- Bräuchte ich einen Schlafplatz in Zürich, und hätte ich sehr viel Geld, dann würde ich dieses Hotel buchen. Was für eine Bibliothek! (Liebes Hotel B2, ich bin ja durchaus käuflich. Ladet mich doch ein, ich bleibe zwei-drei Tage und gucke mir die Bibliothek und das Hotel und die Stadt an, und dann schreibe ich, wie toll es ist. Hm?)
- Ein Fotoprojekt zu den Orten, an denen 1933 Bücher verbrannt wurden: verbrannte Orte. Dasselbe Projekt bei Kwerfeldein und bei Krautreporter – man kann das Projekt auch finanziell unterstützen.
Unabhängig davon: Das Blog von Birgit Ebbert über die Bücherverbrennung.
- Thematisch passend: eine App zu den Hamburger Stolpersteinen (gibt es bestimmt auch für andere Städte), mit der man über verschiedene Suchfunktionen Informationen zu den jeweiligen Personen findet, Biografien, weitere Stolpersteine in der Straße und so weiter. Ich finde das Projekt „Stolpersteine“ ja sensationell gut. Man kann übrigens auch Patenschaften für einzelne Stolpersteine übernehmen, mehr dazu hier.
- Katy hat ein neues Blog: In which she goes out drinking with German writers. Going dutch with German writers. Wundervolle Idee, ich bin sehr gespannt. Und ein bisschen neidisch, man sollte wahrscheinlich sowieso viel öfter mit Autoren trinken gehen. („To go dutch“ heißt übrigens, dass man getrennt bezahlt.)
- „Das Prinzip der Tafeln ist einfach: Sammle von denen, die genug haben und gib es denen,
die zu wenig haben.“ Gute Idee: Die Kalorien, die man beim Laufen verbraucht, an die Tafeln spenden. Das geht mit der App Miles for Meals. Die App errechnet, wieviele Kalorien man beim Laufen verbraucht hat, wievielen Tafelmahlzeiten das entspricht, und was das kostet. Der Betrag wird dann gespendet. (Ich laufe zwar nicht deswegen, weil ich zu viel gegessen hätte, sondern um mich zu bewegen und am Schreibtisch nicht komplett einzurosten, aber hey. Wenn ich dabei jeweils einen Euro fuffzich an die Tafeln spenden kann, dann mache ich das doch. Dummerweise geht das Bezahlen über Paypal, die daran vermulich mitverdienen. Irgendwas ist immer.) (Beim Metamädchen gefunden.)
- Das Hamburger Abendblatt über den ehemaligen Carlsen-Verleger Klaus Humann, der jetzt den neuen Kinderbuchverlag Aladin aufzieht. Nachdem er Carlsen mit Harry Potter und Stephenie Meyer reich gemacht hat. Jetzt will er wieder inhaltlich arbeiten, statt nur noch Manager zu sein, und fängt noch einmal von vorne an. Finde ich super.
- Irische Designer haben die blödesten Kundenfeedbacks zu Postern verarbeitet. Und das ist sehr, sehr schön geworden.
- Von Niegehört auf Top-Ten-Blog in no time: Das Literaturblog Schöne Seiten von Caterina Kirsten.
- Meine Kollegin Brigitte Große bei We are traffic. Schöne Frau, schönes Fahrrad, schöne Stadt.
- Wenn man mal wieder denkt, man wäre zu alt für irgendwelche Klamotten: So ein Quatsch. Man muss sie nur mit dem entsprechenden Stolz tragen. Hervorragend zu sehen auf Advanced Style.
- Der ein oder andere erinnert sich vielleicht, dass ich vor einem knappen Jahr so beeindruckt von Harry Belafonte war. Jetzt erst entdeckt: Benjamin Hüllenkremer war an dem Abend auch da und hat Fotos gemacht. Ich finde, man sieht darauf, was für ein beeindruckender Mann das ist.
- Die Süddeutsche zum hundertsten Mal und ziemlich deutlich über den Affentanz bei Suhrkamp.
- Wundervolle Gedanken von Matthias Nawrat in Volltext über das Schreiben: „Und es kommt immer was. Je mehr ich schreibe, desto mehr kommt. Und desto häufiger kommt auch was Überraschendes. Es scheint mir in solchen Augenblicken, dass ich nichts erfinde, sondern nur finde.“ Das sollte ich mir vielleicht ausdrucken und über den Schreibtisch hängen; mein Hauptproblem beim Schreiben ist ja immer noch die Angst, dass mir nichts einfällt. (Und ja, ich weiß, dass das self-fulfilling ist.)
Wer die Sendung über Amazon und den Umgang mit den Leiharbeitern dort gestern verpasst hat: Bitte hier nachgucken. Wirklich. Guckt Euch das an. Das ist alles so unfassbar. Moderner Sklavenhandel. Beaufsichtigt von (mutmaßlichen) Neonazis.
Irgendwer sagte mal: Es gibt keine billige Kleidung. Es fragt sich nur, wer den Preis zahlt.
Gilt auch für alles andere, schätze ich. Auch für „aber ist doch so praktisch“.
(Und meinen Wunschzettel verlege ich jetzt auch wieder zu stories.)
Ich habe schon ewig keine Linklisten mehr gepostet, aber es tut mir zunehmend leid, meine Leseempfehlungen und sowas nur noch auf quote.fm und Facebook zu posten. Das zerfasert alles zu sehr. Deswegen jetzt also auch hier – mal sehen, ob das was Regelmäßiges wird. Aber das hier sind lauter tolle oder interessante Sachen:
- Wibke Ladwig ruft dazu auf, man möge seinen Beruf erklären. Gerade all die neuen Berufsbilder, für die es noch keine festen Begriffe gibt. Finde ich super – ich höre so oft von Leuten, sie seien beispielsweise „Berater“, und wenn ich nachfrage, wofür, sagen sie, sie würden „Projekte begleiten“ und „Konzepte entwickeln“, und nach zehn Minuten weiß ich immer noch nicht, was sie eigentlich machen. Bitte, liebe konzeptentwickelnde, projektbegleitende Berater: was macht Ihr denn?
- Ihr erinnert Euch an Edmund Stoibers Gestammel zum Thema Flughafen (wenn nicht: hier)? Ich sach ma: Rock‘n'Roll. Unbedingt ansehen!
- Dies hier ist die vielleicht nützlichste Übersetzungsseite der Welt. In vielen Sprachen kann man sich den Satz sogar vorlesen lassen. Und so wunderschöne Wörter entdecken wie shveb-shif. Ich bin ganz verliebt und möchte das am liebsten alles auswendiglernen. Wusste zum Beispiel auch nicht, dass Inuktitut aussieht wie Mengenlehre.
- Großartige Buchvermaktungsidee vom großartigen Verlag Kiepenheuer und Witsch: Die KiWi-Preview Frühjahr 2013. Ein kostenloses E-Book von über 500 Seiten, mit ausführlichen Leseproben, Hintergründen zu den Büchern, mit Weblinks zu Autorenseiten, Terminen und Videos – und mit der Möglichkeit, die vorgestellten Bücher zu gewinnen. Supertoll, ich bin dann mal ein paar Stunden auf dem Sofa.
Meer geht ja immer. Funktioniert auch immer. Und so dunkel war es auch gar nicht, es war die meiste Zeit hellgrau, nur das Schiff hinten am Horizont, das hatte plötzlich Sonnenschein und leuchtete über die Ostsee. Ansonsten: Wind, Wellen, später Wellness. Sehr herrlich alles, unser Weihnachtsgeschenk, super Idee.
[Und mitten in der Nacht noch ein Adrenalinstoß, als plötzlich der Feueralarm losging SCHRILL!, um viertel nach eins, in einer unfassbaren Lautstärke, und uns aus dem Bett katapultierte SCHRILL!. Wir zogen schnell irgendwas über SCHRILL!, stopften Laptops und Kamera und Portemonnaies in eine Tasche und gingen raus SCHRILL!, das Treppenhaus ("Aufzug im Brandfall nicht benutzen") war verstopft von Leuten in Schlafanzügen und Bademänteln und Winterjacken und weinenden Kindern SCHRILL!, und dann kamen zwei Hotelangestellte uns entgegen SCHRILL!, die Treppe herauf, und sagten: Fehlalarm. SCHRILL! Es hatte jemand heiß geduscht und das Licht dabei nicht angemacht, was dazu führte, dass auch die Lüftung im Bad nicht ging und der Dampf ins Zimmer zog und den Alarm auslöste. Also bitte, wenn Ihr im Hotel duscht, schön das Licht anmachen.]