Neuerscheinung: Nick Hornby, Miss Blackpool

9783462046908Tadaaa! Da isser. Der neue Nick Hornby. Übersetzt von Ingo Herzke und mir. Das haben wir hauptsächlich im Juli und August übersetzt (ich zum Teil in Schottland), gleich im Anschluss im September kamen die Lektoratskorrekturen und zwei Fahnendurchgänge, der letzte unmittelbar vor der Buchmesse, im Oktober ging es in Druck, und zack! ist es im November in den Buchhandlungen. Seit heute offiziell. So schnell kann’s gehen, wenn der Autor berühmt genug ist, und so schnell muss es gehen, wenn das Buch schon angekündigt ist, der Autor aber etwas später abgibt und der Verlag sich was davon verspricht. Das war mein Glück – eigentlich hätte Ingo es allein übersetzen sollen, aber dafür war die Zeit zu knapp. Also haben wir es zu zweit gemacht, was wirklich ganz wunderbar funktioniert hat.

Das Buch ist ein großer Spaß, wir haben beim Übersetzen viel gelacht. Ich mag die Figuren und die Stimmung, die akkurat recherchierte Situation in den 60er Jahren in London, und außerdem war es auch so toll zu übersetzen, weil es handwerklich so gut gemacht ist, da waren keine schiefen Metaphern geradezurücken, keine Ungeschicklichkeiten oder Recherchefehler auszubügeln, keine Suche nach einer passenden Tonlage nötig, das ist einfach richtig, richtig gut gemacht und ein großer Spaß. Und mit Ingo mache ich sowas jederzeit gerne wieder. Das war der lustigste und entspannteste Eilauftrag aller Zeiten.
Wie es gehen kann, zu zweit zu übersetzen, haben wir hier im KiWi-Blog erzählt. Und gewinnen kann man da auch noch was!

Nick Hornbys grandioser neuer Roman: ein Ausflug ins Swinging London der Sixties

Die hübsche Barbara entflieht der Provinz und zieht nach London, um berühmt zu werden. Sie bekommt tatsächlich die Hauptrolle in einer neuen Fernseh-Sitcom, die zu einer der erfolgreichsten TV-Shows Englands wird. Das Team wird ihre Familie – doch was passiert, wenn Ruhm und Glanz irgendwann verblassen?
Anfang der 60er: Barbara nimmt die Wahl zur »Miss Blackpool« nicht an, als ihr aufgeht, dass sie dann ein weiteres Jahr in diesem verschlafenen Provinzstädtchen verbringen müsste. Stattdessen zieht sie nach London, ins Herz der neu entstehenden Popkultur, um Komikerin zu werden. Was zunächst aussichtslos erscheint, wird Wirklichkeit, und die Truppe rund um die beiden Drehbuchschreiber Tony und Bill, den Produzenten Dennis sowie Schauspielkollegen Clive ersetzt Barbara fortan die Familie. Alle sind von der Idee besessen, aus ihrer Sitcom einen Riesenerfolg zu machen, was ihnen trotz privater großer und kleiner Katastrophen auch gelingt. Doch was passiert, wenn Schönheit und Ruhm mit der Zeit verblassen?
Nick Hornby nimmt den Leser mit ins brodelnde London der 60er-Jahre, mitten hinein in die Welt der am Hungertuch nagenden Gagschreiber, der überarbeiteten Regisseure, der egozentrischen Schauspieler und der vom großen Durchbruch träumenden Mädchen. Ein Buch über ganz große Auftritte, lebenslange Freundschaft und die große Liebe.

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Erste Besprechungen gibt es hier:

Beim NDR
Beim Deutschlandradio Kultur
Dem Spiegel hat es nicht gefallen.
Der kölnischen Rundschau aber wohl.
Die Welt hat mit Nick Hornby gesprochen.
Simone Dalbert von Papiergeflüster mochte es auch.
Der WDR bringt ein richtig großes Feature mitsamt O-Tönen von Ingo Herzke.
Und noch ein kleines Feature beim rbb, in dem es auch sehr nett um die Übersetzung geht. (Um 8:45 Uhr, kann man anklicken.)

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Buch bestellen bei der Buchhandlung Osiander (Partnerlink), 19,99 €.

3 Kommentare

  1. Katja aka Kaffeebohne Donnerstag, 13. November 2014 um 13:16 Uhr [Link]

    Hey, dann lese ich den Hornby ja mit ganz anderen Augen, wenn ich weiß, dass Du ihn mitübersetzt hast.
    Ich finde die Berichte über Deine Übersetzungen und welche Probleme dabei auftreten, sehr spannend. Gerne mehr davon.
    LG Katja

  2. chick Montag, 24. November 2014 um 11:38 Uhr [Link]

    Ich musste ja schon beim missglückten „Hallux-Valgus-Witz“ des Bürgermeisters das erste Mal grinsen ;).

  3. Isabel Bogdan Montag, 24. November 2014 um 17:21 Uhr [Link]

    Hihi, der ist nicht von mir, der stand da schon! Ehrlich!
    Es gibt aber trotzdem eine Geschichte dazu: Ich hatte nämlich „Hallux valgus“ geschrieben, das hat Ingo mir aber in ein „Überbein“ korrigiert, weil er meinte, das sei doch wohl Spezialwissen und das würden nur Leute verstehen, die selbst darunter leiden.
    Also schrob ich Überbein, und unsere Lektorin hat dann einen Hallux Valgus draus gemacht. Hihi.

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