sehr gut.

So! lecker!

Lecker Krabben

„Eine Packung Krabben reicht aus, um eine Ratte zu töten.“
„Auf ein Kilo Krabben kommen sieben bis neun Kilo Beifang.“ (Das ist quasi das gleiche wie bei anderen Tieren: um tausend Kalorien Rindfleisch zu gewinnen, muss man auch sieben- bis neuntausend Kalorien verfüttern. Ich mag ja hinkende Vergleiche.)

(Via Max / Claudia.)

Essen

Es wurde angeprangert, ich hätte noch nicht genügend Essensbilder gepostet. Dabei esse ich natürlich andauernd ganz tolle Sachen – ich bin aber wirklich keine gute Fotografin, die meisten Bilder sind unscharf (zu nah, zu dunkel), und ich habe dann keinen Nerv, lange rumzuprobieren, bis ich schöne Bilder habe, wenn alle anderen längst essen.
Am Freitag war Besuch an der Uni: Professor Steffen Martus hat seine Biografie der Brüder Grimm vorgestellt und einen sehr interessanten Vortrag gehalten. Er kam zusammen mit einer Dame vom Goetheinstitut Peking, und ich war hinterher mit zum Essen eingeladen. In einem superschicken Restaurant irgendwo im 54. Stock. Es war bestimmt irgendwie unangemessen, dass ich da fotografiert habe, und ich habe auch längst nicht alle Speisen (und schon gar nicht alle scharf) geknipst. Es war jedenfalls wahnsinnig gut, alles.

SAMSUNG CAMERA PICTURESKeine Ahnung, was das ist. War knusprig und unfassbar lecker. Mönchsbart? Und das Helle – irgendwas Nussiges?

SAMSUNG CAMERA PICTURESEine Wurzel, vielleicht sowas ähnliches wie Schwarzwurzel oder so, wir haben es nicht herausbekommen. Geht anscheinend einen Meter tief in die Erde. Süß zubereitet, mit einer Art Himbeermarmelade.

SAMSUNG CAMERA PICTURESMais, Bohnenpaste. Sieht toller aus, als ich es dann fand. Mais halt. *achselzuck*

SAMSUNG CAMERA PICTURESSüße Reissuppe. Nicht sonderlich fotogen, schmeckt aber sensationell. Süß und fruchtig. Irgendetwas ist darin leicht angegoren, sagten die Chinesinnen.

SAMSUNG CAMERA PICTURESViel. Und das war noch nicht alles, es kam immer noch etwas nach. Ich habe gelesen, in China würde immer zu viel Essen aufgefahren, damit es nicht am Ende aussieht, als hätte es nicht genug gegeben. Es gab noch verschiedene Fleischgerichte (das scharfe Rindfleisch! Rrrrrr!), einen ganzen Fisch, Tofu, Süßkartoffeltaler mit grünem Tee, anderes Gemüse, noch mehr Gemüse … Boah.

Samstag war ich mit ein paar Studenten „auf dem Berg“, wie man hier sagt; dazu später mehr. Aber erstmal haben wir in einem traditionellen Nanjinger Restaurant gegessen, oder sagen wir: in einem auf traditionell gemachten, mit entsprechend gekleidetem Personal. Es gab Nanjinger Spezialitäten. Allerdings bekomme ich den Eindruck, dass hier alles eine Nanjinger Spezialität ist. Die Nanjinger Küche hat offenbar viele süß zubereitete Spezialitäten; ich mag das, diese Abwechslung. Man bestellt eigentlich immer lauter Gerichte, die in der Mitte stehen und die sich dann alle teilen, da kann man schön zwischen süß und würzig abwechseln.

SAMSUNG CAMERA PICTURESLotoswurzel in süß. Von der Konsistenz her im ersten Moment nicht ganz mein Ding, aber geschmacklich super.

SAMSUNG CAMERA PICTURESIch weiß nicht, wie das heißt. Wusste auch keiner der Studenten. Endivie? Stängelkohl? Kai Lan?

SAMSUNG CAMERA PICTURES„Lila Kartoffel“, sagen die Studis, das ist wohl noch etwas anderes als Süßkartoffel. Noch lilaler. Hier als Bällchen mit knuspriger Kruste und einer süßen, flüssigen Füllung mit schwarzem Sesam. Himmlisch. Ich wiederhole mich, es ist einfach alles toll.

SAMSUNG CAMERA PICTURESNudelsuppe. Könnt ich mich ja sowieso reinlegen.

SAMSUNG CAMERA PICTURESRettichrösti.

SAMSUNG CAMERA PICTURESSüße Suppe mit irgendwelchen Wurzeln drin. Suppe sehr lecker, die Wurzeln haben so eine mehlige Konsistenz, die im Mund immer mehr wird. Nicht mein Lieblingsdings, aber die Suppe, die Suppe! Süß, warm und lecker! Mit kleinen Blütenblättern drin!

Abends, nachdem wir den ganzen Tag herumgelaufen waren, gab es dann nur noch was Kleines an der U-Bahnstation. Sieht jetzt aus wie die große Langeweile zum Schluss, schmeckt aber natürlich super. Die Taschen sind mit Gemüse gefüllt, es gibt sie auch in X Fleisch-Varianten. Dazu gibt es Soyasoße mit Knoblauch und scharfem Zeug (Sambal Oelek?). Die sechs Taschen haben mir an dem Abend gut gereicht, sie kosten vier Yuan, das sind ungefähr fünfzig Cent. Also, alle zusammen. Nicht pro Stück.

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Anderswo: Essen ersetzen bei Sandra Schöner

Sandra Schöner schreibt eine kleine Reihe zum Thema „Essen ersetzen“. Natürlich nicht durch Lichtnahrung, sondern durch anderes Essen, also beispielsweise herkömmliche durch fair gehandelte Schokolade. Passt hier gerade gut zum Thema, ich bin sehr gespannt, wie es noch weitergeht. Geplant sind noch die Themen „Fast food, Fleisch, Marmelade, darum, nicht selber einkaufen zu müssen und um die Frage, ob ein Hackenporsche auch für unter 60jährige zugelassen ist.“ Bitte hier entlang.

Besser ist das: Gemüse

Seit drei Jahren bekommen wir jetzt Gemüse von einem Biohof aus der Region (Gut Wulksfelde. Wie das genau funktioniert, habe ich hier schon mal aufgeschrieben). Der Hof produziert und liefert aber nicht nur Gemüse, sondern betreibt außerdem einen vollständigen großen Biosupermarkt; da klicke ich mir am Wochenende den kompletten Wocheneinkauf zusammen, und Mittwochs wird alles geliefert. Inklusive Fleisch (nur manchmal, siehe oben), Milch, Kartoffeln, Zwiebeln, es gibt wirklich alles, bis hin zu Wein, Kosmetik und Putzmitteln. Ich freue mich jede Woche auf den Lieferanten (wir nennen ihn Gemüsemän), der zudem noch ein netter Mensch ist, seit drei Jahren durchgängig gut gelaunt, und vor allem freue ich mich, dass ich nicht mehr in den Supermarkt muss. Seit drei Jahren kaufen wir im Supermarkt eigentlich nur noch Apfelsaft, oder mal abends eine Tüte Chips. Der Apfelsaft ist uns beim Biodealer schlicht zu teuer, wir trinken nämlich große Mengen davon, und bei Penny um die Ecke gibt’s einen sehr leckeren Bio-Direktsaft. (mehr …)