17 Kommentare

  1. Jenny Mittwoch, 28. November 2012 um 10:32 Uhr [Link]

    Und jetzt?! :(

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    • Isabel Bogdan Mittwoch, 28. November 2012 um 10:34 Uhr [Link]

      Jetzt wahrscheinlich: sich einreden, dass das nur die Supermarkt-Bio-Sachen betrifft und es im Bioladen besser ist. Am besten natürlich: aufm Markt einkaufen, Höfe vorher ansehen. Wenn das geht. Ob Demeter eine Lösung ist? Hat Bioland strengere Richtlinien als EU-Bio? Ich weiß es nicht.
      Das ist doch ein Elend, ehrlich. Man möchte sich so gern auf irgendwas verlassen können.

  2. Montez Mittwoch, 28. November 2012 um 11:04 Uhr [Link]

    Demeter und Bioland haben viel strengere Richtlinien.
    EU-Supermarkt-Bio ist, nunja. Siehe oben.

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  3. Montez Mittwoch, 28. November 2012 um 11:04 Uhr [Link]

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    • ichichich Mittwoch, 28. November 2012 um 15:09 Uhr [Link]

      Demeter betreibt sog. „biologisch-dynamische“ Landwirtschaft, oder, wie ich es nenne, esoterische Quacksalberei. Da wird fleißig herumbehauptet, etwa dass Leben „nicht-sinnlicher (geistiger) Natur, den Substanzen der organischen Natur übergeordnet“ sei, da wird den Naturwissenschaftlern empfohlen, ihre Ergebnisse zu „spiritualisieren“, da wird über spezielle Kompostpräparate aus „in Wasser dynamisiertem Quarzmehl“ (vulgo: nassem Sand) fabuliert, die „strahlende, d.h. nicht stofflichen Kräfte“ hätten. Und natürlich hat Rudolf Steiner das alles schon vor 100 Jahren vorausgesagt, Halleluja!

      Solchen Leuten kaufe ich bestimmt nichts ab. Die lache ich höchstens aus.

      (Alle Zitate von hier. Und auch diesen Spiegel-Artikel sollte man aufmerksam lesen: Erleuchtung durch die Gurke)

    • Isabel Bogdan Mittwoch, 28. November 2012 um 15:38 Uhr [Link]

      Ich finde es allerdings leichter, das esoterische Geschwaller zu ignorieren, als diese Bilder. Den Hühnern ist der spirituelle Überbau vermutlich ziemlich wurscht. Und wenn sie dafür gut behandelt werden, nach Hühnermaßstäben, ist mir das immer noch lieber als so eine Nummer wie das da oben in dem Film.

  4. Miriam Mittwoch, 28. November 2012 um 11:10 Uhr [Link]

    Die Lösung aller Lösungen ist: Gar keine Eier essen! Wieso überhaupt das Menstruationsprodukt eines Federtiers essen? Komplett überflüssig. Braucht kein Mensch.
    Dieses Elend der Tiere existiert nur, weil der Verbraucher die Produkte nachfragt – und in diesem Fall in einer Masse nachfragt, dass es eigentlich jedem klar sein sollte, dass diese Nachfrage nicht durch glücklich beim Bauern herumtollende Hühner gedeckt werden kann.
    Man kann sich natürlich einreden, wenn man beim Markt einkauft, wäre alles anders. Wenn das allerdings jeder tun würde und die Nachfrage nach Eiern somit nicht sinkt, kann sich wieder jeder vorstellen, was passieren wird … (mal abgesehen davon betrifft das Problem ja nicht nur die Eier, wie wir als Eier kaufen, sondern auch die, die in Nudeln, Bratlingen, Kuchen usw. drin sind. Insofern ändert sich durch das Einkaufen von Eiern auf dem Markt vermutlich gar nix.)
    Die einzige Lösung ist, einfach keine Eier mehr zu essen. Und ich weiß, dass das hier keiner hören will :-) Ist aber leider so.

    Gruß Miriam

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    • Isabel Bogdan Mittwoch, 28. November 2012 um 11:38 Uhr [Link]

      Naja, die Lösung „keine Eier essen“ liegt dermaßen auf der Hand, dass ich glaubte, sie nicht erwähnen zu müssen. Aber es ist ja nunmal so: Leute lassen sich nicht gern sagen, dass sie etwas gar nicht mehr essen sollen, was sie jahrzehntelang gern gegessen haben. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und für das gelegentliche Ei, das man doch gerne essen möchte, zum Beispiel weil es in ein Kuchenrezept gehört, kann man ja nach Lösungen suchen, mit denen man leben kann.
      Hinzu kommt: Eier sind ja nur ein Thema von, ach, Hunderten. Das nächste ist Fleisch, dann alles aus Plastik, oder nein, erst noch die schlimmen Bedingungen bei der Herstellung von Kleidung im fernen Osten, es ist endlos. Da muss jeder für sich Lösungen finden, was man wie handhabt, ob man vegan isst und bei kik einkauft oder ob man versucht, Biokleidung zu bekommen, aber in Urlaub fliegt usw. Jeder, wie er kann und will.
      Keine Eier essen, ist ein Anfang. Wenig Eier essen, und wenn, dann bio, und dann auch noch halbwegs gesichtertes, ist auch ein Anfang.

    • Montez Mittwoch, 28. November 2012 um 17:19 Uhr [Link]

      Das sehe ich genauso. Ausführlicher hier.

    • Montez Mittwoch, 28. November 2012 um 17:22 Uhr [Link]

      Ohjeh. Internet kann ich leider noch nicht richtig. Hier wollte ich eigentlich hin.

  5. Kirsten Mittwoch, 28. November 2012 um 12:23 Uhr [Link]

    Die EU-Bio Richtlinie ist ein windelweicher Kompromiss. Wie üblich auf EU-Ebene. Die Bioverbände setzen viel strengere Kriterien an und halten die auch nach.
    Das wissen aber viele Leute nicht. Und manche „Journalisten“ wollen das offenbar auch nicht wissen. Denn mit Skandalgeschichten, die Hintergrundinformationen ausklammern uns statt dessen auf grelle Effekte setzen, kann man schließlich prima Quote machen.
    Der Skandal sind die laschen Kriterien fürs EU Biosiegel und die Augenwischerei, die damit betrieben wird. Aber das ist kein so schöner Aufreger.

    Was lernen wir daraus?
    Dass das mit dem Bio doch alles Schwindel ist und man getrost die Billigeier kaufen kann. Kam ja gerade wieder im Fernsehn.
    Und in som Blog hab ich das auch grad gelesen…

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    • Isabel Bogdan Mittwoch, 28. November 2012 um 16:05 Uhr [Link]

      Wenn jemand aus der Information, dass es bei Bioprodukten ebenfalls Schwindel gibt, ableitet, dass er deswegen getrost Billigeier kaufen kann, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Ich will gar nicht wissen, in welchem Blog du das gelesen hast.

      Dass die EU-Richtlinie ein fauler Kompromiss ist, und wie es überhaupt sein kann, dass in einem Biohof solche Zustände herrschen, das hätte allerdings wirklich besser rauskommen können in dem Beitrag. Und auch: was man denn tun kann, wenn man gelegentlich ein Ei möchte, wonach man gucken muss, worauf man sich verlassen kann, wenn man nicht gerade Hühner in Nachbars Garten hat.

  6. Lydia Mittwoch, 28. November 2012 um 18:08 Uhr [Link]

    Die sparen sich ja glatt noch das Rupfen. Schlage vor, das Wort „Effizienzsteigerung“ zum Unwort des Jahrzehnts zu erklären.

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  7. excellensa Mittwoch, 28. November 2012 um 22:18 Uhr [Link]

    Bei einigen Lebensmitteln wird hingehen, anschauen tatsächlich eine Lösung sein. Manches geht auch virtuell. Ich hatte z.B. auf dem Wochenmarkt einen lokalen Erzeuger von Büffel(milch)produkten entdeckt. Fand ich klasse. Kurzer Gang auf die Webseite mit den Angaben dazu, wie viele Tiere, auf welcher Fläche reichten dann doch, die Finger davon zu lassen. Einkauf beim Erzeuger, den man kennt, ist ein Anfang. Und dann aus den Produkten möglichst viel selber machen. Als ich mich mal ernsthaft gefragt habe, von wo die Bäcker, bei denen man auf die Schnelle ein Stück Kuchen kauft, wohl ihre Eier (oder gar Flüssigei, Eipulver etc.) beziehen, habe ich den Einkauf eingestellt. Wir haben es so einfach, uns zu informieren, dass sollten wir auch nutzen. Und dass es schwierig ist, alle Bereiche des Lebens zu erfassen, gilt als Ausrede nicht.

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  8. excellensa Mittwoch, 28. November 2012 um 22:21 Uhr [Link]

    und die nächste Deutschstunde dann bitte zu „dass“ und „das“. Grrrr.

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  9. kid37 Donnerstag, 29. November 2012 um 14:59 Uhr [Link]

    Ich bin ja immer noch für die Blogger-Hof-Kommune. Je zwei teilen sich ein Huhn. Oder zwei. Ich mach das mit den Bienen.

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    • Isabel Bogdan Donnerstag, 29. November 2012 um 18:45 Uhr [Link]

      Dabei.
      Wenn das bitte auch irgendwo in der Stadt sein könnte, weil, ich will ja schon in der Stadt wohnen.

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