Anderswo

- Karla Paul leitet seit dem Sommer den Bereich Digitales Publizieren beim Verlag Hoffmann und Campe und erzählt davon im Buchreport. Satz des Jahres: „Die Pessimisten sollen sich bitte endlich ein Hobby suchen.“

- Den Optimismus verlieren kann man allerdings so langsam wirklich bei Suhrkamp. Ich staune weiterhin, dass sie immer noch tolle Bücher machen.

- Der wundervolle Roman „Der Grund“ von Anne von Canal wurde ins Estnische übersetzt, hier gibt es eine lange Lesung daraus. Ich verstehe natürlich kein Wort, finde es aber total toll. Und stelle überrascht fest: Man kann super dazu übersetzen, das hat so einen schönen Rhythmus, aber es stört nicht, weil ich halt nichts verstehe. Musik hören beim Übersetzen kann ich überhaupt nicht, höchstens etwas ohne Text, so Sigur-Ros-Gewimmer oder so. Ab sofort werden zum Arbeiten estnische Lesungen gehört.

- Auch so ne Marke: Reinhold Joppich, langjähriger Vertriebsleiter bei KiWi, weit über Köln hinaus bekannter Schnäuzerträger, Buchbranchenurgestein, geliebt und gefürchtet, wenn ich das richtig verstanden habe, geht in Rente. Gisela Steinhauer hat ihn aus diesem Anlass getroffen und eine ganze Stunde lang mit ihm gesprochen.

- Zu den Deutschen Schreibtagen 2014 in Berlin-Wannsee hielt die internationale Bestsellerautorin und Bücherfrau Nina George vor 140 Teilnehmerinnen, Autoren und Autorinnen in Ausbildung, die Keynote mit dem Titel: „On Writing / Was ist Schreiben?“
Im BücherFrauen-Blog sind jetzt Auszüge der Rede erschienen.

- Wär ich in Berlin, würde ich diesen Schreibkurs bei Susanne Englmayer besuchen. Der wird bestimmt super und kostet quasi nix: 100,- € für 10 Abende, alle 14 Tage montags.

- Marie Marcks ist gestorben. Meine Verehrung.

- Und das Dollste zum Schluss: 54 Stories. Im Advent erscheint dort jeden Tag eine kurze Geschichte, danach geht es aber weiter. Wenn auch nicht täglich. Hurra! Mehr Geschichten für alle!

5 Kommentare

  1. engl Freitag, 12. Dezember 2014 um 12:35 Uhr [Link]

    ui, das seh ich ja jetzt erst. danke fürs weitersagen, das trägt gerade gute früchte.

    aber sag: du würdest wirklich teilnehmen wollen? ist ja nicht so, daß du nicht schon ein superschreibprofi wärst.

  2. Isabel Bogdan Freitag, 12. Dezember 2014 um 12:47 Uhr [Link]

    Hm, ich bin vielleicht Profi im Mikrolektorat – Wörter, Sätze, Stilebenen, da habe ich es wahrscheinlich wirklich nicht so nötig, das mache ich ja den ganzen Tag und unterrichte es auch selbst.
    Was ich aber überhaupt nicht kann, ist die Makroebene: Figuren entwickeln, eine Geschichte konstruieren, Spannungsbogen aufbauen und halten, sowas halt. Ich weiß nicht mal so genau, was „Plotten“ eigentlich ist und wie man das macht.
    Wahrscheinlich bin ich tatsächlich ein bisschen ein Spezialfall, ich bräuchte Sonderbehandlung. Ha! Ich freu mich vielleicht darauf, mit meinem Lektor am Pfau weiterzuarbeiten!

  3. engl Freitag, 12. Dezember 2014 um 13:00 Uhr [Link]

    was „plotten“ exakt ist, weiß ich eigentlich auch nicht so genau. (nicht weitersagen, bitte.) aber ich kann es, immerhin.

    zum thema spannung hätte ich das stichwort „montage“ in petto. na? ; )

  4. Isabel Bogdan Freitag, 12. Dezember 2014 um 13:25 Uhr [Link]

    Klingt vernünftig. Solange man die Konstruktion nicht hinterher dauernd durchscheinen sieht.
    Ich schiele immer mit einem Auge auf die Seminare in der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel.

  5. Doris Brockmann Samstag, 13. Dezember 2014 um 11:54 Uhr [Link]

    Ich habe statt „Schnäuzerträger“ erst „Schürzenjäger“ gelesen – hätte ja auch wohl gepasst.

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