Was machen die da? Susanne Petzoldt

„Mehr, mehr“, schrie der kleine Häwelmann, also: Ihr. Wir haben so viel tolles Feedback bekommen, dass wir kurzentschlossen heute schon den nächsten Artikel veröffentlicht haben: Susanne Petzold führt ein Schuhgeschäft am Hamburger Hansaplatz. Es war total nett bei ihr – wir kennen sie, weil sie ungefähr vor einem Jahr um diese Zeit bei uns anfragte, ob wir Lust hätten, eine Lesung in ihrem Laden zu machen. Haben wir gemacht, war ein sehr schöner Abend mit Wein und charmantem Publikum. Und jetzt waren wir bei ihr und haben sie ausgefragt. Sehr schade, dass wir keine Videokamera dabeihatten, denn Maximilian hat mehrfach versucht, sich auf den Boden zu legen, um den ebenfalls auf dem Boden liegenden Hund Johnnie frontal zu fotografieren, aber dann stand Johnnie natürlich immer auf und kam zu ihm und verstand das als Aufforderung zum gemeinsamen Auf-dem-Boden-Wälzen. Ansonsten war es, wie Susanne auch im Interview erzählt: dauernd kam jemand rein. Die tschechische Nachbarin brachte ihr Suppe, ein anderer Nachbar, bei dem sie abends zum Essen eingeladen war, kam auf dem Weg zum Einkaufen herein und fragte, was er denn einkaufen soll, eine junge Frau im Joggingdress kam Johnnie zur Alsterrunde abholen. Und ich hätte fast ein Paar Schuhe gekauft, wenn nicht mein Fuß immer noch ein kleines bisschen geschwollen wäre und ich das Schuhekaufen einfach noch eine Weile aufschieben würde. Ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal Schuhe gekauft habe, es ist bestimmt so lange her wie der letzte Friseurbesuch, zwei Jahre? Mindestens. Von wegen, Frauen kaufen dauernd Schuhe und gehen dauernd zum Friseur. Okay, beim Friseur war ich gestern. (Bevor ihr fragt: es gibt nix zu sehen, vorher waren sie sehr lang, jetzt sind sie mittellang, und es ist sowieso immer ein Gummi drin. Es wird also, wie immer, niemandem auffallen.)

Am Dienstag gibt es den nächsten Artikel auf Was machen die da?

5 Kommentare

  1. esther Montag, 7. April 2014 um 11:57 Uhr [Link]

    schönes Blog! das gefällt mir gut. Witzigerweise habe ich gestern in der niederländische Zeitung Volkskrant etwas sehr ähnliches gesehen, das heisst: Beroepsgeheim. Bin mir nicht sicher ob das wochentlich ist oder nicht, aber offensichtlich haben Zeitungen auch Interesse an so was. (in der Volkskrant von Samstag ein Gespräch mit einem Maurer, der schwärmte von unterschiedlichen Muster und so die man beim Maurern (ist das ein Verb?) machen kann.)
    gruß
    Esther

    • Isabel Bogdan Montag, 7. April 2014 um 12:05 Uhr [Link]

      Das Verb heißt mauern.
      (Wir hätten natürlich auch nichts dagegen, die ganze Sache an eine Zeitung oder Zeitschrift zu verkaufen.)

    • esther Montag, 7. April 2014 um 16:55 Uhr [Link]

      dann sollte aber der Beruf doch eigentlich eher Mauerer heissen oder?
      Mauern klingt aber in der tat besser. Viel Erfolg mit dem Blog weiterhin!

    • Isabel Bogdan Montag, 7. April 2014 um 22:21 Uhr [Link]

      Tja, wenn Sprache logisch wär, wären manche von uns arbeitslos. Hihi.

    • esther Dienstag, 8. April 2014 um 10:50 Uhr [Link]

      wir beiden vermutlich auf jeden Fall. Aber zum lernen wäre es manchmal praktisch (aber ja, ich weiß, insgesamt auch eher langweiliger)

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