Anderswo

Hilal Sezgin schreibt in der Taz über das Vokabular der Fleischindustrie: „Nicht die Zustände müssen verbessert werden, sondern die Public Relations. Man müsse „gemeinsam das Image aufpolieren“, empfahl die Zeitschrift Top agrar. „Höchste Zeit, in die Offensive zu gehen und die Imagewerbung zu verstärken.““

Zoë Beck hat sich Gedanken darüber gemacht, ob man Bücher zu Ende lesen muss. Muss man natürlich nicht.

Benjamin Maack schreibt über den großen Neinsager Bill Watterson. Was ja viele nicht wissen: Er hat am gleichen Tag Geburtstag wie ich. Also, Bill Watterson jetzt, nicht Benjamin Maack. Ich dachte, das interessiert Euch bestimmt.

Bücher sind übrigens total super. Beweise: Literatur verändert das Gehirn, Bücher helfen Gedanken lesen und Literatur fördert die Empathie. Schön und gut, aber kann ich jetzt bitte wieder einfach so zum Spaß lesen? Danke. Da bin ich einer Meinung mit Katy. (Was anderes sind natürlich therapeutische Gründe.)

Apropos Katy: Katy hat eine Erzählung von Christa Wolf übersetzt und darüber einen Essay geschrieben.

Wenn ich das nächste Mal in Berlin bin, will ich unbedingt endlich in der Druckerey von Martin Z. Schröder vorbeigehen. Alles, was ich von ihm gesehen habe, finde ich sensationell schön. Hier geht’s zu seinem Blog.

Irina Korschunow ist gestorben. Hier ein Nachruf in der Süddeutschen.

Wer jetzt immer noch Zeit hat, kann hier Interviews mit Autoren lesen. Viele. Auf Englisch.

Mir ist, als hätte ich das hier schon mal verlinkt, aber macht ja nix, es ist wirklich schön: Arbeitsplätze bekannter Künstler.

Und noch was Schönes: In Portugal streikt die Müllabfuhr, und die Bevölkerung wird von einem kollektiven Geistesblitz getroffen. Sehr schön.

3 Kommentare

  1. Frank B. Samstag, 11. Januar 2014 um 01:55 Uhr [Link]

    Autoren haben`s doch gut – ein Tischchen und gut is!
    Sobald man anfängt zu malen oder zu skulptieren, stellt sich
    irgendwann die Raumfrage (Atelier!). Obwohl – bei Jane Austen (Nr.33) pure Romantisierung, bei Nigella Lawson (15, food writer) frage ich mich (ob der vielen Bücher): Ist das, was sie schreibt, kompliziert, anspruchsvoll gar? Das Minimalbeispiel Wolfgang Koeppen fehlt indes: ein Campingtisch, eine Reiseschreibmaschine, zwei Stapel Papier, auf dem Boden eine ausgebreitete Zeitung zum ausstrecken der Glieder …

  2. Schlachterin Samstag, 11. Januar 2014 um 15:40 Uhr [Link]

    Beim Anblick von Roald Dahls Sessel krieg ich Beklemmungspanik. Wenn ich mir vorstelle, ich müsste mich hinter dieses Schreibbrett auf den Sessel klemmen, und das zwischen zwei Tischen, von denen der eine nicht benutzbar ist, weil dekorativ bestückt, der andere zwar leer, aber wohl ebenso unbenutzt … oder versteh ich jetzt irgendwas nicht? Ich glaube, wenn ich mir das wirklich vorzustellen versuche, wird eine Romanfigur geboren ;)

    Auch ich habe mich dabei ertappt, dass mich Nigella Lawsons viele Bücher sehr erstaunten. Aber warum soll sie nicht belesen sein? Weil sie *bloß* food writer ist? Ich wünschte, ich könnte Essen schreiben. Auf jeden Fall werd ich mir Frau Lawson mal genauer anschauen.

    Wie immer tolle Links, Isabel! Ich muss Deine „Anderswo“-Posts jedes Mal auf später verschieben, weil ich mich überall festlesen kann.

  3. Sponsored Data und Literatur – 1ppm von Johannes Mirus Sonntag, 12. Januar 2014 um 13:44 Uhr [Link]

    […] Das nie endende Bücher-Knigge-Thema: Wie viel vom Buch man lesen muss. Nicht alles, wenn es gar nicht gefällt, sag Zoë Beck. Und das ist wahr, auch wenn es manch­mal schmerzt. (via Isa­bel Bog­dan) […]

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