Anderswo – Das Feuilleton

Ja, ich weiß, wir hatten gerade erst ein Feuilleton. Aber es hat sich schon wieder so viel angesammelt, es war ja Buchmesse in Leipzig. Und ich war nicht da! Ich war stattdessen auf Amrum, was unfassbar schön war, aber ein bisschen tat es mir auch leid. Jedenfalls: hier ist eine Menge Nachlese.

- Radio eins – Die Literaturagenten. Buchmesse zum Nachhören, mit Nora Gomringer, Tilman Winterling, Daniel Beskos, Günter Grass und verschiedenen anderen.

- Was auf der Messe neu war: Die sogenannten „Bloggerpaten“. 15 Blogger haben jeweils eins der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominierten Bücher als „Patenkind“ bekommen. Das ist im Prinzip eine gute Idee, aber in der Umsetzung hätte es offenbar besser laufen können, finden Tilman und Thomas.

- Meine Kollegin Katrin Harlass schreibt im Börsenblatt über den Traumberuf Literaturübersetzen.
Und Maria Hummitzsch erklärt es auf dem roten Sofa. (Ich hab so tolle Kolleginnen. Echtjetzma.)

- Uwe Timm im KiWi-Blog über das Schreibenlernen.

- Terry Pratchett ist gestorben. Ich hatte nie das Bedürfnis, etwas von ihm zu lesen, nicht mein Genre. Aber viele Leute haben ihn sehr verehrt, und deswegen gibt es jetzt eine Petition, seinen Tod rückgängig zu machen. Gute Idee wahrscheinlich.

- Übersetzen sei „in Ketten tanzen“, heißt es gelegentlich. Ich halte von dieser Metapher bekanntlich nichts. Ketten? Pah! So muss Übersetzen laufen: Der neue Text muss ein eigener Tanz sein. Ich bin gerade ganz aus dem Häuschen über dieses tolle Video. (Wer mehr sehen will: Bitte schön.)

1 Kommentar

  1. Katharina Montag, 23. März 2015 um 18:03 Uhr [Link]

    Sehr schöne Metapher fürs Literaturübersetzen, die du da drin entdeckt hast. Wie schade, dass sich in Deutschland k(aum )ein Sender Gebärdensprachdolmetscher leistet. Hier kann man sehen, was das für ein Verlust für Gehörlose ist. Das können Untertitel niemals leisten (auch wenn wir unser Bestes geben), denn der Dolmetscher „übersetzt“ ja neben dem Liedtext die ganze Zeit den Rhythmus in Bewegung, auch wenn der Sänger sich kaum bewegt.

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